So schütteln Sie die Frühjahrsmüdigkeit ab | EAT SMARTER
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So schütteln Sie die Frühjahrsmüdigkeit abDurchschnittliche Bewertung: 5151

Vitamine und Wellness

So schütteln Sie die Frühjahrsmüdigkeit ab

Der Winter geht, die Müdigkeit bleibt: Obwohl die Tage langsam länger werden, plagen sich viele von uns immer noch mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit herum. Vielleicht sind Sie von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen. EAT SMARTER verrät, wie die Frühjahrsmüdigkeit entsteht und Sie sie endlich abschütteln.

Endlich, die Tage werden wieder länger. Draußen ist es wärmer, die Wiesen sind übersät mit ersten Frühjahrsblümchen. Die ersten Wirte stellen ihre Stühle nach draußen und auf den Straßen sammeln sich wieder Jogger und Walker. Eigentlich eine schöne Zeit, wären da nicht diese ständigen Gähn-Attacken. Wie seltsam: Obwohl wir nachts ausreichend geschlafen haben, fühlen wir uns mittags schlapp und antriebslos. Frühjahrsmüdigkeit statt Frühlingsgefühle: Gerade in der Zeit von Mitte März bis Mitte April schlagen sich viele Menschen in unseren Breiten mit diesem Problem herum. Sie fühlen sich müde, reagieren gereizt oder empfindlich, wenn plötzlich das Wetter umschlägt.

Frühjahrsmüdigkeit: Darum fühlen wir uns müde

"Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit ist eine vegetative Reaktion auf die Veränderungen in der Natur", sagt Angela Schuhe, Professorin für medizinische Klimatologie der Nachrichtenagentur dpa. Der Körper passt sich nun den äußeren Bedingungen wie Licht und Temperatur an. Und da kann es manchmal zu Problemen kommen. Durch die wärmeren Temperaturen weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck nimmt ab. Dann gibt es wieder Tage, an denen es draußen kälter ist. Die Gefäße verengen sich, der Blutdruck nimmt wieder zu. Diese Wechsel strengen den Körper an. Die Folge: Uns trifft die Frühjahrsmüdigkeit.

Frühjahrsmüdigkeit durch ausbleibende Hormonumstellung

Daneben hat der Körper in der dunklen Jahreszeit hauptsächlich Melatonin produziert, ein Hormon, das uns vor allem schläfrig macht und so auch bei manchem zur Frühjahrsmüdigkeit beiträgt. Da der Körper aber nun mehr UV-Licht abbekommt, verstärkt er langsam seine Serotonin-Produktion.

Serotonin gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Dieses Hormon hellt unsere Stimmung auf. Dieser Wechsel geht aber nur sehr langsam voran, noch steckt der Körper voll von Melatonin. Während die Tage nun also länger werden, ist unser Körper durch die Melatonin-Produktion immer noch auf Müdigkeit gepolt. Temperaturwechsel und Hormonschwankungen bringen unseren Körper im Frühjahr also gehörig durcheinander: Mal bekommen wir warme Sonnenstrahlen ab, mal müssen wir uns vor Regen und Sturm vermummen. Mal können wir unseren Spaziergang im T-Shirt machen, mal müssen wir uns wieder den Schal umlegen. Der Kreislauf muss richtig arbeiten, der Blutdruck schwankt enorm. Verständlich, dass dies bei dem einen oder anderen Spuren hinterlässt. In der Regel dauert es etwa zwei bis vier Wochen, bis sich der Körper nun auf den Frühling eingestellt hat, die Melatoninproduktion zurückfährt, dafür das Glückshormon Serotonin die Oberhand gewinnt und die Frühjahrsmüdigkeit endgültig verschwindet. Doch diese Tipps können Ihnen dabei helfen.

Wie Sie die Frühjahrsmüdigkeit in den Griff bekommen

Tipp 1 gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Ab in die Sonne

Die Sonne zeigt sich, nutzen Sie das gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Das helle Licht befördert die Produktion von Serotonin, das ja endlich die Oberhand gewinnen soll. Wichtig: Tragen Sie erst noch keine Sonnenbrille. Die Strahlen können den Hormonhaushalt erst dann regulieren, wenn sie direkt auf die Netzhaut treffen.

Tipp 2 gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Zeit für stabilere Gefäße

Ab jetzt geht es regelmäßig in die Sauna, daneben setzen Sie sich mehrmals pro Woche wechselwarmen Duschen aus. Damit trainieren Sie Ihr Gefäßsystem und machen es resistent gegen Temperaturschwankungen. Künftig wird Ihr Blutdruck weniger von den Wetterkapriolen betroffen sein und die Frühjahrsmüdigkeit wird Ihnen nichts mehr anhaben können.

Tipp 3 gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Obst oder Gemüse essen

Klar, dass Obst und Gemüse zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehören, wissen die meisten. Und doch ist es häufig so, dass wir uns gerade im Winter ein wenig einseitiger und fettreicher ernähren. Wenn Sie also noch nicht aus der Frühjahrsmüdigkeit erwacht sind, greifen Sie nun verstärkt zu Obst und Gemüse. Der Zufuhr von zusätzlichen Vitaminen wird Ihren Stoffwechsel in Schwung bringen. In zwei bis vier Wochen sollten Sie die Frühjahrsmüdigkeit überwunden haben.

(wil)

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