Wer öfter isst, bewegt sich weniger | EAT SMARTER
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Wer öfter isst, bewegt sich weniger

Beliebter Snack: Müsliriegel © photocrew Beliebter Snack: Müsliriegel © photocrew

Häufiges Essen macht dick. Hierfür fanden Forscher der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich im November 2009 den molekularen Beweis. EAT SMARTER stellt Ihnen die Studie vor.

Snack-Kultur macht dick

Öfter mal ein kleiner Happen zwischendurch, statt üppiger Mahlzeiten – viele halten das schon für eine Art Diät. Und gerade bei vielen jungen Menschen hat sich eine regelrechte Snack-Kultur im Tagesablauf etabliert. Züricher Wissenschaftler um den Molekularbiologen Prof. Markus Stoffel kamen nun zu dem Ergebnis, dass mehrere Mahlzeiten eher dick machen, als die gleiche Menge Nahrung verteilt auf wenigere Essenszeiten. Der Grund liegt in dem Protein Foxa2, das Sättigungsgefühl und Bewegungsdrank steuert. Nach jeder Mahlzeit wird dieses Protein durch die Steigerung des Insulinspiegels ausgeschaltet. Fällt der Insulinspiegel wieder, steigt Foxa2 und sorgt für Bewegungsdrang.

Häufiges Essen macht müde

Zum Nachweis der Wirkung von Foxa2 wurden im Labor fettleibige Mäuse mit krankheitsbedingt ununterbrochener Insulinproduktion verglichen, mit Mäusen, bei denen aufgrund von Genveränderungen ständig Foxa2 produziert wurde. Es war zu beobachten, dass sich die Foxa2-Mäuse, auch bei häufiger Nahrungsaufnahme, mehr bewegten, mehr Muskeln bildeten und weniger Fett anlagerten. Wer also häufiger isst, der stört die Wechselwirkung von Foxa2 und Insulin und gibt dem Foxa2 keine Chance. Die Folge: Trägheit, Müdigkeit, Bewegungsunlust. Hinzu kommt, dass Foxa2, das haben frühere Studien gezeigt, in der Leber die Fettverbrennung steuert. Mehr: Eidgenössische Technische Hochschule

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