Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 9 | EAT SMARTER
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Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 9Durchschnittliche Bewertung: 4.51519

Serie

Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 9

Ernährungsmythen gibt es viele. © monticellllo - Fotolia.com Ernährungsmythen gibt es viele. © monticellllo - Fotolia.com

Stimmt es, dass frisches Gemüse besser ist als tiefgefrorenes? Und sind Karotten wirklich gut für die Augen? EAT SMARTER ist auf Spurensuche gegangen und hat bei Wissenschaftlern und Experten nachgefragt. Die Antworten gibt es in Teil 9 unserer Ernährungsmythen-Serie.

Gesundheits- und Ernährungsmythen gibt es viele. Doch welche stimmen wirklich? In unserer Mythen-Serie stellen wir Ihnen 100 spannende Thesen vor und klären darüber auf, ob sie richtig oder falsch sind...

41. Frisches Gemüse ist besser als tiefgefrorenes

FALSCH! Sie glauben, frisches Gemüse enthält viel mehr Vitamine als tiefgekühltes und ist wesentlich gesünder? Von wegen! Hamburger Wissenschaftler haben den Vitamin-C-Gehalt von frischem, tiefgefrorenem und in Gläsern und Dosen gelagertem Gemüse verglichen und herausgefunden: Tiefgekühltes Gemüse enthält mehr Vitamin C als frische Ware vom Gemüsehändler. Denn durch das sofortige Blanchieren und Schockfrosten werden die Vitamine umgehend konserviert. Bei frischem Gemüse hingegen geht durch Transport und Lagerung viel Vitamin C verloren.

42. Birnen und Äpfel niemals zusammen lagern

RICHTIG! Das in Äpfeln enthaltene Ethylen beschleunigt den Reifeprozess der Birnen und lässt sie schlecht werden. Deshalb sollten Äpfel und Birnen besser nicht zusammen gelagert werden.

43. Karotten sind gut für die Augen

RICHTIG! Karotten enthalten viel Betacarotin, das die Hornhaut schützt und das Sehen im Dunkeln ermöglicht. Allerdings gibt es andere Gemüsesorten, die die Augen noch weitaus besser schützen. So sind unter anderem Grünkohl und Brokkoli besonders gut für die Augen: Die darin enthaltenen gelben Farbstoff Lutein und Zeaxanthin können helfen, einer altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) vorzubeugen, die viele Menschen im Alter erblinden lässt. Auch Spinat gehört zu den luteinreichsten Gemüsen. Rund 100 bis 150 Gramm Grünkohl, Spinat oder Brokkoli enthalten bis zu 10 Milligramm Lutein. Zum Vergleich: Um das gleiche Ergebnis mit Möhren zu erzielen, müsste man mehr als ein Kilogramm Karotten pro Tag essen.

44. Verschluckte Obstkerne reizen den Blinddarm

RICHTIG! Es kommt vor, dass Blinddarmentzündungen durch Apfel- oder Apfelsinenkerne ausgelöst werden, die sich im Appendix festgesetzt haben. Doch keine Sorge: Dies ist nur äußerst selten der Fall.

45. Sportlernahrung ist überflüssig

RICHTIG! Wer glaubt, durch spezielle Sportlernahrung seine Leistung zu steigern, wird enttäuscht. Die meisten Informationen, die die Hersteller von Sportlernahrung auf ihren Internetseiten veröffentlichen, sind wissenschaftlich nicht gesichert. Die Hälfte der Hersteller stellt keine Beweise für ihre Versprechen bereit. Und wenn sie doch angebliche Beweise anführen, sind diese, wissenschaftlich gesehen, meist schlecht, betonen Experten. So ist es für die Verbraucher praktisch unmöglich, sich über die Vor- und Nachteile von Sportlernahrung zu informieren. Also: Essen Sie lieber ausgewogen, trinken Sie Wasser und trainieren Sie regelmäßig. Spezielle Sportlernahrung ist dann überflüssig.

 

Weitere Mythen gibt es hier:

100 Ernährungsmythen – Teil 1

100 Ernährungsmythen – Teil 2

100 Ernährungsmythen – Teil 3

100 Ernährungsmythen – Teil 4

100 Ernährungsmythen – Teil 5

100 Ernährungsmythen – Teil 6

100 Ernährungsmythen – Teil 7

100 Ernährungsmythen – Teil 8

100 Ernährungsmythen – Teil 9

100 Ernährungsmythen – Teil 10

100 Ernährungsmythen – Teil 11

100 Ernährungsmythen – Teil 12

100 Ernährungsmythen – Teil 13

100 Ernährungsmythen – Teil 14

100 Ernährungsmythen – Teil 15

100 Ernährungsmythen – Teil 16

100 Ernährungsmythen – Teil 17

100 Ernährungsmythen – Teil 18

100 Ernährungsmythen – Teil 19

100 Ernährungsmythen – Teil 20

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Punkt 42 gilt für Citrusfrüchte generell (keine Äpfel neben Bananen etc)