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Phubbing: Beziehungskiller Smartphone

Sie streichen öfter über das Display Ihres Smartphones als über die Wange Ihres Partners? Dann sind Sie womöglich ein „Phubber“, der nicht mal in Momenten der Zweisamkeit „offline“ sein kann. Warum die neue Smartphone-Sucht die Beziehung zerstören kann.

Phubbing - Pärchen im Bett, beide nutzen ihr Smartphone

Ein schöner Abend, ein kleiner Tisch beim Italiener, Kerzenlicht, endlich mal wieder Zeit zu zweit. Ein tiefer Blick in die Augen, und dann... Zieht er sein Smartphone aus der Tasche. Neue Nachricht in der WhatsApp-Gruppe „Beachvolleyball“. Gekränkt fischt auch sie ihr Telefon aus der Tasche und scrollt durch die Facebook-Timeline. Willkommen in der neuen digitalen Beziehungswelt. 

Was bedeutet Phubbing? 

Das Smartphone als Beziehungskiller – für die neue digitale Unachtsamkeit gibt es sogar schon einen Namen: „Phubbing“, was sich zusammensetzt aus „phone“ und „snubbing“ (englisch für brüskieren, vor den Kopf stoßen). Einer Studie der Baylor Universität in Texas zufolge hat die übermäßige Nutzung des Smartphones negative Folgen für die Beziehung: Wer ständig erreichbar ist und nicht einmal in Momenten der Zweisamkeit das Telefon weglegt, verunsichert den Partner: Wie viel ist die Beziehung wert, wenn ein kleines elektronisches Gerät der ständige Begleiter ist? In der Folge kommt es zu Konflikten in der Beziehung, und die Neigung zu depressiver Verstimmung steigt. 

Wie viel Smartphone-Nutzung ist normal?

Forscher der Universität Bonn haben die App „Menthal“ entwickelt. Wer sie auf sein Smartphone lädt, erlaubt den Wissenschaftlern, Daten über sein digitales Nutzungsverhalten zu erheben. In Bonn wurden die Daten von 60.000 Smartphone-Usern ausgewertet. Das Ergebnis: Otto Normalbürger beschäftigt sich täglich zweieinhalb Stunden mit dem Smartphone. Erschreckend: Durchschnittlich schauen wir 88-mal am Tag auf unser Smartphone-Display! 

"Unser Handykonsum wirkt sich bereits jetzt negativ auf unsere geistige Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit aus, macht uns unglücklich und unproduktiv", sagte Studienleiter Alexander Markowetz gegenüber Spiegel Online. 

Wie Sie Phubbing erkennen

Folgende Aussagen sind typisch für von Phubbing Betroffene:

  • Das Smartphone liegt immer auf dem Tisch, wenn wir zusammen sind
  • Mein Partner nutzt sein Smartphone kurz vor dem Schlafengehen und sofort nach dem Aufwachen
  • Mein Partner behält sein Smatrtphone in der Hand, wenn er bei mir ist
  • Mein Partner schaut auf sein Smartphone, wenn er mit mir spricht
  • Wenn Gesprächspausen entstehen, zückt mein Patrtner sein Smartphone 

Wie Sie Phubbing vermeiden oder beenden

Gehören auch Sie zu den Paaren, in denen das Smartphone ein Streitpunkt ist? Dann sollten Sie handeln! Zunächst gilt es herauszufinden, was genau welchen Partner an der Smartphone-Nutzung des anderen stört: Geht es um den Kontrollverlust, weil Sie nicht wissen, mit wem der andere da kommuniziert? Fühlen Sie sich brüskiert, weil es nie mehr Zeit zu zwei gibt, auf jedes Piepen des Smartphones reagiert wird? Spielt Eifersucht eine Rolle oder Unsicherheit darüber, ob Sie von Ihrem Partner wirklich geliebt werden? Versuchen Sie in einem ehrlichen Gespräch diese wichtigen Fragen zu klären.

Dann geht es um die praktische Umsetzung der „Handy-Entwöhnung“. Hier bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Falls Sie keine Armbanduhr tragen: Gewöhnen Sie es sich wieder an! So müssen Sie nicht auf Ihr Handy schauen, um zu wissen, wie spät es ist.
  • Vereinbaren Sie in der Wohnung oder im Haus einen festen Platz für Ihre Smartphones, wo diese nach dem Nach-Hause-Kommen „geparkt“ werden. Wer auf sein Handy schauen möchte, muss dafür aufstehen.
  • Machen Sie das Schlafzimmer zur handyfreien Zone. Das mag am Anfang schwer fallen, doch nachweislich schlafen wir besser, wenn das Handy nicht auf dem Nachttisch liegt. 
  • Auch wenn es schwerfällt: Schalten Sie Ihr Handy am Wochenende einige Stunden aus. Und schauen Sie, was mit Ihnen passiert. Sie werden sehen: In ein paar Offline-Stunden bricht die Welt nicht zusammen.

(lin)

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