Diät nach der Geburt? | EAT SMARTER
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Diät nach der Geburt?

Ich habe vor drei Monaten mein erstes Kind bekommen. Natürlich gab es anfangs wichtigere Themen als das Abnehmen, aber mittlerweile frage ich mich schon, ob ich noch mal mein Idealgewicht erreichen werde. Wann darf ich beginnen, wieder Diät zu halten, Sport zu machen und abzunehmen?

 

 

Themen: SchwangerschaftDiätAbnehmenBabystillen

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Die gute Nachricht zuerst: Schon durch die Geburt verliert die werdende Mutter fünf bis sieben Kilo Körpergewicht. Das Baby wiegt in der Regel zwischen 2,5 und 4,5 Kilo, die Plazenta etwa 500 Gramm, das Fruchtwasser 1,5 Kilo. Dazu verliert die Gebährende etwa 300 Gramm Blut und einen Teil der Wassereinlagerungen. Insofern hast du auch in Sachen Abnehmen bereits wahre Wunder vollbracht. Jede Mutter muss sich allerdings mindestens im Wochenbett schonen und erst mal den Alltag mit Baby wuppen. Jetzt auch noch Sport einzuplanen, kann schnell überfordern und die Gesundheit gefährden. Diät halten solltest du jetzt allerdings noch nicht, falls du dein Kind stillst: Weil das Stillen die Mutter buchstäblich aussaugt, muss sie in dieser Zeit gut auf ihren Energiehaushalt achten. Experten empfehlen mindestens 1.800 Kalorien pro Tag. Eine strenge Diät ist nicht angebracht, denn die Muttermilch ernährt das Baby mit lebenswichtigen Stoffen. Achte deshalb auf Lebensmittel, die reich an Kalzium, Magnesium, Zink, Vitaminen und Folsäure sind. Frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt kannst du zunächst mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. Diesen Kurs zahlt sogar die Krankenkasse. Er ist wichtig, um den Beckenboden zu straffen. Wenn die Rückbildung abgeschlossen ist, kannst du an "richtigen" Sport denken. Dabei solltest du Sportarten meiden, die den Beckenboden unnötig strapazieren. Ideal sind erst mal Schwimmen, Pilates oder Yoga. Sport und stillen – das kann zusammen passen. Hauptsache, die Frau fühlt sich dabei wohl und beherzigt einige Dinge: Mütter, die ihre Babys stillen, haben anfangs häufig unangenehm pralle Brüste. Sie können ihr Kind immer vorm Sport anlegen, damit das spannende Gefühl nicht das Training beeinflusst. Es ist auch wichtig, beim Sport ausreichend zu trinken und sich nicht zu verausgaben, denn Stress wirkt sich negativ auf die Muttermilch aus. Aber Vorsicht: Nicht jede Frau hat das Glück, eine unkomplizierte Spontangeburt zu erleben. Nach einem Kaiserschnitt muss man mit dem schonenden Training rund vier bis fünf Wochen warten. Erst, wenn alles gut verheilt ist, sind die ersten Übungen erlaubt. Die Rückbildung muss leider noch länger warten. Auch Mütter mit Dammverletzungen sollten vorsichtiger mit ihrem Körper umgehen.
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