Hustenmittel selber machen | EAT SMARTER
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Hustenmittel selber machen

Schon Oma wusste: Im Vorratsschrank finden sich allerlei Helferlein gegen akuten Husten! Die wirkungsvollsten haben wir für Sie zusammengestellt.

Kartoffeln, Thymian, Salbei und Zwiebeln auf Weiß gut gegen Husten

Röchel, krächz, keuch: Im Herbst und Winter sind wir von hustenden Mitmenschen umgeben. Schneller als es uns lieb ist, werden auch wir von Husten geplagt, der im Hals kratzt und uns am Einschlafen hindert.

An sich ist der lästige Husten ein Selbstschutzmechanismus des Körpers, der Krankheitserreger aus den Atemwegen hinaus befördert. Ihn zu unterbinden, ist also nur bedingt sinnvoll; Hausmittel können es dem Organismus aber erleichtern, mit dem Husten umzugehen. 

Husten: Diese Tricks kannte schon Oma

1) Zwiebelsaft

Eines vorweg: Die meisten Menschen bekommen Zwiebelsaft nur mit zugehaltener Nase hinunter. Ihn einzunehmen, lohnt sich aber. Denn in der Zwiebel sind unter anderem ätherisches Öl und Flavonoide enthalten, die in Kombination keimabtötend wirken und die Bronchien beruhigen. Vor dem Zubettgehen eingenommen, lindert Zwiebelsaft den Hustenreiz.

Für Zwiebelsaft benötigen Sie eine große Zwiebel und eine Handvoll Kandiszucker. Zwiebel in Würfel schneiden und mit dem Kandis in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken und aufkochen. Das ganze ein wenig stehen lassen und durch ein Sieb in ein sauberes Behältnis gießen. Vor dem Schlafengehen zwei Esslöffel Zwiebelsaft einnehmen. 

2) Inhalieren mit Salbeiblättern

Das Einatmen von warmem Wasserdampf löst den Schleim in den Bronchien und lässt den Husten schneller abklingen. 

Hustengeplagte Atemwege werden zusätzlich beruhigt, indem man einige Blätter Salbei in das Inhalierwasser gibt. Denn Salbei wirkt entzündungshemmend und kann so die wohltuende Wirkung der Inhalation noch verstärken. 

Wer keinen Inhalator hat, kann die Salbeiblätter einfach in einer Schüssel mit heißem Wasser überbrühen und mit einem Handtuch über Kopf und Schüssel inhalieren. Aber Vorsicht: Verbrühungsgefahr! 

3) Thymiantee

Schon in der Antike wurde Thymian zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die ätherischen Öle, die Thymian seinen charakteristischen Duft verleihen, helfen dabei, fest sitzenden Schleim in den Atemwegen zu lösen. Ein weiterer hilfreicher Effekt: Sie wirken antibakteriell. 

Überbrühen Sie einige Zweige frischen Thymian mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee circa sieben Minuten ziehen, bevor Sie die Zweige entfernen. Thymiantee schmeckt recht bitter; wer diesen Geschmack nicht mag, kann ihn mit Honig abmildern. 

Trinken Sie bei akutem Husten zwei bis drei Tassen Thymiantee über den Tag verteilt. 

4) Kartoffelwickel

Schon unsere Oma legte ihren Kindern und Enkeln bei Husten gerne warme, zerstoßene Kartoffeln auf die Brust. Für einen Kartoffelwickel kochen Sie einige Kartoffeln in Wasser (die Schale kann dran bleiben), zerstoßen Sie diese grob und geben Sie in ein Küchentuch. Sobald die Kartoffelmasse so weit abgekühlt ist, dass man sich nicht mehr verbrennt, auf die Brust legen.

Die feuchte Wärme, so versicherte uns die Oma, solle helfen, den Husten "herauszuziehen". Ob es wirklich hilft? Medizinisch bewiesen ist der Effekt von Kartoffelwickeln nicht. Aber vielen Menschen helfen sie bei hartnäckigem Husten sehr gut.

Daher halten wir es mit dem alten Ärztespruch: "Wer heilt, hat Recht" – in diesem Fall die Großmutter mit ihren Hausmitteln. 

Achtung! Bei diesen Symptomen lieber zum Arzt gehen:

  • Wenn der Husten mehrere Wochen anhält
  • Wenn der Husten trocken ist und länger anhält
  • Wenn zum Husten Fieber kommt, das länger als drei Tage anhält

(lin)

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Das Beste Mittel gegen lästigen Hustenreiz fehlt aber. Eine Zitrone in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und 10 Minuten köcheln/ziehen lassen. Sobald sie etwas abgekühlt ist, aufschneiden und ausspressen. Den warmen Zitronensaft (mit oder ohne Fruchtfleisch) in ein Schraubglas füllen, die gleiche Menge Honig und 2-3 EL Glycerin (Apotheke) gut unterrühren. Im Kühlschrank lagern und bei Bedarf 1-2 TL einnehmen. Meinen Kindern (nicht unter 12 Monaten wegen des Honigs) hat das immer besser geholfen als diese chemischen Hustenblocker, die manche Kinderärzte einem unbedingt einreden wollen.