Macht Essen am Abend doch nicht dick? | EAT SMARTER
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Macht Essen am Abend doch nicht dick?

Juni 2006 - Oregon Health and Science University

Wenn man den Forschern aus Portland glauben soll, dann tragen abendliche Mahlzeiten genauso viel und wenig zur Gewichtszunahme bei wie Mahlzeiten am Tag. Dieses Forschungsergebnis ist unter deutschen Kollegen jedoch umstritten. Einig sind sich die Wissenschaftler aber, dass es vor allem auf die Gesamtkalorienzahl ankommt, die man am Tag zu sich nimmt. Für die Studie beobachteten die Forscher ein Jahr lang das Essverhalten von 16 Rhesusaffen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Affen bis zu 64 Prozent ihrer Gesamtkalorien während der Nacht verzehrten. Zwischen den Affen, die ihr Futter nachts fraßen und denen, die sich lieber tagsüber darüber hermachten, konnten die Forscher keine Gewichtsunterschiede feststellen. Laut den US-Wissenschaftlern eignen sich Rhesusaffen hervorragend als Model für die Erforschung von Übergewicht an Menschen.

Die Ergebnisse der Studie überraschen Stefan Graubner von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de) keineswegs. "Es kommt darauf an, wie viel man isst und wie viel Energie man verbraucht. Die Uhrzeit der Mahlzeiten ist nicht entscheidend", so der Ernährungsexperte. "Ob man zu- oder abnimmt, hängt letztendlich davon ab, welche Kalorienmenge man zu sich nimmt." Wann die beste Essenszeit ist, sei schwer zu bestimmen. "Das ist von Person zu Person unterschiedlich", berichtet Graubner.

Auch auf die Frage, wie viele Mahlzeiten man pro Tag essen sollte, gibt es keine eindeutige Antwort. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist zwischen einer und neun Mahlzeiten am Tag im Hinblick auf die Gewichtsabnahme kein Unterschied messbar. Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, hätten aber den Vorteil, dass Heißhungerattacken eher verhindert werden können und das Hungergefühl zwischen den Mahlzeiten eher überbrückt werden kann. "Jeder muss individuell entscheiden, wie oft er am Tag isst", erklärt Graubner. "Mehrere Mahlzeiten haben jedoch den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel nicht so stark schwankt." Mehr: Oregon Health and Sciene University
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