Welche Vorteile Arthrose-Patienten durch Fleischverzicht haben | EAT SMARTER
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Weniger Fleisch, weniger Entzündungen

Welche Vorteile Arthrose-Patienten durch Fleischverzicht haben

Unser Hunger auf Fleisch ist groß: Jährlich essen die Deutschen 60 bis 80 Kilo pro Kopf. Dabei würde die Hälfte für eine gesunde Ernährung absolut ausreichen. Für Arthrose-Patienten wird sich der Fleischverzicht auf jeden Fall auszahlen, wie Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga sagt. Denn gerade im Fleisch stecken viele entzündungsfördernde Stoffe. Die Alternative: die häufig gelobte mediterrane Kost.

Was ist Arthrose?
Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen in Deutschland. Die Knorpelschicht in den Gelenken nutzt mit der Zeit ab. Nach Angaben der Deutschen Rheuma-Liga leidet jeder, der das 40. Lebensjahr überschritten hat, an Arthrose. In der Regel bleiben die Schmerzen unbemerkt, manchmal aber nehmen sie zu. Das macht sich dann in der Wirbelsäule, den Hüft-, Knie-, Hand-, oder Fußgelenken bemerkbar. In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an Gelenkschmerzen.
Diesen Schmerzen kann man auch durch die richtige Ernährung entgegen wirken. „Der Genuss von tierischen Fetten in Fleisch- und Wurstwaren sollte deutlich eingeschränkt werden“, sagt Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rhema-Liga. Der Grund: Im Fleisch steckt der Botenstoff Arachidonsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren gelten in der Regel zwar als gesund, doch diese Säure fungiert im Körper eher als Botenstoff, der die Entstehung von Entzündungen begünstigt. Die Säure steckt nicht nur in rotem Fleisch und Wurst, sie ist auch in fetter Milch, Käse, Butter und Eiern enthalten. Ernährungsplan umstellen: Mehr Lachs, weniger rotes Fleisch
Doch die Arachidonsäure hat auch einen Gegenspieler: Die Eicosapentaensäure wird vom Körper in entzündungshemmende Stoffe umgewandelt. Diese Säure ist vor allem in Lachs, Heringen und Pflanzenölen enthalten. Die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga empfiehlt daher Arthrose-Patienten, verstärkt auf Meeresfische zu setzen. Fisch sollte dabei mit Obst, Gemüse, Lein- oder Olivenöl ergänzt werden. Von einseitigen Diäten rät Gromnica-Ihle ab. Sie führten dazu, dass dem Körper wesentliche Nährstoffe vorenthalten werden und er so noch anfälliger werde.
Neben fehlender Bewegung kann auch Übergewicht häufig ein Auslöser für die Krankheit sein. Ernährt man sich dann weiterhin fettreich, können die Beschwerden noch verstärkt werden. Um möglichen Schmerzen vorzubeugen, empfiehlt die Deutsche Rheuma-Liga jedem Menschen, sich gesund zu ernähren und eine regelmäßige und Gelenk schonende Bewegung. (dapd/wil)

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warum redet hier keiner über den Hochgezüchteten Weizen??? Schon mal Weizenwampe gelesen`? Oder Dumm wie Brot? Warum die Nudel dumm macht? Das Schweinefleisch ungesund ist, pfeifen ja nun doch endlich die Spatzen vom Dach. Kuhmilch dazu plädiere ich auch.... kann man lassen. Siehe das buch" Milch besser nicht". Die Dosis macht das etwas ein Gift ist! Aber Fleisch von vorherein zu verteufeln ist auch falsch!
 
Zwei wunderbare Bücher zum Thema: Dr. T. Colin Powell: "Die China Study" und Maria Rollinger: "Milch besser nicht". Wenn man allein diese beiden Bücher gelesen hat, versteht man, warum ein Großteil der Weltbevölkerung an Autoimmunkrankheiten leidet, zu denen eben die erwähnte Arthrose gehört wie auch Diabetes Typ I, Multiple Sklerose, Asthma etc. Sobald man tierisches Eiweiß (dazu gehören auch Fisch und Milchprodukte) verzehrt, schaufelt man sich sein eigenes Grab. Es kommt nicht auf den einen Eisbecher an, den man 1 Mal im Sommer pro Jahr isst, sondern auf das, was man jeden Tag in seinen Körper hineinlässt. Und dafür trägt jeder selbst die Verantwortung. Ich verweise u. a. auch auf die Vorträge von Dr. Walther Veith; diese sind auf dem allseits bekannten Videoportal zu finden. Ich kann abschließend nur sagen: Vegan leben ist einfacher, als man denkt und es zahlt sich voll aus.
 
Genau wie meine Mutter, beginne auch ich schon (48 Jahre) mit Gelenkschmerzen in den Fingergelenken. Meine Mutter kann keine Ringe mehr anziehen, die Finger sind krumm und die Gelenke sehr dick. Auch sagt sie immer, dass sie in ihrer Jugend viel zu viel Wurstwaren gegessen hat, was sich jetzt rächt. Mit Hormonpflastern versucht sie nun wenigstens, die Entwicklung zu bremsen. Nachteil: in unserer Familie isst niemand Fisch. Aber ich versuche seit einiger Zeit, den Fleischgenuss einzuschränken. Olivenöl benutze ich eh für alles in der Küche. Vielen Dank für den informativen Artikel.
 
Ich glaube, da möchte ich jetzt noch nicht drüber nachdenken ;-)
 
Das ist ja eigentlich ein Selbstgänger: Fleisch immer so viel meiden, wie es geht...