Zu viel Wurst erhöht Krebsrisiko | EAT SMARTER
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Zu viel Wurst erhöht Krebsrisiko

April 2005 - University Hawaii

Eine Studie der Universität von Hawaii kommt zu dem Schluss, dass das Essen von zu viel Wurst das Risiko einer Erkrankung an Bauspeicheldrüsenkrebs erhöht. Fleisch wurde bereits in der Vergangenheit als mögliche Ursache für Krebs genannt. Die Forschungsergebnisse blieben laut BBC jedoch widersprüchlich. Die aktuelle Studie geht davon aus, dass entscheidend ist, wie das Fleisch verarbeitet wurde. Die Forscher präsentierten ihre Ergebnisse auf dem Jahrestreffen der American Association for Cancer Research.

Die Forscher analysierten Daten von 190.545 Personen, die auf Hawaii und in Los Angeles an der so genannten Multiethnic Cohort Study teilnahmen. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich sieben Jahre lang begleitet und zu ihrer Ernährung, ihren Rauchgewohnheiten, dem Vorkommen von Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Familie befragt.

Das Team ermittelte 482 Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Jene Personen, die am meisten verarbeitetes Fleisch aßen, verfügten über ein 67 Prozent erhöhtes Krankheitsrisiko. Teilnehmer, die viel Schwein und rotes Fleisch aßen, erhöhten ihr Krebsrisiko um 50 Prozent. Bei Geflügel, Fisch und Milchprodukten konnte kein Zusammenhang mit der Erkrankungshäufigkeit hergestellt werden.

Die leitende Wissenschaftlerin Ute Nothlings erklärte, die Ergebnisse legten nahe, dass krebserregende Substanzen eher in Zusammenhang mit der Verarbeitung stehen und nicht mit dem enthaltenen Fett oder Cholesterin. Das erhöhte Krebsrisiko könnte daher auf chemische Reaktionen zurückzuführen sein, die während der Verarbeitung stattfinden. Derartige Reaktionen könnten zum Entstehen von karzinogenen Chemikalien wie heterozyklischen Aminen oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen führen.

Tim Key von Cancer Research UK erklärte, dass ein direkter Zusammenhang zwischen verarbeitetem Fleisch und Bauchspeicheldrüsenkrebs noch nachzuweisen sei. Dafür seien weitere Forschungen erforderlich. Rauchen bleibe derzeit die einzige bestätigte Ursache für eine Krebserkrankung. Mehr: University Hawaii
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