Erdnussöl | EAT SMARTER
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Erdnussöl

Erdnussöl sollte in keiner Küche fehlen Erdnussöl sollte in keiner Küche fehlen

In ganz Asien und auch in den USA steht in jeder Küche eine Flasche davon – nur bei uns kennt noch immer kaum jemand Erdnussöl. Das ist schade, denn speziell aus Kaltpressung kann Erdnussöl uns kulinarische Aha-Erlebnisse verschaffen. Was das hierzulande noch exotische Öl sonst noch so alles drauf hat, lesen Sie hier.

Das sollten Sie über Erdnussöl wissen

Erdnussöl, Sie ahnen es sicher schon, wird tatsächlich aus Erdnüssen hergestellt – die botanisch übrigens nicht zu den Nüssen, sondern zu den mit rund 45 % sehr fettreichen Hülsenfrüchten gehören! Bevor die „Nuss“ genannten Früchte in die Ölpresse wandern, lässt man sie nach der Ernte etwa 2-3 Wochen trocknen, damit sich ihr Wassergehalt von ca. 40 % auf maximal 7 % verringert und der Fettanteil entsprechend überwiegt. Anschließend werden bei raffiniertem Erdnussöl die Erdnüsse geschält, geröstet, gepresst und unter Zusatz von Hitze gepresst. Zum Schluss wird das Öl noch durch Filterung von Trübstoffen und anderen eventuell übrigen unerwünschten Anteilen befreit und abgefüllt. Bei der Kaltpressung von nativem Erdnussöl verzichtet man auf die meisten dieser Arbeitsschritte, nur geschält werden die Früchte natürlich.

Das Erdnussöl in deutschen Supermarktregalen gehört fast immer zu den raffinierten Sorten. Im Vergleich zu anderen Ölen aus Nüssen und Samen ist es ausgesprochen preiswert. Etwas mehr muss man für kaltgepresstes Erdnussöl ausgeben.

Herkunft: Zuhause sind Erdnüsse ursprünglich in Südamerika. Die ersten Erdnüsse gab es bereits vor mehr als 7.500 Jahren in Peru; von dort aus verbreitete sich die Pflanze über ganz Amerika und später durch die spanischen Eroberer weiter bis hin nach Europa. Heute wachsen Erdnüsse in allen tropischen und subtropischen Teilen der Welt; der Haupthersteller für Erdnussöl ist aber Indien, wo 90 % der gesamten Ernte in die Ölpresse wandern.

Geschmack: Wer einen ausgeprägt nussigen Geschmack möchte, greift am besten zu nativem bzw. kaltgepresstem Erdnussöl, das außerdem die meisten Nährstoffe enthält. Auch Erdnussöl aus den USA und aus Afrika gilt als relativ kräftig. Raffiniertes Erdnussöl schmeckt im Vergleich deutlich milder und fast neutral.

Wie gesund ist eigentlich Erdnussöl?

Mit rund 44 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren und etwa 37 % einfach ungesättigten Fettsäuren (überwiegend Ölsäure) gehört Erdnussöl zweifellos zu den empfehlenswerten Speisefetten und kann dazu beitragen, einen zu hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel zu senken. Mit rund 23 mg Vitamin E pro 100 ml stärkt Erdnussöl außerdem das Immunsystem und schützt die Körperzellen vor Freien Radikalen. Auch die darin enthaltenen Vitamine B1, D und K wirken günstig auf die Gesundheit.

Nährwerte von Erdnussöl pro 100 ml  
Kalorien 895
Eiweiß 0 g
Fett 99 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Erdnussöl – gut zu wissen

Wer auf Erdnüsse allergisch reagiert, sollte mit Erdnussöl zumindest vorsichtig sein: Auch im Öl können noch Reste der Eiweiße stecken, die allergische Reaktionen auslösen. Das gilt allerdings vorwiegend für natives bzw.  kaltgepresste Erdnussöl, wie britische Forscher bei einer Studie mit 60 Erdnussallergikern feststellten. Die Testpersonen bekamen sowohl Proben von raffiniertem als auch von nativem Erdnussöl. Die überwiegende Mehrheit vertrug beide Sorten überraschend gut; nur auf das kaltgepresste Öl reagierten sechs Studienteilnehmer allergisch.

Wichtig: Kinder und besonders Säuglinge mit einer Erdnussallergie sollten trotzdem vorsichtshalber überhaupt kein Erdnussöl bekommen!

Einkaufs- und Küchentipps für Erdnussöl

Einkauf: Erdnussöl, in dem Trübstoffe schwimmen, besser stehen lassen: sie deuten darauf hin, dass der Inhalt der Flasche bereits ranzig sein könnte.

Lagerung: Wie alle Speiseöle mag auch Erdnussöl es gerne kühl und dunkel, weil Licht und Luft schnell dazu führen, dass seine wertvollen Fettsäuren oxidieren und es ranzig schmecken lassen. Bei richtiger Lagerung hält sich Erdnussöl dennoch eine ganze Weile. Sie können Erdnussöl auch im Kühlschrank aufbewahren. Dann sollten Sie es allerdings rechtzeitig herausnehmen, denn bei Temperaturen unter 10 °C wird Erdnussöl fest und gelartig. Die Qualität beeinträchtigt das aber nicht - sobald das Öl wieder auf Zimmertemperatur kommt, hat es wieder den ursprünglichen Geschmack und seine normale flüssige Konsistenz.

Zubereitungstipps für Erdnussöl

Mit seinem hohen Rauchpunkt von rund 230 °C eignet sich raffiniertes Erdnussöl sehr gut zum Braten, Kochen, Grillen und Frittieren. Sie können es problemlos als Ersatz für andere Speiseöle einsetzen und natürlich auch wunderbar für Salatsaucen, Mayonnaise oder Dips nehmen. Natives Erdnussöl verbrennt bereits bei etwa 160 °C und sollte darum nicht zu stark erhitzt werden. Es passt perfekt zu Asia-Gerichten wie zum Beispiel Asiatische Nudeln mit Gemüse und Tofu oder lässt sich bestens zum Garen im Wok verwenden. Sie können auch etwas tricksen: Mixen Sie kaltgepresstes Öl einfach mit raffiniertem, hoch erhitzbaren Speiseöl – dann verträgt es auch höhere Temperaturen. Übrigens: Wer vom Erdnuss-Geschmack einfach nicht genug bekommt, der kann ihn mit Erdnussöl noch zusätzlich unterstreichen.

Rezepte mit Erdnussöl:

Rezepte mit Erdnussöl finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Genau was ich wissen wollte !!!!!!
 
Die Erläuterungen sind sehr gut und hinweisen, aber wo bekomm ich es zu kaufen? Gruss, B.v.Kr.
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Frau von Kralik, Erdnussöl können Sie in gut sortierten Supermärkten oder in Asialäden kaufen. Viele Grüße von EAT SMARTER