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Babys bekommen zu früh Muttermilchersatzprodukte

Oktober 2006 - Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Erste Ergebnisse einer Studie des Bundesinstitutes für Risikobewertung in Berlin haben ergeben, dass mehr als die Hälfte aller Mütter in Deutschland aus verschiedenen Gründen ihre Säuglinge entgegen medizinischer Empfehlungen nicht bis zum sechsten Lebensmonat stillen. Für die Studie wurden rund 4.000 Wöchnerinnen aus Berlin und Mütter bei den Früherkennungs-untersuchungen beim Kinderarzt zu Stilldauer und Stillverhalten befragt. Die jüngsten Auswertungen zeigen, dass viele Mütter schon nach wenigen Monaten Nahrung oder Beikost zufüttern und zu früh abstillen. Stillen ist wichtig für die gesunde Entwicklung der Kinder und Muttermilchersatz-produkte enthalten nicht alle wichtigen Stoffe, die Säuglingen mit der Muttermilch verabreicht werden.

In diesem Zusammenhang betont die Studie nochmals die Notwendigkeit, das Verbot – dass bereits im Jahre 1981 beschlossen wurde – der Verteilung von kostenlosen Proben von Säuglingsnahrung und Muttermilchersatzprodukten an Schwangere und Mütter von Neugeborenen. Bis heute halten sich noch nicht alle Hersteller und Vertreiber an dieses Verbot. Daran soll in Zukunft noch gearbeitet werden, heißt es vonseiten der Nationalen Stillkommission. Mehr: Bundesinstitut für Risikobewertung
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