Erdbeeren: Rezepte und Wissen | EAT SMARTER
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Warenkunde

Erdbeeren

Erdbeeren sind gesund Erdbeeren sind gesund

Den Titel „Königin der Früchte“ trägt die Erdbeere aus gutem Grund: Jeder liebt sie, sie schmeckt einfach köstlich und ist dazu noch unglaublich gesund. Alles weitere Wissenswerte über ihre vielen Vorzüge verrät die EAT SMARTER-Warenkunde.

Das sollten Sie über Erdbeeren wissen

Rund 3 Kilo essen wir durchschnittlich pro Jahr und Kopf. Echte Erdbeerfans verdrücken auch weit mehr. Auf jeden Fall steht die Erdbeere seit vielen Jahren und Jahrzehnten unangefochten ganz oben in den Charts der bei uns beliebtesten Früchte. Allein in Deutschland gibt es rund 1.000 verschiedene Sorten Erdbeeren mit teilweise kuriosen Namen wie „Mieze Schindler“, „Pegasus“, „Lambada“ oder „Polka“. Je nach Sorte sind sie hell- bis dunkelrot gefärbt und rundlich oder oval bis spitz geformt. Von Bedeutung sind die Sorten aber nur für Leute mit Garten, die ihre Erdbeeren selbst züchten – im Verkauf spielen Sortennamen gar keine Rolle.

Wie die einzelne Erdbeere genannt wird, ist Erdbeerfans im übrigen ebenso egal wie die Tatsache, dass es sich streng genommen gar nicht um Beeren handelt: Auch wenn man sie traditionell als "Königin der Beerenfrüchte" hofiert – vom rein botanischen Standpunkt aus gesehen ist die aromatische Erdbeere eine sogenannte „Sammelfrucht“. Hinter diesem Namen steckt aber nicht etwa, dass man Erdbeeren sammeln kann, sondern vielmehr, dass sie sich aus mehreren Samen zusammensetzt.

Man kann das sogar auf den ersten Blick sehen: Die kleinen, gelben „Kernchen“, die in der roten Oberfläche stecken, sind die eigentlichen Früchte. Wer weiß, dass die süßen Objekte der kulinarischen Begierde zu rund 90 % aus Wasser bestehen, wundert sich vielleicht, dass sie dabei so köstlich schmecken. Doch die übrigen 10 % haben es in sich: Je mehr Sonne die Erdbeeren tanken durften, desto höher ihr Gehalt an Fruchtsäuren, Fruchtzucker und Aromastoffen - und umso intensiver ihr Geschmack.

Saison: Erdbeeren im März oder April? Schön und gut - aber echte Fans warten lieber ab, bis die Saison startet. Bei uns ist das etwa Ende Mai und dauert bis August. Es ist keineswegs Einbildung, dass frühreife Erdbeeren, die aus Mittelmeerländern und Israel zu uns kommen, nicht so süß und „erdbeerig“ wie einheimische Sommer-Erdbeeren schmecken. Denn tatsächlich kultivieren deutsche Anbauer andere, aromatischere Erdbeersorten.

Herkunft & Geschichte: Die Urahnen unserer Gartenerdbeere waren die kleine Scharlach-Erdbeere und die große Chili-Erdbeere, die vor über 200 Jahren in Amerika gekreuzt wurden. Bei uns züchtet man Erdbeeren erst seit Ende des 19. Jahrhunderts; vorher kannte man nur die besonders aromatische, kleine Walderdbeere.

Wie gesund sind eigentlich Erdbeeren?

Wer gern und oft Erdbeeren nascht, lebt nicht nur gut, sondern auch sehr gesund. Mit null Gramm Fett sind die Früchtchen zum Beispiel schon mal absolut figurfreundlich. Außerdem stecken in Erdbeeren mehr als 300 verschiedene Aromastoffe, unter anderem auch Ferula- und Ellagsäure. Diese beiden sekundären Pflanzenstoffe sind für ihre krebsvorbeugende Wirkung bekannt.

Das Fazit einer amerikanischen Studie legt unter anderem den Schluss nahe, dass die in Erdbeeren zahlreich enthaltenen Polyphenole und Anthocyane sogar das Lungenkrebsrisiko von Rauchern beachtlich senken könnten.

Doch damit noch lange nicht genug: Erdbeeren liefern sogar mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen, nämlich 65 mg pro 100 g. Dazu kommen beachtliche Mengen an Vitamin K, Folsäure, Biotin und Pantothensäure.

Wegen des relativ hohen Eisengehalts gelten Erdbeeren zudem als besonders günstig bei Blutarmut, zugleich aktiviert das darin reichlich enthaltene Kalium die Nierentätigkeit. Erdbeeren helfen uns also dabei, den Körper zu entwässern und zu entschlacken. Ärzte und Naturheilkundler empfehlen daher vor allem auch Gicht- und Rheumakranken, bei Erdbeeren zuzugreifen.

NÄHRWERTE VON ERDBEEREN PRO 100G  
Kalorien 32
Eiweiß 0,8 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 5,5 g
Ballaststoffe 1,6 g

Erdbeeren – gut zu wissen:

Ob Erdbeeren aus ökologischem Anbau besser schmecken, darüber kann man streiten. Untersuchungen, die einen besseren Geschmack von Bio-Erdbeeren bestätigen, gibt es jedenfalls bisher nicht. Wohl aber konnten Verbraucherschutzorganisationen und Forschungsinstitute nachweisen, dass Bio-Erdbeeren deutlich weniger Rückstände aufweisen als ihre Schwestern aus herkömmlichem Anbau.

Das liegt daran, dass Erdbeeren wegen ihrer rauen Oberfläche speziell bei feuchter Witterung einen idealen Nährboden für Pilze bieten, was man im konventionellen Landbau mit Pflanzenschutzmitteln ausgleicht. Ökologisch arbeitende Obstbauern hingegen verhindern den Befall mit natürlichen Mitteln: Durch sparsames „Pimpen“ mit rein organischem Dünger bildet sich weniger Laub an den Pflanzen. Die Folge: Tau und Regen an den Blättern trocknen schneller ab und Pilze haben kaum einen Nährboden.

Einkaufs- und Küchentipps für Erdbeeren:

Einkauf: Saftig prall und appetitlich glänzend, so sollen Erdbeeren aussehen. Aber Achtung - bei Erdbeeren täuscht leider oft der schöne Schein, und das Aussehen allein sagt wenig aus: Eine tiefrote Farbe zum Beispiel heißt noch lange nicht, dass die Erdbeeren süß und aromatisch schmecken.

Oft sind gerade die „Schönheiten“ im Geschmack eher fade oder noch nicht ganz ausgereift. Der richtige Erntezeitpunkt ist bei Erdbeeren darum ganz besonders wichtig, denn sie reifen nicht nach, sobald sie einmal gepflückt sind.

Wenn man richtig süße Früchte haben möchte, hilft nur eins: Erdbeeren dann kaufen, wenn sie bei uns wirklich Saison haben – und Probieren! Am besten geht das auf dem Wochenmarkt, aber auch mancher türkische Händler findet nichts dabei, wenn man Erdbeeren vor dem Kauf verkosten will.

Ein gutes Indiz für die richtige Reife sind bei Erdbeeren übrigens die Kelchblätter - lassen sie sich leicht ablösen, sind die Erdbeeren vollreif.

Bei Erdbeeren im Kunststoffbehälter am besten kritisch auf eventuelle Druckstellen und Schimmel achten. Achten Sie beim Einkauf auch darauf, dass die Früchte weder überreif und matschig aussehen noch grüne Stellen haben.

Lagerung: Reife Erdbeeren reagieren auf Druck, Nässe und Kälte mit Aroma-, Nährstoff- und Formverlusten. Daher empfehlen Experten, die feinen Früchtchen am besten gleich nach dem Einkauf oder Pflücken zu genießen und sie nur im Ausnahmefall länger aufzubewahren.

Im Kühlschrank halten sich Erdbeeren 1-2 Tage am besten, wenn man sie gleich nach dem Waschen und Putzen auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Tablett verteilt.

Wichtig: Angeschimmelte Beeren oder solche mit größeren Druckstellen sortiert man am besten sofort aus, denn sie verderben sonst selbst im Kühlschrank die übrigen Früchte sehr schnell. Keinesfalls sollten Sie angeschimmelte Erdbeeren noch essen!

Einfrieren lassen sich Erdbeeren übrigens gut, allerdings werden sie nach dem späteren Auftauen wegen des hohen Wassergehalts sehr weich. Für Kuchen oder Torten sowie Obstsalate eignen sich Erdbeeren aus dem „Kälteschlaf“ also nicht, wohl aber für Cremes, Quarkspeisen, Eis und Smoothies.

Zum Einfrieren lässt man die geputzten, trockenen und makellosen Erdbeeren flach nebeneinander auf einem Tablett ausgebreitet vorgefrieren. So kleben sie nicht zusammen und lassen sich perfekt portionsweise entnehmen, wenn man sie danach in Beuteln oder Dosen endgültig einfriert.

Vorbereiten: Erdbeeren brauchen Fingerspitzengefühl! Eine kalte Dusche mögen sie gar nicht, und ein harter Wasserstrahl macht sie matschig und wässrig. Um den Geschmack zu erhalten, wäscht man die Erdbeeren nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer Schüssel mit frischem Wasser.

Die Erdbeeren darin behutsam hin und her bewegen, dann erst im Sieb und zum Schluss auf Küchenpapier abtropfen lassen. Erst jetzt die grünen Blättchen und Stielansätze entfernen.

Zubereitungstipps für Erdbeeren

Eigentlich gibt es ja fast nichts, was man aus Erdbeeren nicht zaubern kann: Obstsalat, Eis, Tortenbelag, Quarkspeisen, Fruchtsoße, Konfitüre, Gelee, Smoothies, Kaltschalen, rote Grütze und, und, und – die Liste der süßen Genüsse mit Erdbeeren ist endlos lang.

Was aber immer noch fast als Geheimtipp gilt: Erdbeeren passen auch perfekt zu herzhaften Gerichten! Die leicht säuerliche Süße von Freilanderdbeeren harmoniert hervorragend mit scharfen Gewürzen. Eine Prise Chili oder Pfeffer beispielsweise gibt Erdbeeren einen besonderen Kick, und auch die Kombination mit einem guten, luftgetrockneten Schinken kann sehr reizvoll schmecken.

Rezepte mit Erdbeeren:

Rezepte mit Erdbeeren finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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"Im Kühlschrank halten sich ungewaschene Erdbeeren...., wenn man sie gleich nach dem Waschen..." - aha, ungewaschen gewaschen... Ja was denn nun???!!?! Sorry, aber so informativ der Artikel in mancher Hinsicht ist, so schlecht ist er leider an anderer Stelle. Denn auch die Stelle mit dem Entschlacken ist Unsinn, solange im menschlichen Körper keine Schlacken nachgewiesen sind. LG
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Liebe(r) ancalimon, wir haben die Passage nun verständlicher formuliert. Viele Grüße aus der EAT SMARTER-Redaktion!
 
Das Waschen der Erbeeren, habe ich so nicht gewußt. Danke für den Tip.
 
So ging es mir auch; aber: Ist es wirklich nötig Erbeeren zu waschen? Es ist belegt, dass die Spritzgifte kaum außen auf der Beere zu finden sind, sondern vornehmlich im Inneren der Frucht und da bringt das Waschen nichts. Und falls die Früchte mit Bakterien kontaminiert wären: Könnte man sie abspülen und dient das Waschen in diesem Fall nur der persönlichen "Beruhigung"? :-)
 
Ihre Erdbeerkunde ist fast umfassend, doch leider übergehen Sie die Sortenfrage. Nicht nur für Gärtner ist die Sorge wichtig, sondern auch für den Käufer, um ihm bei der großen Anzahl einheimischer Sorten eine Hilfestellung zu geben. Ich bevorzuge zum Beispiel kleine, fast runde Erdbeeren, da ich sie für die aromatischten halte. Wie heißen sie, damit ich gezielt auf dem Markt danach fragen kann?

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