Was tun, wenn Stress den Magen belastet? | EAT SMARTER
3
1
1

Was tun, wenn Stress den Magen belastet?

Ich habe ein wortwörtlich übles Problem: In jeder erdenklichen Stresssituation wird mir schlecht. Ob es um das Gespräch mit dem neuen Chef geht, einen Streit mit meinem Freund oder ein Punktspiel beim Tennis. Auch bei großer körperlicher Belastung streikt mein Magen. Oft muss ich dann so schnell es geht auf die Toilette, weil ich Durchfall bekomme. Einmal habe ich mich sogar schon übergeben, weil ich im Job so gestresst war. Woher kommt das und was kann ich ganz konkret dagegen tun?

 

Themen: StressMagenDurchfallÜbelkeitErbrechenTennisWettkampf

Bild des Benutzers Expertenteam
Du bist nicht alleine mit diesem Phänomen! Was viele Menschen nicht wissen: Neben psychischen Faktoren können auch sportliche Belastungen den Verdauungstrakt stressen. Im Allgemeinen treten solche Beschwerden zwar häufiger bei untrainierten Personen auf, doch auch Spitzensportler leiden unter Magen- und Darmproblemen. Zum Glück gibt es bei diesem Phänomen ganz konkrete Tipps, die dir helfen können: Meide zunächst einmal alle fett- und ballaststoffreichen Speisen vor den Stresssituationen. Stattdessen gehören leichtverdauliche Kohlenhydrate auf deinen Teller, etwa Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich reife Bananen oder fettarmer Joghurt mit Früchten. Achtung: Du solltest nicht direkt nach dem Essen trainieren. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Sport müssen zwei bis drei Stunden Zeit liegen. Auch in Bezug auf Getränke kannst du vorsorgen: Kaffee und Alkohol reizen den Magen unnötig, Kamillentee oder stilles Wasser hingegen verschaffen Linderung. Lauwarm tut das Getränk dem Magen besonders gut. Grundsätzlich gilt: Je größer das Flüssigkeitsdefizit im Körper, desto heftiger sind in der Regel die Magen- und Darmprobleme. Beim Sport ist es sehr wichtig, schon vor dem Training oder Wettkampf zu trinken, damit im entscheidenden Moment die Flüssigkeitsspeicher aufgefüllt sind. Soweit dein Sport es zulässt, kannst du während der Belastung alle 15 bis 30 Minuten Kohlenhydrate zu dir nehmen. Dazu eignet sich zum Beispiel eine Apfelschorle im Mischungsverhältnis 1:3 (mehr Wasser). Tabu sind deshalb unverdünnte Fruchtsäfte, Cola oder Limonaden. Nach dem Stress ist allerdings vor dem Stress: Wenn die ganze Aufregung vorbei ist, solltest du nicht sofort zu Fast Food und Co. greifen. Der Magen freut sich vielmehr über maßvolles essen und trinken – am besten Leichtverdauliches. Denn der Verdauungstrakt ist mit der überstandenen Stresssituation noch nicht entspannt, sondern nach wie vor gereizt.
51 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich.
Fanden Sie diese Antwort hilfreich?
Schreiben Sie eine Antwort
Fragen-Suche nach Schlagwort

Oder schauen Sie, was andere User bisher gefragt und geantwortet haben