Wie werde ich Vegetarier? | EAT SMARTER
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Tipps vom Experten

Wie werde ich Vegetarier?

Wie werde ich Vegetarier? Wie werde ich Vegetarier?

Wie werde ich Vegetarier? Denn Vegetarier leben offenbar gesünder – aber ist das Grund genug auf Fleisch und Fisch zu verzichten? Prof. Claus Leitzmann erklärt, was Sie dabei beachten sollten.

Leben Vegetarier wirklich gesünder?

Laut wissenschaftlichen Untersuchungen – ja. Denn im Durchschnitt haben Vegetarier weniger Übergewicht, bessere Cholesterinwerte und einen niedrigeren Blutdruck. Das liegt aber nicht nur am Verzicht auf Fleisch und Fisch. Vegetarier leben allgemein gesünder: Sie rauchen weniger und treiben mehr Sport.

Kann jeder Vegetarier werden?

Prinzipiell schon – auch Kinder, Schwangere, Stillende und Senioren. Zwar haben diese Menschen einen besonderen Nährstoffbedarf, doch der lässt sich auch mit einer vegetarischen Ernährung decken. Schwangere sollten dabei aufpassen, dass sie genug Folsäure und Vitamin B12 zu sich nehmen. Stillende sollten ihre Vitamin- D-, Jod-, Eisen- und Zinkversorgung im Auge behalten. Bei Senioren können die Vitamine D und B12 kritisch sein.

Was sollte ich als allererstes machen, wenn ich Vegetarier werden möchte?

Sprechen Sie mit Vegetariern aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Fragen Sie diese, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Und machen Sie einen vegetarischen Kochkurs. Denn Vegetarier zu sein, bedeutet nicht, einfach nur das Fleisch wegzulassen und ansonsten wie gewohnt weiterzuessen. Sie müssen Ihre gesamte Ernährung umstellen.

Was muss ich als Vegetarier beachten?

Vegetarier sollten sich, wie alle anderen Menschen auch, an die allgemeinen Ernährungsempfehlungen halten: abwechslungsreich und vielseitig essen, genug trinken und die Nahrungsmittel schonend zubereiten. Es gibt Lebensmittel, die oft vernachlässigt werden. Aber gerade diese sind speziell für Vegetarier wichtig, weil sie viel Eiweiß, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Dazu gehören Hülsenfrüchte (besonders Linsen), Nüsse (vor allem Walnüsse) und Beeren. Ein kleiner Tipp: Kaufen Sie Beeren als Direktsäfte und verdünnen Sie diese dann selbst mit Wasser. Fertig gemischte Säfte enthalten viel Zucker.

Wann sollte ich aufhören, mich vegetarisch zu ernähren?

Es gibt keinen Grund aufzuhören. Wenn man alles richtig macht, bestehen keinerlei Gefahren. Wichtig ist, dass man sich an die Ernährungsempfehlungen hält. Wer mit „Rückfällen“ zu kämpfen hat, sollte sich überlegen, warum er Vegetarier sein möchte. Aus gesundheitlichen Gründen? Aus ethischen, moralischen oder religiösen Gründen? Wer seinen Beweggrund kennt, kann sich einfacher motivieren. Wenn man das nicht allein schafft, gibt es viele Gruppen und Organisationen, die dabei Hilfe leisten.

Welche Nachteile hat eine vegetarische Ernährung?

Eigentlich keine. Ganz im Gegenteil: Vegetarier leben in der Regel insgesamt gesünder.

Prof. Dr. Claus Leitzmann war Professor für Ernährungswissenschaft an der Universität Gießen. Sein Buch „Vegetarische Ernährung“ erschien im Verlag Eugen Ulmer KG und kostet 22,90 Euro.

Sie benötigen vegetarische Inspiration? Kein Problem: EAT SMARTER bietet Ihnen über 600 verschiedene vegetarische Rezepte (hier als Galerie), mit denen es garantiert nicht langweilig wird!

Tipps, wie Sie Vegetarier werden können, verrät EAT SMARTER hier.

(bor)

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Ich finde es schön und dank den Artikel weiß ich besser Bescheid wie ich ein Vegetarier werde. :D
 
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Der Grund, warum man Vegetarier oder Veganer wird, liegt darin, dass man erkannt hat, dass keine Lebeweisen aufgrund meiner Interessen leiden sollen. Und darin liegt auch die Legitimation, warum man "Bäume und Pflanzen" essen kann. Sie leiden nicht. Anders als Säugetiere und Vögel verfügen Bäume und andere Pflanzen nicht über ein vegetatives Nervensystem. Es mag sein, dass wir es nicht entgültig wissen, ob Pflanzen nicht auch Schmerz und Leid empfinden können, allerdings ist das nach dem bisherigen Stand der Wissenschaft fernliegend. Allerdings haben wir sicheres Wissen darüber, dass Schweine, Kühe, Schafe und Hühner Schmerzen empfinden - genau wie wir Menschen. Das ist der einzig ethisch relevante Parameter, mit dem wir argumentieren können. Das Leid einer Kuh ist nicht weniger wert als das eines Menschen. Und weil das so ist, gibt es keine ethische Rechtfertigung sich in unserer Gesellschaft nicht vegetarisch zu ernähren. Das mag in der Arktis, wo Robbenfleisch die einzige Nahrungsquelle ist, anders aussehen. Respekt vor Lebensmitteln zu haben ist die Grundvoraussetzung. Allerdings ist das nicht ausreichend. Das kurzfristige Interesse daran ein Steak zu genießen ist keine Rechtfertigung dafür ein leidensfähiges Lebewesen zu töten. Der, der sagt, eine Kuh ist dazu da gegessen zu werden steht argumentativ auf der gleichen Stufe wie jemand, der behauptet Frauen hätten weniger Rechte als Männer oder dunkelhäutige Menschen seien weniger wert als weiße Menschen. Eine Diskriminierung, die aufgrund der Spezies passiert, ist genauso verwerflich wie eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder der Religion. Der Parameter der Spezies ist moralisch irrelevant. Vegetarismus oder Veganismus ist nicht radikal oder extrem, denn diese Lebensform schützt Leben, währenddessen Fleischkonsum Leben zerstört und Leiden schafft.
 
Der Grund, warum man Vegetarier oder Veganer wird, liegt darin, dass man erkannt hat, dass keine Lebeweisen aufgrund meiner Interessen leiden sollen. Und darin liegt auch die Legitimation, warum man "Bäume und Pflanzen" essen kann. Sie leiden nicht. Anders als Säugetiere und Vögel verfügen Bäume und andere Pflanzen nicht über ein vegetatives Nervensystem. Es mag sein, dass wir es nicht entgültig wissen, ob Pflanzen nicht auch Schmerz und Leid empfinden können, allerdings ist das nach dem bisherigen Stand der Wissenschaft fernliegend. Allerdings haben wir sicheres Wissen darüber, dass Schweine, Kühe, Schafe und Hühner Schmerzen empfinden - genau wie wir Menschen. Das ist der einzig ethisch relevante Parameter, mit dem wir argumentieren können. Das Leid einer Kuh ist nicht weniger wert als das eines Menschen. Und weil das so ist, gibt es keine ethische Rechtfertigung sich in unserer Gesellschaft nicht vegetarisch zu ernähren. Das mag in der Arktis, wo Robbenfleisch die einzige Nahrungsquelle ist, anders aussehen. Respekt vor Lebensmitteln zu haben ist die Grundvoraussetzung. Allerdings ist das nicht ausreichend. Das kurzfristige Interesse daran ein Steak zu genießen ist keine Rechtfertigung dafür ein leidensfähiges Lebewesen zu töten. Der, der sagt, eine Kuh ist dazu da gegessen zu werden steht argumentativ auf der gleichen Stufe wie jemand, der behauptet Frauen hätten weniger Rechte als Männer oder dunkelhäutige Menschen seien weniger wert als weiße Menschen. Eine Diskriminierung, die aufgrund der Spezies passiert, ist genauso verwerflich wie eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder der Religion. Der Parameter der Spezies ist moralisch irrelevant. Vegetarismus oder Veganismus ist nicht radikal oder extrem, denn diese Lebensform schützt Leben, währenddessen Fleischkonsum Leben zerstört und Leiden schafft.

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