Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 6 | EAT SMARTER
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Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 6Durchschnittliche Bewertung: 4.81515

Serie

Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 6

Ernährungsmythen gibt es viele. © BlueSkyImages - Fotolia.com Ernährungsmythen gibt es viele. © BlueSkyImages - Fotolia.com

Nimmt man mithilfe von Light-Produkten ab? Und ist Schokolade wirklich prinzipiell ungesund? EAT SMARTER ist auf Spurensuche gegangen und hat bei Wissenschaftlern und Experten nachgefragt. Die Antworten gibt es in Teil 6 unserer Ernährungsmythen-Serie.

Gesundheits- und Ernährungsmythen gibt es viele. Doch welche stimmen wirklich? In unserer Mythen-Serie stellen wir Ihnen 100 spannende Thesen vor und klären darüber auf, ob sie richtig oder falsch sind...

26. Fructose ist gesünder als normaler Zucker

FALSCH! Fruchtzucker (Fructose) hat zwar ein gesundes Image, da er unter anderem in Obst enthalten ist, beinhaltet aber genauso viele Kalorien wie herkömmlicher Zucker. Es ist also Vorsicht geboten. Zumal immer mehr Produkte mit Fruchtzucker gesüßt werden. Doch selbst gesunde Menschen vertragen nur eine bestimmte Menge an Fructose. Nimmt man zu viel zu sich, kann dies Übelkeit und Durchfall verursachen. Auf die tägliche Portion Obst sollte man dennoch nicht verzichten.

27. Mit Light-Produkten nimmt man ab

FALSCH! Entgegen aller Erwartungen: Light-Produkte machen nicht grundsätzlich schlank. Viele Menschen erliegen nämlich der Versuchung, größere Portionen zu essen, was sich auf der Waage letztlich negativ bemerkbar macht. Zudem enthalten viele Light-Lebensmittel zwar weniger Fett, dafür aber mehr Zucker.

28. Schokolade ist prinzipiell ungesund

FALSCH! Prof. Dr. Sabine Ellinger, Ernährungswissenschaftlerin an der Hochschule Niederrhein: „Vor 15 Jahren begannen Forscher, die Wirkungsweise von Kakaoprodukten zu untersuchen. Ihre Vermutung: Substanzen des Kakaos haben eine positive Wirkung auf Blutdruck und -gefäße. So traten bei Indianern, die Kakao anbauten und häufig verzehrten, keine kardiovaskulären Erkrankungen auf. Studien haben gezeigt: Vor allem in dunkler Schokolade enthaltene Polyphenole haben eine blutdrucksenkende Wirkung und können Gefäße erweitern. Bei Menschen mit leichtem Bluthochdruck kann der Verzehr von Kakao tatsächlich einen positiven Effekt haben. Mehr als vier Stücke dunkle Schokolade pro Tag sollte man aufgrund des Energiegehalts aber nicht essen.“

29. Das Kochen von Gemüse zerstört Nährstoffe

RICHTIG! Beim Kochen gehen wertvolle Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine verloren. Besonders betroffen ist Vitamin C. Deshalb gilt: Je weniger Wasser Sie bei der Zubereitung verwenden, desto weniger Vitamine und Mineralstoffe werden zerstört. Brokkoli und Blumenkohl sollten Sie dämpfen, anstatt das Gemüse in siedendes Wasser zu geben. Möhren hingegen dürfen Sie auch ohne schlechtes Gewissen kochen, da sich das darin enthaltene gesunde Betacarotin auf diesem Weg aus den Pflanzenzellen löst.

30. Olivenöl schützt vor Herzinfarkt

RICHTIG! Olivenöl ist gesund. Vor allem in Kombination mit einer mediterranen Ernährung. Das hat eine europäische Studie mit 7500 Spaniern ergeben. Die Probanden, die sich mediterran ernährten – mit Olivenöl oder Nüssen sowie viel Obst, Gemüse und Fisch – hatten ein um 30 Prozent geringeres Risiko, Herz-Kreislauf-Probleme zu entwickeln als die Teilnehmer der Vergleichsgruppe, die sich fettarm ernährten.

 

Weitere Mythen gibt es hier:

100 Ernährungsmythen – Teil 1

100 Ernährungsmythen – Teil 2

100 Ernährungsmythen – Teil 3

100 Ernährungsmythen – Teil 4

100 Ernährungsmythen – Teil 5

100 Ernährungsmythen – Teil 6

100 Ernährungsmythen – Teil 7

100 Ernährungsmythen – Teil 8

100 Ernährungsmythen – Teil 9

100 Ernährungsmythen – Teil 10

100 Ernährungsmythen – Teil 11

100 Ernährungsmythen – Teil 12

100 Ernährungsmythen – Teil 13

100 Ernährungsmythen – Teil 14

100 Ernährungsmythen – Teil 15

100 Ernährungsmythen – Teil 16

100 Ernährungsmythen – Teil 17

100 Ernährungsmythen – Teil 18

100 Ernährungsmythen – Teil 19

100 Ernährungsmythen – Teil 20

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Olivenöl schützt vor Herzinfarkt. Die angegebene Studie ist absolut unbrauchbar und kann nicht als Quelle gebraucht werden. Zudem geht es hier um relative Wahrscheinlichkeiten. Absolut liegt nach den Studienangaben, "die tatsächliche Verringerung des Risikos bei irrelevanten 0,68% bis 1,88%, die sich statistisch kaum absichern lassen". Vgl.: www.euleev.de Ernährungsunsinn des Monats Februar 2014 - Mediterrane Märchen bzw. http://euleev.de/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrungsunsinn-des-monats/440-ernaehrungsunsinn-des-monats-februar-2014-mediterrane-maerchen
 
gut, kurz, informativ
 
Beim Kochen von Gemüse werden vor allem Enzyme zerstört sogar einige, die der Organismus unbedingt benötigt. Es ist also besser, wenn man rohessbares Gemüse roh ißt oder nur blanchiert.