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Cidre

Cidre ist ein prickelnder Apfelwein Cidre ist ein prickelnder Apfelwein

Den leicht prickelnden Cidre gibt es für jeden Geschmack. Aber ob lieblich oder trocken: Der französische Apfelwein gilt als besonders leichter Drink.

Das sollten Sie über Cidre wissen

Es stimmt schon, dass man Cidre mit Apfelwein übersetzen könnte. Dasselbe wie z.B der hessische „Äppelwoi“ ist französischer Cidre aber trotzdem nicht, und seine Herstellung verläuft zwar ähnlich, hat aber ihre Eigenheiten. Vor allem bekommt Cidre mehr Zeit zum Gären: Während andere Apfelweine im Durchschnitt nach etwa sechs Wochen durchgegoren sind, braucht Cidre dafür rund drei Monate.

Weil dabei besonders viel Kohlensäure entsteht, prickelt Cidre so schön. Das gilt sowohl für die liebliche Variante als auch für die trockene Version, die ihren Geschmack durch die Auswahl der Äpfel bekommen. Bis zu 12 verschiedene Sorten stecken in einem Cidre guter Qualität, wobei man süße und saure mit leicht bitteren Äpfeln mischt.

Bei der Auswahl kommt es nicht auf Größe und Schönheit an, im Gegenteil: Für Cidre eignen sich am besten unscheinbare, kleine Äpfel weniger bekannter und alter Sorten. Rund 750 verschiedene Apfelsorten wachsen auf den Bäumen der französischen Bauern, die Cidre herstellen oder Cidre-Hersteller beliefern.

Je nachdem, wie hoch der Anteil von süßen und sauren Äpfeln ist, entscheidet sich schon gleich zu Anfang, ob am Ende ein eher süßer oder eher herber Cidre in die Flasche kommt. Beide Varianten haben natürlich Fans, leichter ist allerdings der liebliche Cidre: Er enthält nur rund 2 % Alkohol, trockener Cidre bringt es auf 4 %.

Aber ob süß oder sauer: Die Äpfel verarbeitet man zunächst zu Saft, den man dann in luftdichte Fässer aus Stahl füllt, wo natürliche und zugesetzte Hefen den enthaltenen Zucker langsam in Alkohol und Kohlensäure vergären.

Abgefüllt und getrunken wird der Cidre aber noch längst nicht, denn nun kommt das sogenannte Abstechen: Alle Trübstoffe und Hefen haben sich abgesetzt und werden herausgefiltert. Übrig bleibt der pure und jetzt klare Apfelwein, der nochmals mehrere Wochen bis Monate nachgärt und reift. Zum Schluss pasteurisiert man den fertigen Cidre und füllt ihn ab.

Saison: Eine spezielle Saison für Cidre gibt es eigentlich nicht, aber wegen seines geringen Alkoholgehalts trinken ihn viele am liebsten gekühlt als leichten Sommerwein.

Geschmack: Cidre schmeckt angenehm süß-säuerlich und deutlich nach Apfel.

Herkunft & Geschichte: Zwar haben schon die alten Hebräer Apfelwein gebraut, der französische Cidre hat aber seine Heimat in der Normandie. Dort gibt es das einzige Apfelwein-Museum der Welt, das „Musée du Cidre“, das in Valognes steht.

Die Normannen brachten den Cidre bei ihren Eroberungszügen auch nach England, wo der „Import“ unter dem Namen Cider ebenfalls schnell sehr beliebt wurde.

Wie gesund ist eigentlich Cidre?

Sowohl Franzosen als auch Briten schwören darauf, dass Cidre bzw. Cider als Allroundtalent bei Beschwerden wie Gicht, Übelkeit, Rheuma, Nervosität und Kreislaufstörungen taugt. Sogar gegen zu hohen Blutdruck soll Cidre helfen.  Wirklich gesichert ist allerdings nur, dass Cidre die Verdauung anregt.

Cidre – gut zu wissen:

Der Alkoholgehalt ist zwar speziell bei lieblichem Cidre eher niedrig und sehr viel geringer als bei „echtem“ Wein. Trotzdem eignet er sich auf keinen Fall als Getränk für Kinder oder für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf Alkohol ganz verzichten müssen.

Nährwerte von Cidre pro 100 ml
Kalorien 43
Eiweiß 0 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 2,63 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Cidre:

Einkauf: Cidre von großen Herstellern finden Sie in jeder Getränkeabteilung bzw. jedem Supermarkt. Wer einmal das französische Original aus kleinen Kellereien probieren möchte, muss meist länger suchen. Wie so oft kann auch hier das Internet am schnellsten helfen, eine solche Kostbarkeit zu finden.

Lagerung: Cidre hält sich in der verschlossenen Falsche sehr lange. Nach dem Öffnen stellen Sie ihn aber am besten in den Kühlschrank und verbrauchen ihn möglichst bald, weil die leicht perlende Kohlensäure sonst schnell entweicht.

Zubereitungstipps für Cidre

Ganz klar – vor allem eignet sich Cidre natürlich als Getränk, am besten pur und leicht gekühlt. Sie können mit Cidre aber auch wunderbar kochen, und das gilt keineswegs nur für Desserts und andere süße Sachen. Cidre gibt auch Suppen und Soßen – z.B. zu Fisch oder Schweinefleisch – den letzten Kick.

Rezepte mit Cidre:

Rezepte mit Cidre finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER:

(Koe)

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