Laktoseintoleranz Symptome erkennen | EAT SMARTER
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Die wichtigsten Fragen

Laktoseintoleranz Symptome erkennen

EAT SMARTER nennt die typischen Laktoseintoleranz-Symptome. EAT SMARTER nennt die typischen Laktoseintoleranz-Symptome.

Was gibt es Schöneres im Frühsommer als ein Stück Erdbeertorte mit einem ordentlichen Klacks Sahne obendrauf? Viele müssen für diese frühsommerlichen Genüsse allerdings bitter büßen, weil sie keinen Milchzucker (Laktose) vertragen. Sie leiden an einer Laktoseintoleranz. EAT SMARTER erklärt, was dahinter steckt und verrät die typischen Laktoseintoleranz Symptome.

Wenn sie Milchprodukte essen, müssen manche Menschen einen hohen Preis dafür zahlen. Denn genau diese Lebensmittel verursachen bei ihnen Bauchweh, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall und Übelkeit - typische Laktoseintoleranz Symptome. Menschen, die an einer Laktoseintoleranz leiden, können keinen Milchzucker, keine Laktose, vertragen. Und das ist öfter der Fall als gedacht.

Laktoseintoleranz Symptome sind weit verbreitet

In Mitteleuropa leidet mittlerweile jeder 5. bis 10. Mensch an einer Laktoseintoleranz und an den typischen Laktose Symptomen. Um Milchzucker zu verdauen, benötigt der Körper ein spezielles Enzym – die Laktase. Dieses in der Dünndarmschleimhaut angesiedelte Verdauungsenzym spaltet die Laktose in ihre beiden Einzelbausteine Glukose und Galaktose. Wenn Laktase fehlt oder nur noch auf Sparflamme arbeitet, rebelliert das Verdauungssystem, sobald es mit Milchzucker in Kontakt kommt. Und dann gehen die Laktoseintoleranz Symptome los. Je mehr das milchzuckerabbauende Enzym schwächelt, umso heftiger machen sich die Laktoseintoleranz Symptome bemerkbar. Asiaten besitzen das Enzym Laktase übrigens häufig von Geburt an nicht – daher finden sich auf deren Speisezetteln auch so gut wie keine Milchprodukte, dafür aber umso mehr Lebensmittel auf Sojabasis.

Laktoseunverträglichkeit: verschiedene Ursachen – gleiche Wirkung

In unseren Breiten stellt sich der Enzymmangel meistens bereits beim Baby nach dem Abstillen ein und verfestigt sich mehr und mehr mit zunehmendem Alter (= primärer Laktasemangel). Wer an dieser Form leidet, muss dauerhaft seinen Speiseplan auf die Milchzuckerunverträglichkeit abstimmen. Manchmal ist die Enzymschwäche auch eine unliebsame Begleiterscheinung chronischer Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie (= sekundärer Laktasemangel). In diesen Fällen bildet der Darm wieder ausreichend Laktase, sobald die Grunderkrankung abgeheilt ist, und die Betroffenen können sich dann problemlos wieder Milch, Joghurt, Käse & Co. schmecken lassen.

Laktose und Laktoseintoleranz Symptome: Nicht nur die Menge macht's

Wenn Sie an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden, heißt das noch lange nicht, dass Sie konsequent auf alle Milchprodukte verzichten müssen. Je nach Schweregrad dürfen Sie durchaus kleinere Mengen Laktose zu sich nehmen, denn bei den meisten Betroffenen treten Beschwerden erst auf, wenn die tägliche Laktosemenge 10 Gramm überschreitet. Als Anhaltspunkt: Ein Glas Milch (200 ml) enthält rund 10 Gramm Milchzucker, 100 g Magerquark zirka 4 Gramm und in einem Joghurt (150 g) stecken zwischen 6-8 Gramm. Eine Liste zum Laktosegehalt von Milchprodukten finden Sie hier. Auch wenn Sauermilchprodukte wie Kefir, Dickmilch und Joghurt recht viel Laktose enthalten, verursachen sie meist weniger Verdauungsprobleme als Milch und Sahne. Denn die mitgelieferten Milchsäurebakterien fördern nicht nur eine gesunde Darmflora, sondern bauen gleichzeitig auch Laktose ab. Käse (speziell Hartkäse) verursacht ebenfalls kaum Probleme, da bei der Käseherstellung ein großer Teil des Milchzuckers abgebaut wird.

Laktoseintoleranz Symptome: Einfache Tests bringen Klarheit

Ob sich der Milchzucker als Ihr persönlicher Bösewicht auf dem Teller entpuppt, spüren Sie meistens bereits im Selbstversuch, da der Darm dann jede kulinarische Sünde recht prompt mit Beschwerden „beantwortet“ – meist innerhalb eines Zeitraums von 30 Minuten bis zu vier Stunden nach dem „Fehlgriff“. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich Ihren Verdacht beim Arzt anhand eines einfachen Atem- oder Bluttests bestätigen lassen.

Laktoseintoleranz Symptome: Knackpunkt Kalzium

Milchprodukte sind unser wichtigster Kalziumlieferant. Der Mineralstoff sorgt zusammen mit Vitamin D für stabile Zähne und Knochen und schützt dadurch vor Knochenschwund (Osteoporose). Wer keine Milchprodukte verträgt, braucht gute Alternativen. Dazu zählen beispielsweise kalziumreiches Mineralwasser (> 300 mg Kalzium/Liter), Gemüse, Nüsse und mit Kalzium und weiteren typischen „Milchvitaminen“ angereicherte Sojaprodukte (Vitamin D, einige B-Vitamine).

Bitte nicht verwechseln: Milcheiweißallergie

Während bei einer Laktoseintoleranz der Darm empfindlich auf Milchzucker reagiert, schießt bei einer klassischen Milcheiweißallergie das Immunsystem quer, sobald es in Kontakt mit Proteinen aus Milchprodukten kommt. Dahinter steckt eine klassische allergische Reaktion, bei der die Körperabwehr auf den Kontakt mit eigentlich harmlosen Substanzen die Alarmglocken aktiviert. Die körperlichen Reaktionen darauf können mitunter sehr heftig ausfallen – Herz-Kreislauf- und Atembeschwerden bis hin zum lebensbedrohlichen allergischen Schock. Eine Milcheiweißallergie gehört daher unbedingt in die Hände eines erfahrenen Allergologen! Übrigens: Wer durch die Laktoseintoleranz Symptome geärgert wird, muss auf Genuss nicht verzichten. EAT SMARTER hat mehr als 500 laktosefreie Rezepte entwickelt. Tipp: Mehr zum Thema lesen Sie auch in unserem großen Laktoseintoleranz-Special.

Laktosefreie Rezepte

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Liebe Unwissende, sorry, so muss ich die nennen, die Laktoseintoleranz für eine Modekrankheit halten oder ähnliches. Zunächst: ich bin nicht betroffen. Glaube ich jedenfalls. Es ist nicht mein Ding, den Lehrmeister spielen zu wollen, daher bitte ich diese Info als Hilfe für späteres Auftreten einer Modekrankheit zu berücksichtigen: Laktoseintoleranz ist der Normalfall, wer Milchzucker aufspalten kann, ist etwas besonderes, denn bei dem hat es die Evolution entgegen aller sonstigen bekannten Entwicklungen geschafft, sich innerhalb weniger tausend Jahre umzustellen. Vor weniger als 10.000 Jahren konnten Menschen Tiermilch nicht vertragen, lediglich Kinder vertrugen Muttermilch, was auch heute noch so ist. Durch die Zwangsverabreichung (Babyfutter für Kinder karrierebewusster Frauen oder solche, die aus anderen Gründen nicht stillen wie z.B. alleinerziehende Männer) von Tiermilch aus manchmal aber auch praktischen Gründen (eine heiße Schokolade im Winter, der Bananenshake im Sommer, das Schoko-Eis auf Milchbasis, das "gesunde aus der Milch" (die Schokofirma mit dem zweifarbigen Namen, die selbst intravenös verabreichtes Gift als gesund anpreist und damit durchkommt)) - die Werbung macht's. Nicht die Milch. Vor der Werbung war's die Unwissenheit. Man stirbt ja nicht dran...
 
Auch ich habe ein Laktoseintoleranz, die ich selbst erst jetzt erkannt habe. Nach jeder ALtter Macchiato und Cappuccino ging es mir schlecht. Bauchgrummeln, extreme Darmgeräusche, Bauchschmerzen, Unwohlsein,Durchfall; nud das über Jahre. Ich habe mich schon auf eine ernsthafte Krnakheit vorbereitet. Nun habe ich den Test gemacht, keine Milchprodukte mehr mehrere Tage. Es ging mir fatastisch. Dann heute wieder 2 große Gläser Milch und ich habe wieder richtige Probleme. Ich bin froh, das es nichts schlimmes ist - und dass ich nun Beschied weiß, wie ich mich in Zukunft zu verhalten habe. Ich bin froh das Rausgefunden zu haben. Habe viel im Internet recheriert und weiß auch, das manche Menschen eine Laktoseintoleranz haben, eine japanische Freundin sogar seit Geburt an, das ist der Normalfall. Aber bei uns ist es eben nicht der Normalfall, weil die Ackerbauen im Lauf der Jahrtausende eine Laktosetoleranz entwickelten. So bin ich eben eher von den Wildbeutern abstammend! Auch nicht schlecht. Andere Freunde von mir, ebenfalls so um die 50 Jahre vertragen Milch im Überfluss. So ist es nun mal, nur man muss es erst mal realisieren,das man betroffen ist. Ich finde es super das im Internet so viel zu finden ist über diese Thema. Manche Ärzte tappen eben auch viel im Dunkeln und da ist der eigene Forschergeist gefragt. Es ist schon klasse, das man mit Hilfe des Netzes eben auch selbst viel rausfinden kann. Ich halte die Leute eben nicht für doof wie "Jörg", der Lehrmeister....
 
Liebe Katja aus Berlin, ich leide seit 15 Jahren "offiziel" unter Laktoseintoleranz (davor gute 10 Jahre gelitten, ohne zu wissen was mit mir los ist) und die ganze Palette von Beschwerden mitgemacht habe (abgesehen von den unzähligen Besuchen bei Ärzten und Verdacht auf eine Krebserkrankung).Ich persönlich bin sehr glücklich, dass über diese, Deiner Meinung nach "Modekrankheit" endlich gesprochen wird und das die Betroffenen endlich wieder ihr Leben mehr oder weniger geniessen können. Ich fand Dein Kommentar unverschämt und unprofessionell. In meinem näheren Umfeld gab es auch Jemanden (wahrscheinlich wie Du), bei dem ich mich geschämt habe, wenn ich sagen musste, dass "es nicht essen darf/kann". Diesen Kontakt pflege ich nicht mehr. Trotzdem wünsche ich Dir nicht, dass Du mal das ganze mitmachst, was ich bereits hinter mir habe.
 
Zum Soja: Asiaten essen traditionell fermentierte Sojaprodukte wie Sojasauce, nicht das was hier im Reformhaus und neuerdings in jeden Markt als Ersatz für Wurst, Fleisch und Milch präsentiert wird. Einige Stimmen warnen sogar vor Soja, das der Allgemeinheit so untergejubelt wird. Es ist keine Linse oder Bohne die die Menschheit seit tausenden Jahren züchtet, anbaut und verzehrt. Soja ist übrigens ein Futter in der Tiermast, wahrscheinlich nur der industriellen. Ich ess lieber grüne Bohnen statt Sojamilch zu trinken...
 
Überall hört man nur noch von Laktoseintoleranz hier, Laktoseintoleranz da. Täglich werden es mehr, die "intolerant" sind und sich von laktosefreien Lebensmitteln, die ohnehin völlig überteuert sind, ernähren. Vor drei Jahren kannte man das Wort noch nicht mal und heute "leidet" ja quasi jeder Zweite daran. Mag sein, dass es tatsächlich den ein oder Anderen gibt, den diese Unverträglichkeit wirklich belastet. Bei den abrupt steigenden Zahlen allerdings, liegt die Vermutung auf eine pseudo-leidenden Gesellschaft jedoch sehr nah. Heutzutage wird sich ja fast schon mit dem Satz "Tut mir Leid, das kann ich nicht essen, ich bin Laktoseintolerant" gebrüstet. Und warum? Weil man das Gefühl hat, mit der vermeintlichen Intoleranz sei man etwas Besonderes und hebt sich aus der grauen Masse heraus. Laktoseintoleranz - gibt es, einige Menschen leiden tatsächlich darunter. Aber längst nicht so viele, wie es scheint. Da wird dann vorschnell geurteilt, weil man mal Magenprobleme hatte und zufällig ein Milchprodukt zu sich genommen hat und schon hängen die Mundwinkel übertreieben nach unten, während man sich zu den Betroffenen der neuen Modekrankheit "Laktoseintoleranz" zählen darf.

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