Das Wirrwarr mit den Pfandflaschen | EAT SMARTER
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Ist das Einweg oder Mehrweg?

Das Wirrwarr mit den Pfandflaschen

Mehrwegflaschen sind zwar umweltfreundlicher, gekauft werden sie aber trotzdem nur selten. Immerhin beträgt ihr Marktanteil nur noch 30 Prozent. Dies liegt auch daran, dass es mittlerweile auch auf Einwegflaschen Pfand gibt. Viele Menschen können nun nicht mehr den Unterschied erkennen.

Eigentlich sollte das Einwegpfand die Wegwerfflasche unattraktiver machen: 2003 führte die damalige rot-grüne Bundesregierung die neue Pfandpflicht für Einwegverpackungen ein. 2006 galt diese Verordnung dann auch für Wasserflaschen. Eine Wegwerfflasche oder Dose kostete nun 25 Cent Pfand. Grund für die Einführung: Der Anteil an Mehrwegverpackungen war auf unter 70 Prozent gesunken. Weil die Einwegflaschen nun aber teurer werden sollten – so die Überlegung - würden die Menschen automatisch wieder vermehrt Mehrwegflaschen kaufen. Doch es kam ganz anders. Sieben Jahre später liegt der Marktanteil der PET-Einwegflaschen bei 69 Prozent. Der Anteil an Mehrwegflaschen ist auf 31 Prozent zurückgegangen. Dies geht aus einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung hervor, auf die sich auch die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe bezieht. Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Im Alltag hat es die ökologisch bessere Verpackung schwer. Einwegflaschen dominieren den Markt und verdrängen die umweltfreundlichsten Mehrwegflaschen.“ Die Vorteile von Mehrwegflaschen
Ein Grund: Mehr als die Hälfte der Deutschen können laut einer Emnid-Umfrage nicht mehr unterscheiden, ob sie nun eine Einweg- oder Mehrwegflasche in der Hand halten. Daneben bieten Discounter ausschließlich Wasser in Einwegflaschen an, für unschlagbare 19 Cent pro 1,5 Liter. Und das hat Nachteile für die Umwelt: Einwegflaschen werden nach dem Gebrauch in einem Pfandautomaten abgegeben, geschreddert und recycelt. Das Material Polyethlyen (PET) ist sehr begehrt. Es landet in Folien, Fleecejacken, Erdbeerschälchen, Autositzen und manchmal werden daraus auch neue Flaschen gemacht. Auf jeden Fall wird deutlich mehr Material verbraucht als bei PET-Mehrwegflaschen. Die Stiftung Warentest rechnet vor: Füllt man 1000 Liter Wasser in 1-Liter-PET-Einwegflaschen ab, werden 35 Kilo Material benötigt. Füllt man das Wasser dagegen in 1-Liter-PET-Mehrwegflaschen, sind es weniger als 10 Kilogramm. PET-Mehrwegflaschen lassen sich bis zu 25-mal wieder auffüllen, Mehrwegflaschen aus Glas sogar bis zu 50-mal. Es gibt also gute Gründe, doch eher auf das Mehrwegsystem zu setzen. Die wichtigsten Pfandzeichen
Um im Dschungel der Kennzeichnungen den Überblick zu behalten, finden Sie hier die wichtigsten Zeichen im Überblick: Einweg: Die Flaschen werden nur einmal gefüllt, danach geschreddert und recycelt. Ökologisch sind sie weniger sinnvoll. Laut Stiftung Warentest bieten Discounter Wasserflaschen fast ausschließlich als Einwegflaschen angeboten. Die alten Flaschen sind als preiswertes Material vor allem bei der chinesischen Textilindustrie beliebt. Mehrweg: Mehrwegflaschen aus PET können bis zu 25-mal wieder befüllt werden, aus Glas sogar 50-mal. Glasflaschen sollten am besten von regionalen Anbietern gekauft werden. Denn längere Transportwege belasten die Umwelt stärker, als PET-Mehrwegflaschen. PETCycle: Die Einwegflaschen kommen über ein Pfandsystem zurück zum Hersteller, der das Material für neue Flaschen einsetzt. Eine PETCycle-Flasche besteht zu 50 Prozent aus recyceltem PET. Das System ist hier noch relativ unbekannt. (wil)
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Es ist immer noch verwirrend Gibt es denn nirgends eine einfache Liste wo alle Symbole einer Flasche drauf sind wo daneben steht Gelbe Tonne wo kein Pfand drauf steht GlasContainer Zurück im laden Oder was auch immer Ich bin kein mensch der sinnlos Müll macht aber bei den Flaschen schmeiß ich alles in die Tonne wo kein
 
Mir schmeckt Wasser aus Plastikflaschen einfach nicht. Und da es inzwischen auch genügend Studien über die Anreicherung von Weichmachern und anderen Chemikalien aus Plastik gibt, gruselt mit umso mehr vor all dem Plastik-Verpackungs-Wahnsinn. Beeinflussung von Spermien bei Jungs ist nur einer der gruseligen Aspekte. Da "schleppe" ich doch lieber Glasflaschen.
 
Wenns irgendwie geht, kaufe ich Mehrweg aus Glas- schon immer!Der Inhalt schmeckt einfach besser! Die Einwegflaschen regen mich hauptsächlich deshalb auf, weil sie, entgegen der Versprechen der Politik, nicht überall genommen werden....... Bei "Netto" kriege ich die Coca- Cola- Flaschen nicht los, bei "Aldi" bestimmte Wasserflaschen nicht usw. "Unsere" Politiker haben uns da schon etwas eingebrockt und die EU- Nachbarn lachen uns dafür aus............
 
Mehrwegflaschen... müssen gereinigt werden, das Wasser vom Reinigen muss auch gereinigt werden.... das wurde in der Rechung vernachlässigt. Man sollte schon komplett alles berücksichtigen, sonst wird es eine Milchmädchenrechnung. MfG
 
Wir sind von PET Flaschen wieder auf Mehrweg-Glas umgestiegen.... Die Kisten sind zwar schwerer, aber das Wasser daraus schmeckt eindeutig besser

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