Blutzuckergehalt beeinflusst das Geschlecht des Embryos | EAT SMARTER
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Junge oder Mädchen

Macht Glukose den Unterschied?

Glukose spielt Schlüsselrolle bei Geschlecht Glukose spielt Schlüsselrolle bei Geschlecht

Der Blutzuckergehalt beeinflusst das Geschlecht des Embryos - zu diesem Ergebnis kommt die Universität Pretoria. EAT SMARTER erklärt, warum das Geschlecht Ihres Nachwuchses trotzdem eine Überraschung bleibt.

Geschlechtsbestimmung enträtselt?

Seit Menschengedenken wird gerätselt, wie man das Geschlecht eines ungeborenen Kindes beeinflussen kann. Die Forschung bestätigt inzwischen, dass nicht nur der Zeitpunkt der Befruchtung entscheidend ist, sondern auch der Zuckergehalt im Blut der Mutter eine bedeutende Rolle spielt. Das Jahrhunderte lang stabile Verhältnis von 106 neugeborenen Jungen zu 100 Mädchen kehrt sich langsam um. Es werde zunehmend mehr Mädchen geboren. Doch wie steuert die Natur solche Unregelmäßigkeiten im Geschlechterverhältnis?

Schlüsselrolle Glukose

Auf der Suche nach den Mechanismen, welche die Entwicklung des Geschlechts beeinflussen, entdeckte man bereits 2001 in einem In-Vitro-Versuch, dass männliche und weibliche Embryonen unterschiedlich auf Glukose reagieren. Die männlichen überlebten länger in einer hohen Glukosekonzentration. Wissenschaftler an der südafrikanischen University of Pretoria (März 2008 - Universität Pretoria, Südafrika) überprüften jetzt, ob auch die Glukosekonzentration im Blut der Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis das Geschlecht des Nachwuchses beeinflussen kann. Dafür wurde eine Gruppe 40 weiblicher Mäuse befruchtet. Der einen Hälfte gab man vorher ein Steroid, das den Glukosetransport im Blut unterbindet. Die auf diese Weise behandelten Weibchen gebaren nur 41,9 Prozent Söhne, während es in der Vergleichsgruppe 53,5 Prozent waren.

So ist man des Rätsels Lösung einen Schritt näher gekommen. Doch warum sich das Geschlechterverhältnis beim Menschen verändert, bleibt weiter unklar. Und auch die Studien, welche den Einfluss der Ernährung untersuchten, lieferten bisher keine einheitlichen Ergebnisse. Mehr: Proceedings of the Royal Society

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