MS-Risiko durch Vitamin-D-Mangel | EAT SMARTER
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Multiple Sklerose-Risiko bei Mangel an Vitamin D erhöhtDurchschnittliche Bewertung: 4159

Neue Studie beweist Zusammenhang

Multiple Sklerose-Risiko bei Mangel an Vitamin D erhöht

Multiple Sklerose: Ursache Mangel an Vitamin D Multiple Sklerose: Ursache Mangel an Vitamin D

Eine durch ein kanadisches Forscherteam durchgeführte Studie bestätigt nun die bereits lange vermutete Annahme, dass ein genetischer Mangel an Vitamin D zu einem Anstieg der Erkrankungsrate von Multipler Sklerose führt. EAT SMARTER hat die Forschungsergebnisse zusammengefasst und stellt die Ergebnisse vor.

Die Studie

Wissenschaftler der McGill Universität in Montreal verglichen für die Studie die Verbreitung von Multipler Sklerose (MS) in einer Gruppe von Menschen mit europäischen Vorfahren: Dazu zählten 14.000 Menschen mit MS sowie 24.000 gesunde Menschen. Alle "Patienten" wurden hinsichtlich einer genetisch bedingten Anlage zu einem Mangel an Vitamin D untersucht. 

Das Ergebnis

Die Auswertungen des kanadischen Forscherteams zeigen, dass Menschen mit einem Mangel an Vitamin D aufgrund ihrer Erbanlagen ein deutlich erhöhtes Risiko haben an Multipler Sklerose zu erkranken, als Menschen ohne die genetische Prädisposition. Bei den betroffenen Personen ist dieses Risiko sogar um ein Doppeltes erhöht.

Die Wissenschaftler warnen jedoch davor, ohne ärztliche Aufsicht dem Mangel an Vitamin D mit entsprechenden Präparaten entgegenwirken zu wollen. Denn natürlich kann auch eine Überdosierung des Vitamins zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder gar Herzrhythmusstörungen führen. Ob eine präventive Einnahme von Vitamin D die Symptome von Multipler Sklerose lindern oder die Krankheit gar verhindern kann, ist derzeit allerdings noch unklar.

Multiple Sklerose - Weitere Informationen

Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen – davon rund 130.000 Erkrankte allein in Deutschland. Die Häufigkeit der Betroffenen steigt mit der geografischen Entfernung vom Äquator an. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer an MS. Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert wird. Weitere Infos zu MS gibt es bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.

(jbo)

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