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Behörde legt Höchstgrenzen fest

Zu viele Vitamine können ungesund sein

Zu viele Vitamine – gibt es das? Zu viele Vitamine – gibt es das?

Können zu viele Vitamine tatsächlich schaden? Bei einigen sind sich Forscher sicher: Nein! Doch bei Vitamin C, Beta-Carotin oder Eisen ist sich die Wissenschaft uneins – auch deshalb gibt es Höchstverzehrempfehlungen der Behörden.

Können zu viele Vitamine schaden?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat eine Obergrenze für Vitamine festgelegt. Das ist die Menge, die auch bei langfristiger täglicher Aufnahme keinerlei Risiken mit sich bringt. Berücksichtigt wurden die Vitamine A, D und E, Niacin, B6 und Folsäure sowie die Mineralstoffe Fluor, Jod, Kupfer, Molybdän, Selen, Zink, Bor, Kalzium und Magnesium. Im Fall von Vitamin E liegt der Wert für erwachsene, gesunde Verbraucher bei 300 Milligramm pro Tag, das ist gut das 30-fache der empfohlenen Tagesdosis. Die Gefahr einer Überdosierung ist zumindest bei Vitamin E gering. Keinen Grenzwert brauchen nach Auffassung der EFSA die Vitamine B1, B2 und Biotin. Auch bei hohen Zufuhrmengen konnten bisher keine schädlichen Wirkungen beobachtet werden.

Begründung für Höchstmenge – unsichere Ergebnisse

Sechs Jahre lang prüften die Wissenschaftler der europäischen Gremien alle verfügbaren Studien. Erst war der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss SCF zuständig, dann die EFSA, berichtete Prof. Dr. Hildegard Przyrembel auf der internationalen Konferenz des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) “Food Supplements in Europe“. Dennoch kann die Behörde bei einigen bekannten und beliebten Nährstoffen wie Beta-Karotin, Vitamin C oder Eisen noch keine abschließende Bewertung abgeben. Für bestimmte Personengruppen gibt es Hinweise auf nachteilige Wirkungen bei sehr hohen Dosierungen, teilweise werden sie auch nur vermutet. Es fehlt an eindeutigen Dosis-Wirkungs-Beziehungen. "Die Upper Level sind die bestmöglichen Ergebnisse zum gegebenen Zeitpunkt, der Bewertungsprozess wird jedoch weitergehen“, betonte Przyrembel.

So kommen verschiedene Expertengremien auch zu unterschiedlichen Einschätzungen: Das amerikanische Food and Nutrition Board (FNB) verwendet zum Beispiel für Vitamin E einen anderen Sicherheitsfaktor und hält 1000 Milligramm für unproblematisch.

Mehr: Bund für Lebensmittelrecht

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