Die besten Gute-Laune-Lebensmittel | EAT SMARTER
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Die besten Gute-Laune-LebensmittelDurchschnittliche Bewertung: 4.61529

Glücksstoffe im Essen

Die besten Gute-Laune-Lebensmittel

Es ist kein Zufall, dass wir bei Kummer oder schlechter Laune Lust auf bestimmte Lebensmittel bekommen: Gefühle entstehen im Gehirn und werden durch bestimmte Botenstoffe - auch Neurotransmitter genannt - aus der Nahrung gesteuert. Kurz gesagt: Gute Laune kann man essen. EAT SMARTER erklärt das Prinzip und stellt die wirksamsten Fröhlichmacher-Lebensmittel vor.

Natürlich kann kein Botenstoff unseren akuten Liebeskummer vertreiben oder den Zoff mit dem Chef wegzaubern. Aber bestimmte Neurotransmitter können dafür sorgen, dass wir trotz Kummer oder Stress nicht ganz die Laune verlieren. Zu diesen „Glücksstoffen“ gehören vor allem die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin. Dopamin wirkt wie eine natürliche Droge: Es setzt Endorphine frei, die Schmerzen mildern und uns echte Hochgefühle bis hin zur Euphorie bringen. Der Botenstoff ist also zuständig für die kleinen und großen Highlights in unserem Gefühlsleben.

Sonnige Stimmung trotz Regen mit Serotonin

Mit dem Stoff Serotonin verhält es sich ein wenig anders: Es trägt dazu bei, dass unsere Stimmung insgesamt und dauerhaft auf einem hohen Level liegt und wir uns allgemein wohl und optimistisch fühlen. Den Zweitnamen „Glückshormon“ trägt der Botenstoff zu Recht: Ist der Serotoninspiegel im Gehirn niedrig, sind wir anfälliger für Stimmungstiefs und Trübsinn. Das kommt nicht ohne Grund in der kalten und dunklen Jahreszeit oder an regnerischen Tagen besonders oft vor, denn die Produktion des Glücksstoffs hängt mit der Intensität des Lichts und den Sonnenstunden pro Tag zusammen.

Tryptophan – Baustein zum Glück

Diesen Zusammenhang kann man austricksen: Durch gezielte Ernährung kann man die körpereigene Produktion vom „Glückshormon“ Serotonin ankurbeln. Damit unser Körper Serotonin bilden kann, braucht er als wichtigen Baustoff Tryptophan. Und das steckt in vielen alltäglichen Lebensmitteln. So sind zum Beispiel Käse, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Eier besonders reich an diesem Eiweißstoff. Und sorgen also dafür, dass der Serotoninspiegel auf einem hohen Niveau gehalten wird und wir gut drauf sind.

Hitliste: Lebensmittel mit hohem Tryptophangehalt

Lebensmittel (100 g)Tryptophangehalt
Parmesankäse490 mg
Emmentaler460 mg
Sojabohnen450 mg
Cashewkerne450 mg
Edamer400 mg
Brie, Camembert350 mg
Weizenkeime330 mg
Erdnüsse320 mg
Sonnenblumenkerne310 mg
Fleisch (im Durchschnitt)300 mg
Sesamsamen290 mg
Fisch (im Durchschnitt)270 mg
Steinpilze260 mg
Weizenkleie250 mg
Linsen250 mg
Eier230 mg
Grüne Bohnen230 mg
Getreide (im Durchschnitt)180 mg
Kichererbsen160 mg

Kohlenhydrate für noch mehr gute Laune

Übrigens: Besonders gut kann der Körper Tryptophan zur Bildung von Serotonin nutzen, wenn wir dazu Kohlenhydrate essen. Schon deshalb ist ein völliger Verzicht auf Zucker – außer für Diabetiker – nicht unbedingt so gesund, wie manche meinen. Ein Stück dunkle Schokolade oder eine Tasse Kakao können tatsächlich aus einem Stimmungstief heraushelfen. Denselben Effekt hat, bei weit weniger Fett, aber auch Trockenobst wie z. B. getrocknete Feigen.
Die smarteste Art, den Tryptophanspeicher aufzufüllen, ist natürlich der Griff zu Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Naturreis, Getreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Denn darin stecken außer der Kombi von Tryptophan und Kohlenhydraten noch weitere „Glücklichmacher“ wie das pflanzliche Eiweiß Phenylalanin, nervenstärkende B-Vitamine und Magnesium.
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Sehr interessante und umfassende Antwort. Vielen Dank !
 
Dazu sei gesagt, dass durch die Aufnahme obg. Lebensmittel, der Serotoninspiegel nicht unbedingt steigen muss! Es kann auch sein, dass ein Mensch, egal wieviel er wovon isst, das Serotonin nicht speichern kann. Ihm kann ein Rezeptor im Magen fehlen, das die Aufnahme steuert.