Kann man Pfifferlinge und andere Pilze aus Osteuropa ohne Bedenken essen? | EAT SMARTER
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Kann man Pfifferlinge und andere Pilze aus Osteuropa ohne Bedenken essen?

Seit dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl sind fast 30 Jahre vergangen. Darf man Pilze aus den Ländern, die hoher Strahlenbelastung ausgesetzt waren, wieder ohne Bedenken essen?

Themen: ExpertenfragePilzeRadioaktivität

Bild des Benutzers Silke Schwartau
Pilze aus Polen, Litauen oder Weißrussland können noch immer höher belastet sein. Das gilt zum Beispiel für Maronenröhrlinge, Pfifferlinge oder Steinpilze. Daher empfehlen wir, höchstens eine Wildpilzmahlzeit pro Woche zu essen. Zwar werden bei Untersuchungen bei nur circa drei Prozent der Pilze die Grenzwerte überschrittenen, doch es werden lediglich Stichproben untersucht. Auch in Deutschland gibt es teilweise noch Probleme mit Radioaktivität. Wildpilzmischungen aus Baden-Württemberg wiesen zum Beispiel auch 28 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl noch deutlich erhöhte Belastungen mit radioaktivem Cäsium auf. Cäsium 137 ist in Wiesen-und Ackerböden fest gebunden und kann von den Pflanzenwurzeln schlecht aufgenommen werden. Waldboden hingegen ist anders zusammengesetzt, er speichert Cäsium 137. Seit Jahren nehmen die Pilzpflanzen das Cäsium auf und sammeln es in ihren Fruchtkörpern an. Besonders der Süden Deutschlands ist davon betroffen. Hier gab es kurz nach dem Unfall in Tschernobyl 1986 starke Regengüsse. So konnte das Cäsium in den Boden gelangen.
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