Um dicke Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, ihren Body Mass Index (BMI) zu senken, sind Nahrungsmittelverbote nicht die richtige Wahl. | EAT SMARTER
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Um dicke Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, ihren Body Mass Index (BMI) zu senken, sind Nahrungsmittelverbote nicht die richtige Wahl.Durchschnittliche Bewertung: 3157

Um dicke Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, ihren Body Mass Index (BMI) zu senken, sind Nahrungsmittelverbote nicht die richtige Wahl.

Die Universität Yale setzt mit ihrem "Bright Bodies Program“ auf eine intensive Familienberatung, Verhaltensänderung und Bewegungsmotivation. Eine breit angelegte Studie beweist die Vorteile dieser Methode. Weltweit steigt die Anzahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher stetig an (Juni 2007 - Universität Yale, USA).

Die Universität Yale setzt mit ihrem "Bright Bodies Program“ auf eine intensive Familienberatung, Verhaltensänderung und Bewegungsmotivation. Eine breit angelegte Studie beweist die Vorteile dieser Methode. Weltweit steigt die Anzahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher stetig an. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass mit einem steigenden BMI gleichzeitig das Risiko einer Diabetes-Typ 2 Erkrankung zunimmt. Dieses gravierende Gesundheitsproblem erfordert effektive kinderheilkundliche Maßnahmen.

An der Studie der Yale Klinik für Kinderheilkunde haben 209 übergewichtige Kinder und Jugendliche in einem Alter von 8 bis 16 Jahren teilgenommen. Um die Effekte des „Bright Bodies Program“ zu beurteilen, wurden die übergewichtigen Studienteilnehmer mit einer Kontrollgruppe verglichen. Auf die Kontrollgruppe wurde ein traditionell klinisches Gewichtsmanagement angewendet. Die übrigen Teilnehmer waren in Maßnahmen wie intensive Familienberatung, Bewegungsmotivation und Verhaltensänderung eingebunden. Das Studienprogramm hat sich insofern bewährt, dass es nicht wie eine klassische Diät Nahrungsmittelverbote aufdiktiert. Stattdessen baut das Konzept auf eine intensive Nahrungsmittelaufklärung, bei der die Nahrungsmittel frei ausgewählt werden können.

Die betroffenen übergewichtigen Personen werden nicht allein, sondern in ihrem familiären Umfeld berücksichtigt. Dies ist ein weiterer besonderer Aspekt des Programms. Während der einjährigen Studie konnte der BMI nach dem Bright Bodies-Konzept um 1,7 Punkte gesenkt werden. Demgegenüber hat sich im gleichen Zeitraum der BMI der Kontrollgruppe um 1,6 Punkte erhöht. Bei einer Differenz von insgesamt 3,2 Punkten entspricht dies einem Fettmassenunterschied von 9,2 kg. Ein erstaunliches Ergebnis, das den Erfolg des Bright Bodies-Konzeptes belegt. Problematisch ist derzeit jedoch noch die umfangreiche Umsetzung und der hohe zeitliche Aufwand des Programms. Mehr: Journal of American Medical Association

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