Was tun bei Verdacht auf Laktose- und | EAT SMARTER
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Was tun bei Verdacht auf Laktose- und

Hallo liebe EatSmarter-Community,
vor ein paar Tagen war ich wegen seit länger bestehenden Verdauungsbeschwerden beim Arzt und er sagte mir, dass ich wahrscheinlich eine Laktose- und / oder Glutenunverträglichkeit habe. Daraufhin gab er mir eine Überweisung für die Gastroenterologie. Nun habe ich dort aber erst in 8 Wochen einen Termin.
Meine Frage an euch ist jetzt, kann ich bereits im Vorfeld etwas tun, um eine Laktose- oder Glutenunverträglichkeit auszuschließen (oder auch nicht) und wenn ja, habt ihr da ein paar Tipps und Tricks parat? :)
Ich beschäftige mich relativ viel mit Ernährung, aber von sowas habe ich leider keine Ahnung...

Themen: LaktoseGlutenIntoleranz

 
Nicht immer müssen es tatsächliche Unverträglichkeiten sein. Kann auch sein, dass der Arzt es nur schnell anhand der "typischen Symptome" nach Schema F gemutmaßt hat. Verdauungsbeschwerden können so viele Ursachen haben, die nicht immer sofort eindeutig ermittelbar sind. Auch Stress oder eine Entzündung im Körper können Beschwerden verursachen. Am besten auch einmal Revue passieren lassen, wie lange die Beschwerden schon anhalten und was man in der Zwischenzeit ggf. an seinen Essgewohnheiten verändert hat - isst man zusätzliche Lebensmittel, die man früher nie aß oder lässt man welche weg und der Körper stellt sich gerade um? Manchmal reagiert der Körper auch anfangs etwas empfindlich, wenn man etwas an seiner Ernährung verändert. Es müssen nicht immer sofort irgendwelche Unverträglichkeiten sein. Bis zum Arzttermin kann man durch Ausschlussverfahren aber eine Selbstbeobachtung machen, ob die Beschwerden bleiben, sich bessern oder verschlimmern. Am besten erst ein paar Tage auf alle Milchprodukte verzichten und spüren, ob sich eine Besserung ergibt. Dann ein paar Tage auf jegliches Getreide verzichten und auch beobachten. Sollte bis dahin schon eindeutig spürbar sein, womit man mehr oder eben auch weniger Beschwerden hat, kann man eine Vermutung anstellen, die man dem Arzt dann mitteilt. Selten hat man beide Unverträglichkeiten auf einmal. Aber ich würde mich nicht unbedingt darauf versteifen, dass die erste vage Diagnose auch richtig ist.
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Hey Woman76 und natürlich auch Besserehrlichessen, ich habe nun begonnen eine Art Tagebuch zu führen, kann aber leider noch nichts feststellen, auf was ich "allergisch" reagiere, da die Beschwerden (Verstofpfungen, Blähungen) irgendwie immer auftreten. Bis jetzt habe ich mich eher einseitig ernährt (viele Nudeln, eher weniger Obst und Gemüse), was ich nun aber ändern möchte, um zu sehen, ob damit eine Besserung der Beschwerden auftritt. Ich bin leider nicht so der Typ, der sich stundenlang an den Herd stellt, um sich eine ausgewogene Mahlzeit zu kochen, zumal es sich auch alleine nicht wirklich lohnt. Aber da muss ich jetzt durch... :) Was es mit den Darmbakterien und Co auf sich hat, weiß ich durch meine Ausbildung und meinen Beruf, da ich in der Medizinbranche arbeite. ;) Deswegen weiß ich auch, dass der Arzt nach Schema F vorgeht und das ist auch der Grund, warum ich mich bis jetzt geweigert habe zum Arzt zu gehen. Ich hatte (und habe) darauf eigentlich keine Lust. Aber wenn keine Besserung in Sicht ist, lässt sich dieser Gang leider nicht vermeiden. Ich danke euch aber schon mal für eure Tipps. :)
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Hey Woman76, danke erstmal für die Antwort auf meine Frage. :) Zu deinem ersten Teil muss ich sagen, dass ich mich schon sehr lange beobachtet habe (seit Januar um genau zu sein) und ich letzte Woche erst zum Arzt gegangen bin, weil es einfach nicht besser wird. Meinst du, dass es sinnvoll wäre während meines "Selbstversuches" eines Art Tagebuch zu führen?
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Hi Schokaholic (ich hoffe, von Schokolade gibt es kein Bauchweh, denn darauf könnte ich auch nur sehr schwer verzichten ;-) ) Seit Januar ist natürlich schon sehr lange. Es macht da vielleicht wirklich Sinn, genau festzuhalten was Du isst und wann welche Beschwerden in welcher Intensität auftreten. Das hilft dem Arzt dann auch, eine Diagnose zu finden. Ich habe neulich ein interessantes Interview mit einer Biologin gesehen, die sich auf Ernährung und damit verbundene Darmbeschwerden spezialisiert hat. Und sie wurde auch gefragt, weshalb immer mehr Menschen an Unverträglichkeiten (Laktose-, Fruktose- und Glutenunverträglichkeit) leiden. Sie antwortete darauf, dass dies fast immer auf ein Ungleichgewicht der Bakterienkulturen im Darm zurückzuführen ist. Unverträglichkeiten müssen also auch nicht ein Leben lang bestehen bleiben. Wenn die Darmflora sich entsprechend wieder erholt und normalisiert hat, könnten die meisten Menschen auch wieder normal und moderat die Dinge essen, auf die sie empfindlich reagiert haben. Wenn die guten Darmbakterien durcheinander geraten sind, dann ist der Darm mit irgendetwas permanent überfordert. Und das müsse man versuchen, wieder ins Lot zu bringen. Sie sagte, dass man mit speziellen Präparaten aus der Apotheke z. B. Probiotika zusätzlich zuführen kann, um den Bakterienbestand im Darm zu erhöhen. Aber bevor man da mit Experimenten loslegt, sollte man das in jedem Falle mit einem Arzt besprechen. Insofern würde ich bis dahin einfach genau alles notieren und sich selbst beobachten. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es bald abgeklärt werden kann. Viel Erfolg!
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Bild des Benutzers Besserehrlichessen
Ich stimme Woman76 zu. Allerdings würde ich nicht bis zum Termin beim Gastroenterologen warten. Außerdem solltest du dir nicht sehr große Hoffnungen machen, dass er deinen Beschwerden auf den Grund gehen wird. Er wird in der ihn gelehrten Weise der Schulmedizin an das Thema herangehen, was zum Ausschluss ernsthafter behandlungsbedürftiger Erkrankungen selbstverständlich auch korrekt ist. Wenn aber Darmspiegelung und Probeentnahmen unauffällig waren, deine Beschwerden fortbestehen, und aus schulmedizinischer Sicht keine Ursache für deine Symptome gesehen werden, wirst du mit einem Gastroenterologen nicht mehr weit kommen. Du solltest vorher schon beginnen, dir zu helfen. Wie äußern sich deine Verdauuungsbeschwerden? Hast du Durchfälle oder Verstopfung? Wenn ja, in welcher Ausprägung? Hast du Schmerzen? Wovon ernährst du dich hauptsächlich? Dies zu wissen ist wichtig, um die einen wirklich hilfreichen Rat geben zu können. Der Darm ist das Zentrum deiner körperlichen Gesundheit und deshalb ist es enorm wichtig, ihn wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Liebe Grüße
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