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21. Februar 2017

HawkSpex mobile: App entlarvt Inhaltsstoffe

Ist der Bio-Apfel wirklich ungespritzt? Wie frisch ist das Fleisch von der Theke? Gehört die Kaffeebohne zur Sorte Robusta oder doch zur Arabica? Bislang musste sich der Verbraucher bei all diesen Fragen auf die korrekten Kennzeichnungen der Produkte verlassen. Die neu entwickelte App "HawkSpex mobile" des Fraunhofer Instituts soll das jetzt ändern: Denn sie entlarvt die tatsächlichen Inhaltsstoffe mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone.

CodeCheck App

App-Sensation: HawkSpex mobile

Etikettenschwindel und getäuschte Verbraucher könnten dank der von Fraunhofer-Forschern entwickelten App HawkSpex mobile bald der Vergangenheit angehören: Das neue Tool macht aus einem herkömmlichen Smartphone eine Hyperspektralkamera – auch Lichtspektrometer genannt.

Anhand der Reflexion von verschiedenfarbigen Lichtern eines Objekts analysiert die App die gesendeten Daten, erstellt so einen spektralen Fingerabdruck und zieht Rückschlüsse auf die Inhaltsstoffe des Objekts. Das Tool nutzt das Smartphone-Display, um die Objekte kurz mit wechselnden Farben zu beleuchten, und die Frontkamera, um die entstandenen Reflexionen aufzunehmen.

"Das Besondere an unserer App: Der Anwender braucht für die Messung nichts weiter als die Kamera, die ohnehin in seinem Smartphone integriert ist", erklärt Prof. Udo Seiffert, Kompetenzfeldleiter am Fraunhofer Institut. Sowohl Display als auch Kamera werden von der App gesteuert, die die Messergebnisse anschließend mit den in der Datenbank bereits vorliegenden Ergebnissen vergleicht und angibt, was sie erkannt hat.

Von Apfel bis Auto

HawkSpex mobile soll dank dieser Vorgehensweise beispielsweise feststellen können, ob es sich tatsächlich um einen Apfel aus biologischem Anbau handelt oder dieser Rückstände von Pestiziden aufweist.

Doch nicht nur das: Auch über das perfekte Pflegeprodukt für den Smartphone-Nutzer, die Bedürfnisse der Zimmerpflanze und die Feststellung, ob der Gebrauchtwagen neu lackiert wurde oder nicht, soll die gegen Ende des Jahres auf den Markt kommende App Aufschluss geben.

Anwendungsspektrum wird stätig erweitert

Für den Erfolg von HawkSpex mobile seien auch die Verbraucher verantwortlich, wie Seiffert weiter erklärt: "Wenn die App Ende 2017 auf den Markt kommt, können engagierte Nutzer zum großen Ganzen beitragen und neue Anwendungen, zum Beispiel die Beurteilung der Belastung von Salatköpfen mit Pflanzenschutzmitteln, kreieren, indem sie das System für eine solche Fragestellung anlernen.

Konkret bedeutet das, dass interessierte Konsumenten etwa behandelte und unbehandelte Äpfel mithilfe der App vermessen und die Daten so zum Fraunhofer Institut schicken. Die Wissenschaftler prüfen daraufhin die Messungen und schalten die Ergebnisse dann für alle Nutzer frei.

(jbo)


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