Folsäure kann Krebs bekämpfen | EAT SMARTER
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Folsäure kann Krebs bekämpfen

Juni 2006 - Universita Cattolica del Sacro Cuore, Rom

Eine Gewebeveränderung, aus der sich Kehlkopfkrebs entwickeln kann, lässt sich mit Folsäure bekämpfen. Wenn man hohe Dosen des Vitamins einsetzt, das vor allem in Gemüse enthalten ist, erzielt man bei drei von vier Patienten starke Wirkung. Folsäure kommt in Milch und Leber vor, in grünem Blattgemüse und Vollkornprodukten, und auch in Karotten, Tomaten, Eigelb und Nüssen. Bislang war dies vor allem für Frauen mit Kinderwunsch interessant: Da ein Folsäure-Mangel während der Schwangerschaft zu Missbildungen beim Ungeborenen führen kann, wird ihnen eine höhere Dosis Vitamin B9 empfohlen.

Auswirkungen auf die potentielle Krebs-Vorstufe hatte das bei rund drei Vierteln der Probanden. Sechs Monate nach Beginn der Studie war die Gewebeveränderung den Forschern zufolge bei 19 der Patienten um mindestens 50 Prozent zurückgegangen und bei 12 der Probanden sogar ganz verschwunden. Bei den restlichen 12 Teilnehmern konnten Almadori und seine Mitarbeiter keine Wirkung feststellen.

Die Folsäure haben die Testteilnehmer in Form eines Präparats aufgenommen und nicht durch normale Speisen. Dies wäre auch nur schwerlich möglich, da die Menge im Test 35-mal höher war als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesdosis von 400 Mikrogramm für Erwachsene. Folsäurepräparate sollten jedoch erst nach eingehender ärztlicher Beratung eingenommen werden. Als Anregung zur Selbstmedikation ist die Studie nicht geeignet - außer vielleicht, sie erfolgt ausschließlich in Form von Spinat, Milch und Walnüssen. Mehr: Universita Cattolica del Sacro Cuore
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