Endlich Nichtraucher: So werden Sie das Laster los | EAT SMARTER
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Endlich Nichtraucher: So werden Sie das Laster los

So werden Sie zum Nichtraucher So werden Sie zum Nichtraucher

Ein Leben als Nichtraucher: dies ist auch für Raucher eine schöne Vorstellung. Doch viele tun es dann doch nicht. Eine der Hauptausreden: Wer aufhört, nimmt zu. Doch wenn man sich vorbereitet, ist dieses Risiko gering. Passend zum heutigen Weltnichtrauchertag verrät EAT SMARTER, wie Sie zum Nichtraucher werden.

1. Ernährung anpassen

Wahrscheinlich wollen Sie das jetzt nicht lesen: Nach dem Rauchstopp ändert sich Ihr Stoffwechsel. Wer mit dem Rauchen aufhört, verbraucht 200 Kalorien weniger am Tag. Doch nun kommt die gute Nachricht: 200 Kalorien lassen sich locker einsparen, auch ohne Diät. Stellen Sie Ihre Ernährung um: Wählen Sie Lebensmittel, die lange satt halten. Bei EAT SMARTER finden Sie noch weitere Tipps, wie Sie Ihre Ernährung umstellen können. Die Ausrede "Gewichtszunahme" zählt nicht mehr. EAT SMARTER verrät nun, wie sie sich auf den Ausstieg zum Nichtraucher vorbereiten können.

2. Setzten Sie sich einen festen Termin

Der Entschluss zum Nichtraucher ist meistens schnell gefasst. Schwieriger wird es dann aber, einen festen Termin zu finden. „Wir empfehlen die Schlusspunktmethode“, sagt Mareike Strunk von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Für werdende Nichtraucher bedeutet das: Finden Sie einen Termin, an dem Sie definitiv Nichtraucher werden. Und zwar zu einem Zeitpunkt, der abzusehen ist. Am besten wäre ein Zeitraum von zwei Wochen bis vier Wochen. Bis dahin bereiten Sie sich auf Ihren Weg zum Nichtraucher vor.

3. Das Rauchverhalten kennenlernen

Als nächsten Schritt empfiehlt Strunck, das eigene Rauchverhalten kennenzulernen. Protokollieren Sie alle Situationen, in denen Sie rauchen. Die wichtigsten Fragen für werdende Nichtraucher sind: Zu welchen Zeitpunkten rauche ich? In welcher Stimmung bin ich dann? Aus welchem Grund habe ich geraucht? Hat mich die Zigarette glücklich gemacht?

4. Führen Sie sich die Vorteile vor Augen

Natürlich wissen Sie, dass Nichtraucher die gesünderen Menschen sind. Und das machen Sie sich jetzt noch einmal klar: Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ändert sich bereits 20 Minuten nach dem Rauchstopp die Herzfrequenz, nach acht Stunden ist das Kohlenmonoxid aus Ihrem Blut verschwunden, nach 24 Stunden sinkt Ihr Herzinfarktrisiko als Nichtraucher, nach 48 Stunden verfeinert sich Ihr Geruchssinn und nach zwei Wochen hat sich Ihre Lungenfunktion als Nichtraucher um 30 Prozent verbessert.

5. Informieren Sie Ihre Freunde

Erzählen Sie Ihren Bekannten, dass Sie Nichtraucher werden möchten, dass es in der nächsten Zeit schwieriger werden könnte und dass Sie um Verständnis bitten. Sie werden sehen: In der Regel werden Sie als Nichtraucher ein positives Echo bekommen.

6. Legen Sie sich Handlungsalternativen bereit

Sicher werden Situationen kommen, in denen Sie auch als Nichtraucher wieder das Verlangen nach einer Zigarette überkommt. Die BZgA empfiehlt hierzu vier Auswegmethoden:

  1. Aufschieben: Sie sitzen am Arbeitsplatz und plötzlich kommt das Verlangen. „Ehe Sie jetzt zu einer Zigarette greifen: Stehen Sie auf, verlassen Sie den Platz, atmen Sie zehnmal tief durch“, sagt Strunk.
  2. Ausweichen: Meiden Sie als Nichtraucher kritische Orte. Setzen Sie sich in Kneipen nicht mehr in den Raucherraum, gehen Sie in den Raucherpausen nicht mit. Sie haben Freunde eingeladen, die in Ihrer Wohnung rauchen wollen? Bitten Sie sie, draußen zu rauchen.
  3. Abhauen: „Wenn sich draußen neben Ihnen jemand eine Zigarette ansteckt, verlassen Sie am besten den Ort, bis Sie sich besser fühlen“, sagt Strunk.
  4. Ablenken: Eine effektive Methode ist Kaugummi-Kauen. Der Mund ist beschäftigt. Wenn Sie als Nichtraucher später in eine vergleichbare Situation kommen, können Ihnen diese Tipps weiterhelfen.

7. Trennen Sie sich von den Raucherutensilien

Jetzt wird es langsam ernst: Am Abend vor dem Stopptag trennen Sie sich als Nichtraucher von allen Gegenständen, mit denen Sie geraucht haben. Werfen Sie Aschenbecher, Feuerzeug und Zigarettenschachtel in den Mülleimer. Und tragen Sie den Beutel als neuer Nichtraucher danach aus dem Haus. Es ist der bislang radikalste Schritt, den Sie auf Ihrem Weg zum Nichtraucher gemacht haben. Herzlichen Glückwunsch.

8. Keine Angst vor Rückfällen

Vielleicht wird irgendwann einmal der Tag kommen, an dem Sie als Nichtraucher plötzlich doch wieder einen Zug nehmen. Das ist ärgerlich, aber noch nicht das Ende Ihres Plans. Machen Sie einfach als Nichtraucher weiter. Nur: Es sollte bei einem Ausrutscher bleiben.

9. Holen Sie sich Hilfe

Für werdende Nichtraucher gibt es zahlreiche Programme, die beim Aufhören helfen können. Verhaltenstherapien oder Gruppenkurse sind durchaus hilfreich. Der Grund: Sie werden aktiv etwas an Ihrem Verhalten zum Nichtraucher ändern. Bei Hypnosen oder Akupunktur ist das hingegen nicht der Fall. Sie bleiben passiv. Laut Strunk fehlen außerdem wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit belegen. Auf ihrer Internetseite www.rauchfrei-info.de gibt die BZgA weitere Tipps, wie Sie zum Nichtraucher werden. Sie können hier Materialien wie Broschüren oder Kalender herunterladen, außerdem gibt es ein internetbasiertes Ausstiegsprogramm und eine Hotline.


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Also ich hätte nicht die Absicht aufzuhören. Dann würde ich Ende Januar sehr hart von einem Grippevirus befallen, drei Tage hohes Fieber, danach rutschte der Virus direkt in die Bronchien. Erneut Fieber und mir war klar, ich muss sofort das Rauchen einstellen, sonst werde ich diese Bronchitis nicht los. Das habe ich getan. Solange ich krank war, hat es mich kaum Mühe gekostet, dann aber würde es heikel. Mir ging es zunehmend besser und ich hatte einfach Lust zu rauchen und vermisste das Rauchen als solches. Eine Weile ging das gut, dann hätte ich die Nase voll und wollte den Zweifel aus der Welt Räumen: was, wenn mir die Zigarette gar nicht mehr schmeckt und ich ganz umsonst so danach schmachte? Nicht lange fackeln, Zigarette anstecken und ziehen. Was geschah? Grottenschlechter Geschmack, nach einem Zug den Glimmstängel aus der Hand gegeben und zufrieden gedacht: gut gemacht. Aber, was jetzt? Womit kompensiere ich meine Flatternerven, meinen Stress, etc.? Essen funktioniert, aber nicht wirklich. Süßigkeiten auch nicht, scharfes Essen ist gut, aber auch keine Lösung. Alkohol? Auch kein Treffer. Was bleibt? Ich habe eingesehen, dass ich an mir arbeiten muss. Probleme lösen kann nur ich, nicht der Tabak nicht die Schokolade. Sport macht mir Spaß und entspannt meinen Kopf, hilft auch. Verständnis beim Ehemann und den Kindern, hilft, wenn ich mal wieder zu stressig bin. Ich sage öftermal zu mir : Stress meiden. Wenn was nicht auf Anhieb klappt sage ich dann, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nun habe ich zehn Wochen ohne Tabak ausgehalten. Es stimmt, der Geruchssinn wird besser, die Haut schöner, aber leider wird der Stoffwechsel anders! Es kostet mich Mühe mein Gewicht zu halten, die Zunahme zu stoppen habe ich beschlossen und motiviere mich mit dem kommenden Sommer! Tipp an alle: das wichtigste ist die Entscheidung zu treffen, im Kopf voll dahinter zu stehen, sich selbst zu motivieren und bewußt Stress umgehen oder eliminieren. Es lebt sich ohne die Zigarette soviel besser. Geldersparnis? Super, kann ich gleich nen leckeren Espresso trinken gehen oder na ja, für die Pessis unter uns irgendwo bleibt das Geld immer! Noch ein Tipp: jeder Tag ohne Rauchen ist ein Erfolg. Ich mache weiter so!!!!!
 
Ich finde den Artikel von Boris aus Italien vom 15. 01. 2011, super, so ähnlich habe ich es auch mit Erfolg gemacht! Ich habe nach 40 Jahren am 30.09.1984 meine letzte Zigarette (Pfeife,Zigarre u. ä.) geraucht! Angefangen hatte die "Sucht" Ende des Krieges als Kind und Jugendlicher, um das Hungergefühl etwas zu betäuben. Kippensammeln bei den "Alliierten", die sich ein "Gaudi" daraus machten, uns Kindern die angerauchten Zigaretten zuzuschnippen, wurde zum tägl. "Broterwerb". Auch war außerdem der aufgebröselte Tabak ein begehrtes Tauschobjekt. Ich habe vorher mehrmals versucht endgültig mit dem Rauchen aufzuhören (es waren zum Schluss über 60 Zigaretten täglich), es gelang mir nicht. Bis zu dem besagten Tag, 01. Okt. 1984, morgens, gleich nach dem Aufstehen der Griff zur Schachtel - nein - heute nicht! Ich war stolz, als ich am 02. Okt. feststellte, schon 24 Std. keine Zigarette geraucht zu haben. Einfach so! So ging es Tag für Tag weiter. Ich hatte mir nur immer wieder gesagt: Ich könnte mir ja "Eine" anstecken, ich habe sie ja überall liegen, ich will aber jetzt nicht Es hat bis heute geklappt. Selbstverständlich habe ich schon lange kein Verlangen nach einer Zigarette mehr. Geholfen hat mir mein selbst gegebenes Versprechen: Ich will ja nur unterbrechen, ich könnte ja jederzeit mir eine Zigarette anstecken.
 
ich finde auch Punkt 1 viel zu lapidar abgehandelt. Allein darüber kann man man mehrere Artikel vertiefen. Kann eigentlich nur aus der Feder eines schon immer Nichtrauchers kommen. Der Erfolg kommt aus der eigenen Motivation. Nichtrauchen um Geld zu sparen, hat glaube ich noch nie geklappt. Naja ich Rauche 5 Monate nicht mehr und habe schon lange kein "Japp" auf 'ne Kippe mehr. Gewichtig wird sanft reduziert und ging 7 Kilo rauf wovon 3 wieder runter sind. Auch eine Frage der Motivation. Dabei helfen schon einige Rezepte von EatSmarter.
 
ich habe nach 46 Jahren Intensivrauchens von heute auf morgen auf gehört mit mentaler dreiwöchigen Vorbereitung. Das ist nun 1,5 Jahre her. Ich habe aufgepaßt, nicht das rauchen mit Essen zu ersetzen. ABER ....ich habe 15 kg drauf und wollen nicht weichen. Da stellt sich doch eine ganz andere Frage - WARUM RAUCHT DER MENSCH. Er deckelt seine Emotionen - er nebelt sie ein. Fällt der Nebel weg, ist die Sucht noch lange nicht weg, auch wenn nach einer kurzen Zeit die Sucht nach Nikotin weg fällt. Aber die Sucht (suche) ist tückisch und versucht sich von nun an überall unkontrolliert ein zu schleichen um den "emotionalen Hunger" zu befriedigen. Also zu sagen - 200 Kalorien zu sich zu nehmen, ist entschieden zu einfach. Auch festgehaltene Emotionen bauen Fett(schutz)polster.
 
Entweder WILL man aufhoeren oder man will es eben NICHT. Das Gewicht ist der Preis, den man fuer seine jahrelange Willensschwaeche bezahlen muss. Man bekommt dafuer: besser Luft, einen besseren Geruchs- und Geschmackssinn und was man an Waschmittel und Shampoo spart, ist auch nicht ohne. Ich denke, der Tausch ist unterm Strich jede nicht gerauchte Zigarette wert. Was hilft und unterstuetzt einem? Ja, der feste Termin. Neue Rituale, die man statt dem Griff zur Zigarette einfuehrt. (zum Beispiel eine rohe Moehre knabbern, Kaugumi kauen, etwas aus dem direkten Umfeld skizzieren, einem guten Freund oder einer Freundin eine email schreiben oder sonst jemandem, den man lange nicht gesehen hat, ... Man kann zum Ansporn auch einen Schnuppermonat oder so in einem Fitness-Studio machen oder jeden Tag 5 Euro in ein grosses Einmachglas werfen und dann im Sommer davon Urlaub machen. Ich habe von einem Tag auf den anderen aufgehoert. Ja, ich habe zugenommen, und das stoert mich schon. Aber noch mehr hat es mich gestoert, dass ich selber rauche. Ab und an reizt es mich schon und ich wuerde gerne eine rauchen. Aber das sind maximal 5 Minuten und dann ists wieder gut. In diesen 5 Minuten beschaeftige ich mich intensiv - oder wenn es nicht anders geht, gehe ich aufs Klo. Bis ich "fertig" bin, ist die Lust auf die Zigarette auch wieder vergangen. :-)

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