Warum ist Weißmehl ungesund? | EAT SMARTER
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Warum ist Weißmehl ungesund?

Warum ist Weißmehl so verpönt, Vollkornmehl aber nicht?

Themen: ExpertenfragenGesunde ErnährungWeißmehlVollkornglykämischer IndexLinda Marx

Bild des Benutzers Linda Marx
Weißmehl hat wenig Nährstoffe und macht nicht lange satt. Für die Herstellung von Weißmehl wird nur die Stärke im Inneren des Getreidekornes verwendet und nicht die äußeren Schichten des Kornes, in denen die Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe stecken. Dass Weißmehl kein nachhaltiger Sattmacher ist, liegt an seinem hohen glykämischen Index: Wenn man Weißbrot isst, schnellt der Insulinspiegel in die Höhe. Da die Zuckerbestandteile aus dem Weißmehl schnell verbraucht werden, sinkt der Insulinspiegel aber auch schnell wieder in den Keller, und man bekommt wieder Hunger.
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Man sollte aber auch den Zusammenhang dazu ergänzen. Ballaststoffe sind dazu da um die Aufnahme von Kohlenhydrate zu regulieren bzw. zu verlangsamen. Durch die langsamere Zufuhr schnellt der Insulinspiegel eben nicht hoch, man bekommt keine Diabetes und auch keinen Heißhunger. Im Umkehrschluss bedeutet dass: Nimmt man Getreide in seiner vollwertigen / natürlichen Form zu sich, ist es garnicht so ungesund wie immer alle sagen. Den Zusammenhang weiß aber kaum jemand. Es ist mit einem Apfel vergleichbar. Die Schale ist der Ballaststoff. Ballaststoff ist kein ominöser Stoff sondern eben dass was fest ist, man anfassen kann und der Magen Zeit zum Verarbeiten braucht. Die Vitamine und Mineralien befinden sich in der Schale. Das Fruchtfleisch ist voller Zucker bzw Kohlenhydrate. Weißmehl ist also quasi ein Mehl aus Fruchtfleisch ohne Schale.
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