Deutsche Essen zu fett und zu vitaminarm | EAT SMARTER
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Zweite Nationale Verzehrstudie

Deutsche Essen zu fett und zu vitaminarm

Bittere Erkenntnisse aus der zweiten Nationalen Verzehrstudie Bittere Erkenntnisse aus der zweiten Nationalen Verzehrstudie

Die zweite Nationale Verzehrstudie liefert besorgniserregende Ergebnisse: 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig oder fettsüchtig. EAT SMARTER stellt die wichtigsten Erkenntnisse über die Ernährung der Deutschen vor.

Es ist mehr als zwei Jahrzehnte her, dass der deutsche Staat offiziell die Essgewohnheiten seiner Bürger unter die Lupe genommen hat. Seitdem hat sich einiges bei der Ernährung der Deutschen verändert. Doch genaue Kenntnis über die Ernährungslage der Nation gab es bis vor kurzem nicht.

Zweite Nationale Verzehrstudie

Diese Informationslücke schließt die zweite Nationale Verzehrstudie. Durchgeführt wurde sie vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, dem Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe. 20 000 Teilnehmer von 14 bis 80 Jahren wurden deutschlandweit über ihre Essgewohnheiten befragt. (Januar 2008, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Karlsruhe)

Übergewicht als Volkskrankheit – Bildung ausschlaggebend

Mit Sorge haben die Forscher festgestellt, dass 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen in Deutschland übergewichtig oder fettsüchtig sind. Zudem gilt: Je älter der Mensch, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Fettleibigkeit. Interessante Ergebnisse erzielte ebenfalls die Gegenüberstellung von Essgewohnheit und Einkommen bzw. Schulabschluss der befragten Personen. Mehr als doppelt so viele Personen mit Hauptschulabschluss im Vergleich zu Frauen und Männern mit höheren Abschlüssen sind übergewichtig. Generell ernähren sich Personen der unteren Schicht fett- und zuckerhaltiger und vitaminärmer.

Obst und Gemüse zu sehr verschmäht

Doch auch insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass ein sehr hoher Anteil der Befragten zu wenig Obst und Gemüse isst. 87 Prozent der Personen unterschreiten den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Tageskonsum (400g) von Gemüse. Bei Obst sind es 59 Prozent. Dafür verzehren Männer doppelt soviel Fleisch und Wurstwaren wie Frauen.

Einen merkwürdigen Befund hat der Ländervergleich beim Alkoholkonsum ergeben. Sachsen, Thüringen und Bayern sind die Regionen, in denen am meisten Bier getrunken wird. Während die Männer aus Rheinland-Pfalz und aus Baden-Württemberg mit Abstand am meisten Wein und Sekt trinken, konsumieren hingegen die Frauen aus Rheinland-Pfalz eben diese Getränke im Bundesvergleich am wenigsten. Mehr: Bundesministerium für Ernährung

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