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Kaffee senkt das Diabetes-Risiko

Juni 2006 - University of Minnesota

Warenkunde Kaffee
Neue gute Nachrichten für alle Kaffee-Trinker: Amerikanische Forscher haben in einer großen Studie mit 29.000 Teilnehmern aufgezeigt, dass Kaffee das Diabetes-Risiko reduziert. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kaffee in koffeinhaltiger oder entkoffeinierter Form konsumiert wird. Die positive Wirkung des meist konsumierten Getränkes der Welt dürfte auf Mineralstoffe oder Antioxidantien zurückgehen, die in den Kaffeebohnen enthalten sind. Erst vor kurzem hatten Wissenschaftler aufgezeigt, dass Kaffee – im Gegensatz zu Cola – keinerlei negative Auswirkungen auf den Blutdruck hat. 11 Jahre lang untersuchten US-Wissenschaftler den Kaffeekonsum und das Diabetesrisiko bei 28.812 Frauen nach den Wechseljahren. Zu Beginn der Studie beantworteten die Probandinnen Fragen zu ihrem Risiko für Diabetes und machten Angaben zu Alter, Body-Mass-Index, sportlichen Aktivitäten, Alkohol- und Zigarettenkonsum. Ebenso nahmen die Forscher Daten zur Ernährung auf. Im Verlauf der Studie wurde bei 1.418 Frauen Diabetes vom Typ 2 diagnostiziert.

Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sank bei Frauen, die mehr als sechs Tassen Kaffee tranken, um 22 Prozent gegenüber denen, die keinen Kaffee tranken. Versuchsteilnehmerinnen, die mehr als sechs Tassen entkoffeinierten Kaffee pro Tag tranken, hatten sogar ein um 33 Prozent geringeres Risiko für Diabetes. Dieses mit dem Kaffee verbundene geringere Risiko war dabei unabhängig von Faktoren wie Gewicht und körperlicher Aktivität.

Dabei spielte die Menge des insgesamt aufgenommenen Koffeins, das ja auch aus Cola hätte stammen können, keine Rolle. Dies weist darauf hin, dass nicht Koffein, sondern andere Inhaltsstoffe in Kaffeebohnen für den Effekt verantwortlich sind. Mineralstoffe und andere Substanzen in der Kaffeebohne könnten die nützliche Wirkung verursachen. So ist Magnesium in Kaffee reichlich enthalten und hat einen positiven Effekt auf den Kohlenhydratstoffwechsel. Auch Polyphenole, die ebenfalls dem Körper beim Verarbeiten von Kohlenhydraten helfen, und Antioxidantien, die Zellen vor der Wirkung von freien Radikalen schützen, könnten an dem nützlichen Effekt beteiligt sein. Solche Substanzen sollen in zukünftigen Studien genauer untersucht werden.

Trotz dieser Ergebnisse, warnen die Wissenschaftler, sind körperliche Betätigung und Diät die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Diabetes. Mehr: University of Minnesota
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