Wie viel Alkohol man trinkt, liegt in den Genen | EAT SMARTER
1
0
Drucken
0
Wie viel Alkohol man trinkt, liegt in den GenenDurchschnittliche Bewertung: 4151

Wie viel Alkohol man trinkt, liegt in den Genen

März 2005 - University of Bristol

Eine britische Studie kommt zu dem Schluss, dass die Gene einer Person festlegen, wie viel Alkohol sie trinkt und ob sie zu einem Suchtverhalten neigt. Ein Forscherteam der University of Bristol konnte in Zusammenarbeit mit der University of Oxford feststellen, dass das so genannte DRD2-Gen eine zentrale Rolle beim Konsum von Alkohol einnimmt. "Das Ermitteln des genetischen Einflusses auf das Trink- und Suchtverhalten ist wichtig, um zu verstehen, warum manche Menschen ein höheres Suchtrisiko haben“, erklärte ein Sprecher der Universität.

Das Forscherteam analysierte die Daten von 1000 Untersuchungsteilnehmern, die ausführlich Auskunft über ihre Trinkgewohnheiten gaben. Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Arbeit auf die Beobachtung eines bestimmten Schlüsselgens, welches für die Ausschüttung von chemischen Signalen im Gehirn verantwortlich ist. Ihre Annahme war dabei, dass verschiedene Versionen dieses Gens möglicherweise die Balance und den Effekt der Signalmoleküle beeinflussen und so in weiterer Folge Einfluss nehmen auf die individuellen Trinkgewohnheiten. Warum gewisse Gene Auswirkungen auf das Verhalten haben, darüber haben die Wissenschaftler noch keine detaillierten Erkenntnisse.

Doch nun konnte nachgewiesen werden, dass das DRD2-Gen den Alkoholkonsum beeinflusst, denn das Gen bestimmt, wie "high" die jeweilige Person durch Drogen wie beispielsweise Alkohol wird. Die Untersuchung zeigte weiter, dass jener Teil der Untersuchungsteilnehmer, die nicht über diese genetische Variation verfügten, beim Trinken von Alkohol einen geringeren Genuss empfand und aus diesem Grund auch weniger trank, so die Experten. Mehr: University of Bristol
Ähnliche Artikel
Der Genuss von Alkohol ist genauso gefährlich wie Rauchen und Bluthochdruck - zu diesem Schluss kommt eine Studie der Stockholm Universität (2005). EAT SMARTER stellt Ihnen die Ergebnisse der Studie vor.
Dickmacher-Gen entdeckt
Essen so viel man will ohne zuzunehmen: Forscher aus den USA haben entdeckt, dass Mäuse, denen ein bestimmtes Gen fehlt, trotz fettreicher Nahrung rank und schlank bleiben. Doch ist dies tatsächlich das Ende aller Übergewichtssorgen?
Schreiben Sie einen Kommentar