Warum kommt es bei Kopfschmerzen öfter zu Sehstörungen? | EAT SMARTER
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Warum kommt es bei Kopfschmerzen öfter zu Sehstörungen?

Kurz bevor ich Kopfschmerzen bekomme, sehe ich manchmal gezackte Strukturen, die sich durch mein Gesichtsfeld bewegen. Woher kommt das?
 

Themen: ExpertenfragenMigräneSehstörungenAuraFortifikationenProf. Dr. Arne May

Bild des Benutzers Prof. Dr. Arne May
Klassischerweise sehen Betroffene verschwommen, wie durch einen Glasbaustein, oder sie leiden unter sogenannten Fortifikationen. Darunter versteht man das Auftauchen gezackter Figuren im Gesichtsfeld auftreten. Kommt es unmittelbar vor einer Migräne-Attacke zu Sehstörungen, spricht man von einer Migräne mit Aura. Die Migräne-Aura lässt sich definieren als eine Erregung des Nervensystems, die wie eine Welle über ein bestimmtes Areal der Hirnrinde läuft und die einhergeht mit einer Durchblutungsminderung im Gefolge. Der Teil der Hirnrinde, der für das Sehen zuständig ist, ist bei Migräniker viel empfindlicher als bei anderen Menschen. Bei einem Reiz von außen, einem Stoß etwa oder einem grellen Licht, wird der Cortex quasi überflutet mit Eindrücken. Diese Welle wird optisch abgebildet.
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