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05. Mai 2017

Amazon Fresh: Amazon startet neuen Lebensmittel-Lieferdienst

Eigentlich kann man doch schon fast alle Produkte bei Amazon kaufen, die man alltäglich braucht und irgendwie in ein Paket passen, oder? Falsch gedacht – jetzt startet "Amazon Fresh"! Amazon hat sich wieder einmal neu erfunden und mischt mit einem gigantischem Angebot ab jetzt auch im deutschen Lebensmittelversand mit.

Bio-Lebensmittel, Gemüse in einer Kiste

„Amazon Fresh“ heißt der neue Online-Supermarkt, mit dem der Internetkonzern seine Kunden zukünftig glücklich machen will. Ein erfolgsverbrechendes Konzept oder doch ein eher zu großes Wagnis? Alle sind gespannt, wie das Angebot in Deutschland angenommen wird.

Zumindest für all diejenigen, die sich in Zukunft ihren kompletten Wocheneinkauf sparen möchten, könnte „Amazon Fresh“ zwar eine bequeme, dennoch kostspielige Variante sein.

Start in zwei Städten

Vorerst startete der Lebensmittel-Lieferdienst ab 4. Mai 2017 in Teilen von Berlin und Potsdam. Geliefert werden die Produkte aus einem großen Depot in Tegel in Kooperation mit der Post-Tochter DHL.

Ob und wann Amazon auch andere Städte beliefert, ist bisher noch unbekannt. Zunächst wird wahrscheinlich erstmal getestet und abgewartet, wie das Angebot von den Kunden angenommen wird. Gemunkelt wird jedoch, dass sobald der Zuspruch groß genug ist, München die nächste auserwählte Stadt ist, die sich auf frische Lebensmittel von Amazon freuen darf.

zu Amazon Fresh ▶︎

Vorreiter USA

„Amazon Fresh“ wurde in den USA bereits 2007 ins Leben gerufen und ist mittlerweile in 20 verschiedenen Regionen verfügbar. Auch in London können die Menschen schon auf das Angebot zugreifen und seit Ende April 2017 nun auch Japan. Doch wird das Konzept auch in Deutschland funktionieren? Die Messlatte im Lebensmitteleinzelhandel liegt zumindest sehr hoch.

Gigantische Produktpalette

Gigantisch ist in diesem Zusammenhang tatsächlich keine Übertreibung, denn das Sortiment von „Amazon Fresh“ beinhaltet unglaubliche 85.000 Produkte. Etwa 100 dieser Produkte sind von diversen lokalen Geschäften aus Berlin, die den Start des Online-Supermarktes unterstützen.

Damit übersteigt die Produktpalette von Amazon bei weitem die eines gut sortieren Supermarktes (ca. 12.000 Produkte) sowie die von REWE-Online (9000 Produkte) und setzt eine neue Messlatte für die Konkurrenz. Ganz offensichtlich dürfte der Internet-Riese mit diesem Sortiment mit Abstand das größte Angebot der Online-Lebensmittelhändler haben.

Online-Shopping

Mehr Komfort: Amazon legt großen Wert auf schnelle Lieferung

Damit die Kunden zufriedengestellt werden, will Amazon die Lebensmittel mithilfe von DHL noch am selben Tag der Bestellung nach Hause liefern. Wird eine Bestellung noch bis zum Mittag aufgegeben, dann wird diese noch am selben Tag – in einem selbstgewählten zweistündigen Zeitfenster – geliefert. Wer bis 23 Uhr bestellt, soll seine Lebensmittel-Lieferung noch am nächsten Tag zur gewünschte Zeit an die Haustür gebracht bekommen. Ernstzunehmende Supermarkt-Konkurrenz oder Größenwahn?

Frische Lebensmittel liefert DHL montags bis samstags von 8 bis 22 Uhr und Sie können im Monat so oft bestellen, wie Sie möchten. Kurzfristige Lieferungen können gegen Aufpreis auch außerhalb dieser Zeiten erfolgen.

Prime Now

Mit Prime Now hat Amazon bereits Erfahrungen mit schnellen Lieferungen in München und Berlin gesammelt, bei denen Verbraucher von der Bestellung bis zur Lieferung nur 60 Minuten warten müssen. Hier testet das Unternehmen schon eine Weile, wie es Kunden innerhalb einer Stunde oder eines Zwei-Stunden-Zeitfensters beliefern kann.

Kein Amazon-Prime, kein Amazon Fresh

Wer „Amazon Fresh“ nutzen möchte, muss Prime-Kunde bei Amazon sein, was 69 Euro im Jahr kostet. Nach einer einmonatigen Testphase von „Amazon Fresh“ muss für den Lieferservice zusätzlich 9,99 Euro monatlich gezahlt werden. Bei Online-Einkäufen unter 40 Euro kommen nochmal 5,99 Euro pro Lieferung dazu. Wer für mindestens 40 Euro einkauft, muss diese Gebühren nicht zahlen. Ob das was für die deutschen Spar-Füchse ist, wird sich zeigen.

Eins ist klar: Der Internetkonzern Amazon nimmt immer größere Lebensbereiche ein und ersetzt immer mehr die realen Geschäfte wie Videothek, Buchladen & Co. Amazon setzt sich keine Grenzen, sodass man auf die Zukunft gespannt sein kann.

Diese Fragen bleiben: Ersetzt Amazon mit „Amazon Fresh“ in Zukunft auch die Supermärkte? Sieht so die Zukunft des Einkaufen aus und was bedeutet das für die Gesellschaft, die Konkurrenz, die Umwelt und die bestehenden Supermärkte?

(ls)


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