Die Anti-Stress-Strategie | EAT SMARTER
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Bitte locker machen

Die Anti-Stress-Strategie

Stress macht krank, Hektik dick - höchste Zeit, sich endlich zu entspannen. Und Gelassenheit kann man lernen: EAT SMARTER verrät, wie sich Stress auf den Körper auswirkt und präsentiert die besten Entspannungstechniken.

Private und berufliche Verpflichtungen, Leistungsdruck, Zeitmangel: Stress und Hektik bestimmen unseren Alltag. Immer neue Studien zeigen nun, dass Stress, vor allem in chronischer Form, der Gesundheit schadet. Unser Körper schüttet bei Anspannung das Hormon Kortisol aus. Und das schwächt in zu hohen Mengen die Immunabwehr, belastet das Herz-Kreislauf-System und verlangsamt die Fettverbrennung. Gewichtszunahme, Schlafstörungen und, im schlimmeren Fall, Depressionen oder ein Burn-out können die Folge sein. Die Lösung der Stressprobleme heißt Entspannung. Doch Abschalten auf Befehl – das geht nicht. Wer im Alltag gehetzt und von Sorgen geplagt ist und im Job auf Dauerturbo läuft, der kann nicht auf Knopfdruck die Seele baumeln lassen. Zudem ist es mit einem simplen Fernsehabend auf der Couch nicht getan. Denn der ist zwar gemütlich, aber kein echter Stresskiller. Er schafft kurze Ablenkung, keine tiefe Entspannung.
 
Doch es gibt eine gute Nachricht: Die Kunst der echten Entspannung kann man lernen. Dafür muss nicht jeder gleich zum Yogameister werden. Es gibt andere unkomplizierte Entspannungstechniken, mit denen man sowohl emotionale Anspannungen als auch körperliche Verspannungen gezielt lösen kann. Viele Krankenkassen bezuschussen das Erlernen solcher Entspannungstechniken oder bieten sogar eigene Anti-Stress-Seminare an.
 

Die besten Entspannungstechniken

 
Atemübungen: Bitte tief Luft holen!
Atemübungen sind effektive Helfer in akuten Stresssituationen und können unbemerkt überall angewendet werden. Eine bewusste Ein- und Ausatmung wirkt beruhigend, Nervosität verfliegt, Puls und Blutdruck normalisieren sich sofort. Dafür tief durch die Nase einatmen, kurz ausharren und durch den Mund wieder ausatmen.
 
 
 
 
Tai-Chi: Entspannung in Zeitlupe
Tai-Chi, das chinesische Schattenboxen, ist eine der beliebtesten Bewegungslehren der Welt. Bei den bewusst und besonders langsam ausgeführten Stand- und Atemübungen steht die Entspannung von Körper und Geist im Vordergrund. Tai-Chi-Kurse bieten inzwischen viele Fitnessstudios und Sportvereine an.
 
 
 
 
Floating: schwerelos im Salzwasser
Abschalten und loslassen: Beim Floating werden alle Sinne ausgeschaltet. Fast schwerelos schwebt man auf dem hoch konzentrierten Salzwasser, entspannt sich im Floatingtank in völliger Dunkelheit und Stille. Tipp: Wer zu Platzangst neigt, floatet im offenen Becken statt im geschlossenen Tank. Infos: www.float.de
 
 
 
Progressive Muskelentspannung: Anspannen für die Entspannung
Progressive Muskelentspannung löst körperliche und emotionale Verspannungen, indem einzelne Muskelgruppen gezielt angespannt und dann gelockert werden. Die Muskeln werden durchblutet, der Körper spürt das in der Relax-Phase als Wärme. Buchtipp: Friedrich Hainbuch: „Progressive Muskelentspannung“; G & U Verlag; 16,99
 
 
 
Finger-Yoga: Mit Fingerspitzengefühl gegen Stress
Eine Reflexzonen-Massage der besonderen Art ist Finger-Yoga. Bei den Übungen (Mudras) werden über Druckpunkte an den Händen Stress, Müdigkeit und Schmerzen gezielt weggedrückt und der Energiefluss wird angeregt. Buchtipp: „Mudras: FingerYoga für Gesundheit, Vitalität und innere Ruhe“; Goldmann Verlag; 12 Euro.
 
Am besten hält man den inneren Druck zudem mit einem klugen Tagesrhythmus in Schach. Das fängt bereits im Job an. Man möchte am liebsten alles gleichzeitig erledigen – doch der Tag hat nur 24 Stunden, auch wenn man sich auf den Kopf stellt. Ein Schritt nach dem anderen lautet die Anti-Stress-Devise. To-do-Listen helfen, den Tag so zu strukturieren, dass man nicht ins Schleudern gerät. Dabei sollten feste Zeiten für Ruhepausen eingeplant werden – und wenn es nur ein paar Minuten an der frischen Luft in der Mittagspause sind. Auch ein gesunder Schlaf ist wichtig. Wenigstens sieben Stunden pro Nacht sollten es sein, bestenfalls immer zur gleichen Zeit. Dann können die turbulenten Tage ruhig kommen.
 
(ben)
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Schöne Zusammenstellung, Tai-Chi nehme ich mir auch schon sooo lange vor...;)
 
Super Tipp, das Buch " Mandras " Finger-Yoga werd ich mir besorgen, danke!