Stichwort(e) Sojamilch | EAT SMARTER
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Stichwort(e) Sojamilch

In Rahmen eines Fitneßprogramms habe ich meinen Milchkonsum fast auf Null heruntergefahren und auf Sojamilch umgestellt, allerdings auch hier nur rund 1 - 1,5 Ltr. pro Woche.
Jetzt habe ich gelesen, dass Sojamilch den Hormonhaushalt verändern bzw. beeinflußt.
Frage daher; wie weit sind diese Aussagen wissenschaftlich belegt?

... und wenn dem so ist ... wieso ist dieser Umstand (aus meiner Sicht) so wenig bekannt?

Bin gespannt auf die Antworten ...

Themen: SojamilchHormonePhytoöstrogene

 
Was ist denn das für ein Fitnessprogramm, welches Kuhmilch verbietet? Wer an keiner Laktoseintoleranz leidet, der braucht auch nicht auf moderaten Milchkonsum zu verzichten. Zudem liefern Milch und Milchprodukte wertvolle Bakterienkulturen, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind. Verschiedenste Anhänger verschiedenster Ernährungsweisen hypen dieses oder jene Produkt, weil sie davon überzeugt sind, dass es zu "ihrer" Ernährung passt. Sogenannte wissenschaftliche Studien werden von bestimmten Leuten in Auftrag gegeben und nicht selten werden dann auch Ergebnisse, die zu ihren Gunsten ausfallen, erzielt. Insofern sind diverse Studien immer kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Vor allem sollte man sich überlegen, wem die Ergebnisse welcher Studien nutzen. Vegetarier und Veganer schwören auf ihre heiligen Sojaprodukte. Mediziner jedoch fangen an, die Wirkung genauer zu durchleuchten. Nicht für jeden Menschen in jedem Alter ist Soja geeignet. Es enthält in der Tat erhebliche Mengen an Phytoöstrogenen. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Hormonspiegel gesunder Menschen bei Einnahme durchaus verändern können. Ein Glas Sojamilch liefert so viele Hormone wie eine Anti-Baby-Pille. Langfristig können bei Frauen Unfruchtbarkeit und bei Männern ein erheblicher Rückgang des Testosteronspiegels die Folgen sein. Da fragt man (bzw. frau) sich jedoch, ob man derlei Mengen wirklich zu sich nehmen will und in seinen gesunden Hormonhaushalt derart eingreifen möchte. Wissenschaftlich (oder zumindest experimentell) belegt werden diese Aussagen schon sein. Deshalb ist es ja wie gesagt wichtig, sich vor radikalen Veränderungen bestimmter Gewohnheiten (wie z. B. der Ernährung) VORHER eingängig damit zu beschäftigen und beide Seiten auszuleuchten, um dann die Pro oder Kontra für sich selbst zu finden. In Deiner Frage wird zwar plötzlich der Konsum von Soja hinterfragt, aber nicht das sogenannte „Fitnessprogramm“, welches vorschreibt, keine Milch mehr zu sich nehmen zu dürfen. Das wurde ja auch einfach ohne es in Zweifel zu ziehen umgesetzt… Die Menschen folgen blind irgendwelchen Aussagen und Aufforderungen und bescheuerten Trends und hören komplett auf, auf sich und ihren Körper zu hören. So fremdbestimmt glauben sie dann, sich etwas Gutes zu tun. Aber auf die ureigene innere Verfassung zu vertrauen, das können sie irgendwann nicht mehr. Und am Ende weiß wirklich niemand mehr, was noch gut tut oder nicht. Und DAS finde ich persönlich bedenklich.
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Bild des Benutzers Besserehrlichessen
Hallo Ronin, zunächst einmal Glückwunsch zum Beginn eines Fitnessprogramms - und (unabhängig davon, ob dieses Programm dies vorschreibt oder nicht) zu der Entscheidung, auf Kuhmilch zu verzichten! Milch ist schon seit langem kein so wichtiges Lebensmittel mehr, wie es uns von Kindheit an Glauben gemacht wird. Alle wertvollen Bestandteile, die der Milch verschrieben werden, findest du in Nüssen, Samen, Obst, Gemüse. Die Menschen sind das einzige Säugetier, das die Muttermilch eines anderen Säugetieres trinkt. Zum Soja: Selbstverständnlich darfst du Sojaprodukte in geringen Mengen (1-1,5 l pro Woche bezeichne ich als moderat) konsumieren. Achte auf die Herkunft des Soja (gentechnikfrei). Die Pflanze Soja verfügt über Stoffe, die dem des weiblichen Östrogens ähnlich sind. Es existieren auch Studien die belegen, dass ein hoher (!) Konsum von Soja durch Männer diese mit weiblichen Merkmalen belegt. Probiere alternativ doch einmal Reismilch oder stelle Mandelmilch selbst her (was sehr einfach ist) - und hinterfrage kritisch deine Essgewohnheiten: Versuchst du vielleicht nur, bisher getrunkene Milch gegen etwas anderes auszutauschen, weil du es so gewohnt bist, es immer so war? Es funktionert das ein- oder andere Mal bestimmt auch ohne Ersatzprodukt. Alles Gute!
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