Kulinarische Reise: Thailand | EAT SMARTER
3
1
Drucken
1
Entdecken Sie Thailand!Durchschnittliche Bewertung: 4153

Kulinarische Reise

Entdecken Sie Thailand!

Die thailändische Küche ist scharf, süß, salzig und sauer. Ihr Ziel: Die perfekte Harmonie von Gewürzen und Aromen. Und nirgendwo schmeckt sie besser als an den Straßenecken Bangkoks.

Eine kulinarische Reise durch Thailand

Thailand

Die Strände Thailands sind spektakulär: aquamarinblaues Meer, rauschende Palmen, samtweicher Sand. Doch genauso atemberaubend wie die Kulisse ist die thailändische Küche. Sie reizt die Sinne mit exotischen Aromen und belohnt Neugierige mit großartigen Gaumenfreuden. Doch um Thailands kulinarische Schätze zu entdecken, muss man die Touristenhochburgen mit ihren oft europäisch angehauchten Hotelküchen verlassen und in die Hauptstadt Bangkok reisen. In diesen faszinierenden Schmelztiegel, in dem es rund um die Uhr brodelt und zischt, als sei er eine einzige riesiggroße Garküche.

Thailändische Küche: Das sind die besten Restaurants

Leicht zu finden ist das „Chote Chitr“ nicht. Und richtig einladend sieht es auch nicht aus: Ein Garagenrestaurant in einer Seitenstraße der hektischen Tanao Road. Fünf Holztische, darüber ein Ventilator, dahinter eine kleine vollgestopfte Küche und mittendrin Mrs. Tim, die mürrische Chefin und ihre beiden hyperaktiven Chihuahuas. Doch wer mit europäischen Augen vom äußeren Eindruck auf die Qualität des Essens schließt, verpasst eines von Bangkoks großartigsten Geschmackserlebnissen. Die Millionen-Metropole bietet ultracoole Dinner-Locations wie das „Shangri-La“, das preisgekrönte Slow-Food-Restarant „bo.lan“ oder Asia-Mittelmeerküche im „Sirocco“, dem höchstgelegenen Open-Air-Restaurant der Welt im 63. Stock des State Towers.

Doch das beste Essen der Stadt wird auf der Straße gekocht – oder in den vielen kleinen Familienrestaurants. So wie im „Chote Chitr“, dem „Loch in der Wand“, wie manche seiner Stammgäste es liebevoll nennen. Vor über 90 Jahren wurden hier von seinem ersten Besitzer Gerichte mit traditionellen thailändischen Heilkräutern zubereitet. Heute steht Mrs. Tim in der Küche, eine Enkelin des Gründers. Ihre Kochkünste sind über Thailands Grenzen berühmt – und einer der Gründe dafür ist links neben dem Eingang an die Wand gepinnt: Ein Artikel von R. W. Apple, dem legendären Reisereporter der „New York Times“. Der schrieb nach einem Besuch im „Chote Chitr“: Der Bananenblüten-Salat hier ist „eines der Weltwunder, auf einer Stufe mit Beethovens späten Symphonien“. Der Genuss des Gerichts mit Garnelen, Huhn, den frischen Blüten des Bananenbaums, scharfem Chili, saurer Tamarinde und süßer Kokosmilch habe ihn „ganz benommen vor Glück“ gemacht.

Thailändische Küche: Das ist das Geheimnis

MarktDie perfekte Mischung – das ist das Erfolgsgeheimnis. Die thailändische Küche gilt als die beste der Welt. Die Balance aus sauer und salzig, süß und scharf bildet die Grundlage für eine schier unerschöpfliche Vielfalt von Rezepten und Gerichten. Mit den Grundzutaten Kokosmilch, Zitronengras, Koriander, Ingwer, Galgant und natürlich Chili zaubert eine Heerschar von Straßenköchen rund um die Uhr Köstlichkeiten, die für wenige Baht verkauft werden.

Die thailändische Küche vereinigt und absorbiert seit Jahrhunderten eine Vielzahl von Kochkulturen, darunter Indien, Malaysia und Kambodscha. Doch ein Einfluss dominiert dabei besonders: das Reich der Mitte. Erst chinesische Einwanderer führten in Thailand das Frittieren und Braten ein, ohne die viele Thai-Klassiker undenkbar wären. Die Garküchen am Straßenrand sind meist auf ein Gericht spezialisiert, oft kommen die Kunden von weither und stehen geduldig Schlange, um eine Schale Nudelsuppe für umgerechnet 50 Cent zu kaufen. Die Thais essen nicht drei große Mahlzeiten, sondern viele kleine über den Tag verteilt. Dabei bestehen die Zutaten überwiegend aus frischem Gemüse, werden statt in Fett meist in Soja- oder Fischsauce gegart – kein Wunder, dass traditionelle thailändische Küche als besonders gesund und figurfreundlich gilt.

Thailändische Küche: mangelnde Hygiene?

Und was ist mit der Hygiene?, fragen Touristen sich oft besorgt, wenn sie die abgenutzten Kochkarren sehen, die in der schwülen Tropenhitze stehen. Auch wenn Millionen Thais aus allen Bevölkerungsschichten hier rund um die Uhr schlemmen – kann man das Straßenessen mit einem europäischen Durchschnittsmagen wirklich bedenkenlos genießen? Der Buchautor Tom Vandenberghe („Thai Street Food“, Hädecke Verlag), der Bangkok-Besucher zu den besten mobilen Küchen der Metropole führt, sagt: „In all den Jahren hat noch nie jemand Magenbeschwerden bekommen.“ Die Probleme nach dem Besuch der Garküchen sind ganz andere. „Ich habe zweimal im ,Chote Chitr‘ gegessen“, schreibt ein englischer User von „TripAdvisor“, der weltweit größten Reise-Website, „leider hat mir danach das Essen bei meinem Lieblings-Thailänder zu Hause nie mehr richtig geschmeckt. Aber das war es mir wert.“

(thi)

Übersicht zu diesem Artikel
Ähnliche Artikel
Lassen Sie sich von EAT SMARTER auf eine kulinarische Reise durch österreichische Spezialitäten entführen.
Ein Hoch auf die italienische Küche: EAT SMARTER hat sich auf eine kulinarische Reise durch Italien begeben. Plus: italienische Rezepte!
Kulinarische Reise London
Zum „coolsten Platz im Universum“ haben die Amerikaner nicht New York gewählt und auch nicht San Francisco, sondern London. Das überrascht nicht wirklich – wie unsere kulinarische Reise nach London zeigt.
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Den Ausdruck "Thai Basilikum" kann man immer wieder hören oder lesen. Es gibt aber nicht "das" Thai Basilikum, sondern mehrere, von denen für den Touristen zwei wichtig aber streng zu unterscheiden sind: 1. das Bai Horapha, engl. "sweet basil" (ocimum basilicum). Es wird in suppigen Speisen verwendet und hat fast glattrandige Blätter. 2. das Bai Kaphrao, engl. "holy basil" (ocimum tenuiflorum). Es gehört in gebratene Speisen; seine Blattränder sind deutlich gezackt. Wenn man ein thailändisches Kochrezept nachkochen möchte und hat das passende Thai-Basilikum nicht zur Hand, kann man es nicht einfach durch das europäische Kraut ersetzen!