Kinderwunsch? Hände weg von Soja | EAT SMARTER
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Kinderwunsch? Hände weg von Soja

Juni 2005 - King´s College London

Wenn Frauen Kinder haben wollen, sollten sie mit Soja vorsichtig sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des King´s College London gekommen. Das in Soja enthaltene Genistein beeinträchtigt das Sperma auf seiner Wanderung zur Eizelle. Die leitende Wissenschafterin Lynn Fraser erklärte, dass für eine negative Wirkung bereits winzige Mengen ausreichend seien. Der Verzicht auf Soja an fruchtbaren Tagen könne sich daher positiv auf die Empfängnis auswirken. Genistein ist laut BBC in allen Sojaprodukten wie Sojamilch und vielen vegetarischen Lebensmitteln sowie in einigen Fertigmahlzeiten und Pizzas enthalten. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der Jahresversammlung der European Society for Human Reproduction and Embryology der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Laborversuch wies die Wissenschaftlerin nach, dass Genistein bei einem großen Teil des Spermas eine Reaktion auslöst, die die Befruchtung der Eizelle ermöglicht.

Normalerweise kommt es im Körper erst nach Stunden zu dieser Reaktion. Aus diesem Grund könnte Genistein in und um die Gebärmutter dazu führen, dass das Sperma zu früh seine größte Aktivität erreicht. Bei Tests mit Mäusen waren größere Mengen Genistein für das Erzielen der gleichen Reaktion erforderlich. "Es zeigte sich, dass das menschliche Sperma deutlich empfindlicher reagierte. Die Werte lagen dabei innerhalb der Mengen, die normalerweise im Blut der Menschen nachgewiesen werden können“, so Fraser. Derzeit sei nicht bekannt, bei welcher Sojamenge das Eintreten dieses Effekts verhindert werden könne.

Frühere Untersuchungen der Wissenschaftlerin bei Mäusen hatten nachgewiesen, dass in hopfenbasierten Produkten enthaltene Bestandteile ähnliche Auswirkungen haben. Bei allen diesen Bestandteilen handelt es sich um schwache Östrogene. Fraser nimmt jedoch nicht an, dass ihre Auswirkungen auf das Sperma gleich jenen des weiblichen Sexualhormons sind. Vielmehr scheint Genistein im Sperma die Produktion des signalgebenden Moleküls zyklisches Adenosinmonophosphat (AMP) auszulösen. Mehr: King´s College London
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