Wie schädlich ist ein Bleaching? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
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Wie schädlich ist ein Bleaching?

EAT SMARTER hat bei einer Zahnärztin nachgefragt, welche Methode am besten ist und was man selber für weiße Zähne tun kann.

Frau mit gebleachten Zähnen

Jeder träumt von weißen, blitzenden Zähnen ohne jegliche Verfärbung. Doch im Laufe der Jahre werden unsere Zähne dunkler und bekommen teils unschöne Verfärbungen – sei es durch Kaffee, Tee oder Nikotin.

Wer unter seiner Zahnfarbe leidet, kann diese bleachen, also chemisch aufhellen. Home-Bleaching-Sets versprechen schnelle Erfolge für wenig Geld. Doch ist diese Methode sicher? Und ist ein Bleaching generell bedenkenlos zu empfehlen? EAT SMARTER hat bei der Zahnärztin Dr. Katy Düsterhöft nachgefragt. 

Ist Bleaching schädlich?

"Beim Bleaching wird erst einmal die Zahnschmelz-Oberfläche entmineralisiert. Nur so können die oberen Schichten des Zahnes entfärbt und aufgehellt werden. Mittlerweile belegen viele Untersuchungen, dass Bleaching grundsätzlich keine Schäden an den Zähnen auslöst. Wichtig ist, dass nicht zu oft gebleacht wird und dass die Behandlung nicht in Eigenregie durchgeführt wird. Das sogenannte Home Bleaching kann für die Zähne schädlich sein."

Welche Bleaching-Methode ist die Beste?

"Die Inhouse-Methode, also die vom Arzt oder Fachpersonal durchgeführte, ist die beste Methode. Nur sie bietet ausreichende Kontrolle darüber, welche Wirkstoffe genau in dem Bleichmittel enthalten sind und wie lange diese auf dem Zahn verbleiben müssen. Auch der genaue Auftrag des Bleichmittels ist bei Home Bleaching Kits oft nicht möglich. Wenn es ein Bleaching sein soll, empfehle ich also den Besuch einer Zahnarztpraxis."

Wie kann man gebleachte Zähne stärken?

"Am wichtigsten ist es, die Zähne nach dem Bleachen zu remineralisieren. Dazu eignet sich am besten ein Fluorid-Gel. Ich empfehle Elmex Gelee, das in jeder Apotheker erhältlich ist."

Helfen Zahnpastas, die Zähne aufzuhellen, oder ist das ein Gag?

"Zahnpastas mit Aufhelleffekt enthalten kleine Scheuerteilchen, die durch ihre Abriebwirkung oberflächliche Beläge und Verfärbungen entfernen. In der Tiefe haben diese Zahnpastas aber keine aufhellende Wirkung."

Sind Zahnpastas mit Weißmacher-Effekt schädlich?

"Wenn man diese Zahnpastas dauerhaft anwendet, können sie Schäden am Zahnschmelz verursachen. Der Abrieb ist zu hoch. Zum Reinigen können sie ab und zu genutzt werden, aber da ist eine Zahnreinigung um einiges gründlicher und effektiver."


Die Expertin

Dr. Katy Düsterhoft arbeitet im Zentrum für Zahn-Mund-Kieferheilkunde "Dentologicum" in Hamburg. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der ästhetischen/ prothetische Zahnheilkunde CADCAM (keramische Restauration), in der Parodontologie und in der Akupunktur.

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Das finde ich sehr gut und vor allem knapp zusammengefasst. Einfach zum Merken. :-) Dabei sind die wirklich schlimmen Versuche wie z. B. Backpulver erst gar nicht erwähnt. Sehr umfangreich beantwortet die Webseite dieselben Fragen.