Curry | EAT SMARTER
2
0
Drucken
0
CurryDurchschnittliche Bewertung: 3152

Curry

Ganz schön scharf: Curry Ganz schön scharf: Curry

Warenkunde Curry: Was man über Curry wissen muss und warum es gesund ist.

Sollten Sie je nach Indien kommen, werden Sie sich wundern: Wer hier Curry verlangt, bekommt kein Gewürz, sondern ein Gericht. Unter dem Namen Curry kennt man dort nichts anderes; die bei uns so genannte Gewürzmischung heißt bei den Indern „Masala“ und hat es wirklich in jeder Hinsicht in sich!

Das sollten Sie über Curry wissen:

Kaum ein Inder würde übrigens sein Masala fertig kaufen! Ob Hausfrau oder Koch – in Indien stellt fast jeder den Mix aus bis zu 30 verschiedenen Gewürzen selbst her, komponiert ihn dabei immer etwas anders und passend zum jeweiligen Gericht. Gewürze, die sowohl in hausgemachtem Curry bzw. Masala als auch in den bei uns üblichen Mischungen besonders oft vorkommen, sind unter anderem Kardamom, Piment, Zimt, Nelken, Muskat und Koriander. Bockshornklee, Chili, Pfefferkörner, Kreuzkümmel, Senfsamen und getrocknete Ingwerwurzel werden ebenfalls gern untergemischt. Die kräftig gelbe Farbe verdankt Curry einem weiteren unverzichtbaren Bestandteil, dem Kurkuma, der aus gutem Grund auf Deutsch auch „Gelbwurz“ heißt. Für fertig gemixtes, abgepacktes Curry guter Qualität kann man richtig Geld loswerden. Doch ganz gleich, wie hochwertig eine fertig gekaufte Currymischung auch sein mag: Dem Duft und dem Aroma von unmittelbar vor der Mahlzeit im Mörser zerstoßenen Gewürzen kann sie kaum das Wasser reichen. Wer den Unterschied kennen lernen möchte, besorgt sich am besten die ungemahlenen Zutaten im Gewürzhandel oder im Bioladen bzw. Reformhaus, denn dort kann man sicher sein, dass die Gewürze frei von unliebsamen Stoffen ist. Zuhause zerkleinert man sie dann wie die indische Hausfrau direkt vor dem Zubereiten des Gerichts. Das geht am besten in einem Mörser, aber auch ein Blitzhacker oder ein Mixer tun es zur Not.

Herkunft: Das echte Curry stammt aus Indien und Sri Lanka, wo man es „Masala“ nennt und eine Mischung aus bis zu 30 Gewürzen (manchmal sogar mehr) damit bezeichnet.

Geschmack: Wie Curry schmeckt, hängt von den dafür verwendeten Gewürzen ab. Am besten probiert man also mehrere Sorten, bevor man sich für seinen Lieblings-Mix entscheidet. Reichlich Chili und Pfeffer enthalten das scharfe Madras-Curry und rotes Ceylon-Curry. Wer es milder mag, nimmt Bengal-Curry oder eine sogenannte englische oder indische Mischung.

Wie gesund ist eigentlich Curry?

Grundsätzlich ist Curry genauso gesund wie die dafür verwendeten Gewürze, hat also insgesamt positive Effekte zum Beispiel für die Durchblutung, die Verdauung und eine gute Funktion von Leber und Galle. Experten raten allerdings Nierenkranken, ihr Curry nicht allzu scharf zu wählen bzw. zuzubereiten, denn für sie kann ein sehr hoher Chiligehalt unangenehme Folgen haben. Bei Menschen, die dafür empfindlich sind, kann der Stoff Capsaicin außerdem zu Schwellungen im Mundbereich führen.

Einkaufs- und Küchentipps für Curry

Einkauf: Wer so richtig verstehen will, warum nicht nur die Inder als buchstäblich „currysüchtig“ gelten, der sollte beim Einkauf nicht knausern. Selbst abgepackte Currymischungen  können – wenn sie wirklich gute Qualität bieten sollen – nicht wirklich billig sein. Umso lobenswerter der relativ neue Brauch einiger Händler, das Gewürz zusätzlich in Minimengen anzubieten. Das macht schon deshalb Sinn, weil sich die feinen und einzigartigen Aromen relativ schnell verflüchtigen.

Lagerung: Nach dem Öffnen verliert abgepackt gekauftes Currypulver rasch an Geschmack. Um dem vorzubeugen, gehört es auf jeden Fall immer in ein lichtgeschütztes Behältnis und sollte trocken lagern. Die durchschnittliche Haltbarkeit fertiger Curry-Mischungen liegt bei etwa 1 Jahr.

Vorbereitung: Wenn Sie Ihre Curry-Mischung selbst machen möchten, rösten Sie ganze Gewürzsamen wie Kreuzkümmel oder Cumin kurz in einer Pfanne ohne Fett an, bis sie duften. So entwickeln sie beim anschließenden Mahlen und Zerkleinern ihr Aroma optimal. Einen köstlich frischen Geschmack bekommt selbstgemachtes Currygewürz, wenn man fein gemahlene Zitrusschalen hinzugibt. Probieren Sie es mal mit der Schale von Limette, Orange, Zitrone oder Kumquat! Wichtig ist auch hier hohe Qualität und garantierte Schadstofffreiheit, weshalb man die getrockneten Fruchtschalenstückchen vorzugsweise im Bioladen ersteht. Natürlich kann man sie auch selbst herstellen, was allerdings etwas Aufwand bedeutet: Bio-Zitrusfrüchte heiß abwaschen, trockenreiben, mit einem Sparschäler dünn abschälen und im Backofen bei maximal 80° C einige Stunden trocknen lassen.

Zubereitungstipps für Curry:

Wem das Selbstmachen zu viel Aufwand ist, der bleibt bei fertig gekauftem Curry und gibt ihm einfach  zusätzlich eine persönliche Note - zum Beispiel mit fein gemahlenen Fruchtschalen oder mit frischen, sehr fein gehackten Kräutern wie Minze, Zitronenmelisse oder Koriander. Wer besonders gern Ingwer mag, mischt einfach noch etwas sehr fein gemahlenen, getrockneten unter. Und wer für Anis schwärmt, ergänzt die fertige Mischung eben mit einer mehr oder minder großzügigen Portion davon. Ein Geflügelgericht verträgt beispielsweise mehr Ingwer im Curry, zu Süßspeisen wiederum passt eine Curry-Zimt-Note besonders gut. Auch Zwiebeln und Knoblauch harmonieren gut mit fertigen Mischungen; und in Kombination mit  exotischen Früchten wie Ananas oder Banane entfalten sie ebenfalls ein interessantes Aroma.

Kurzum: Wer hier Experimente wagt, wird fast immer mit kulinarischen Aha-Erlebnissen belohnt. Schließlich bietet keine andere Gewürzmischung der Welt so viel Spielraum für Kreativität wie Curry! Und wirklich falsch machen kann man dabei nichts; im schlimmsten Fall schmeckt´s eben anders als erwartet. Klar ist, dass man mit Chili sparsam umgeht, wenn man es nicht so sehr scharf schätzt. Falls man sich dabei mal vertut, ist das aber auch kein Drama. Sahne oder Kokosnussmilch retten ein zu scharfes Currygericht zuverlässig, runden den Geschmack ab und machen es auch für empfindliche Zungen verträglicher.

Ganz wichtig: Wollen Sie Ihre private Mischung nicht gleich verbrauchen, sondern länger aufbewahren, dann müssen sämtliche Zutaten getrocknet sein! Frisches wie Kräuter oder Knoblauch sowie Fruchtschale würde zu schnell verderben.  Als Gewürzmischung passt Curry nicht nur zu , sondern gibt auch europäischen Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten sowie Saucen, Kartoffel- und Nudelsalat, Eiergerichten oder cremigen Suppen eine besondere Note. Schon eine Prise oder ein halber Teelöffel sorgt für leicht exotischen Geschmack und eine schöne Farbe!

Rezepte mit Curry:

Rezepte mit Curry finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Ähnliche Artikel
Warenkunde Kurkuma: Was man über Kurkuma wissen sollte und warum das Gewürz so gesund ist. Hier klicken!
Kaffirlimettenblätter
Kaffirlimettenblätter sehen nicht nur hübsch aus, sie verströmen auch ein hinreißendes Aroma. Lesen Sie hier, wo man sie bei uns bekommt und was man damit alles machen kann.
Warenkunde Zimt
Erfahren Sie hier, was Zimt alles kann und wann er gefährlich wird.
Schreiben Sie einen Kommentar