Esskastanien | EAT SMARTER
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Esskastanien

Knabberei für Figurbewusste: Esskastanien Knabberei für Figurbewusste: Esskastanien

Sie kennen Esskastanien noch nicht? Dann haben wir einen heißen Tipp für Sie: Die leckeren Nussfrüchte – auch unter dem Namen Maronen bekannt – sind der Herbsthit für alle, die gern figurbewusst knabbern und dabei sowohl dem Gaumen als auch der Gesundheit etwas Gutes tun möchten.

Das sollten Sie über Esskastanien wissen

Ähnlichkeiten zwischen Rosskastanien und Esskastanien sind zwar nicht zufällig, aber trotzdem gibt es zwischen den botanisch eng verwandten Nussfrüchten einen entscheidenden Unterschied: Nur Esskastanien sind auch genießbar. Sie wachsen überall dort, wo man auch Wein anbaut, bei uns also vor allem in Süddeutschland, wo man sie auch liebevoll „Maroni“ nennt. Der Name führt leicht zu Verwechslungen und Verwirrungen: Maronen heißt bekanntlich auch eine Wildpilzsorte, und außerdem ist nicht jede Esskastanie eine Marone. Tatsächlich unterteilt man essbare Kastanien in zwei Gruppen: in die gewöhnlichen Esskastanien und die echten Maronen. Letztere gelten als die feinere Variante und sind an ihrer herzartigen Form mit dreieckiger Unterseite und an ihrer rotbraunen Schale mit dunklen Streifen zu erkennen. Einfache Esskastanien sind insgesamt größer und haben eine rundliche, einseitig abgeflachte Form.

Zu den Traditionen in Süddeutschland und in vielen Mittelmeerländern gehört es, an den ersten kühlen Herbsttagen frische Esskastanien und Maronen noch heiß zu vernaschen, die der „Maroni-Mann“ in mobilen Öfen röstet und in Papiertüten verpackt nach Gewicht frisch aus dem Feuer verkauft. Für unsere Vorfahren war die Esskastanie aber weit mehr als nur eine leckere herbstliche Knabberei: Sie spielte früher eine große Rolle als preiswertes oder sogar kostenloses, ausgesprochen nahrhaftes Lebensmittel. Wegen ihres hohen Gehalts an Stärke nannte man die Esskastanie früher auch „Kartoffel für die Armen“ oder “Brot des kleinen Mannes“.

Herkunft: Schon vor rund 2.000 Jahren wuchsen Edelkastanien in Zentralasien und verbreiteten sich von dort aus im gesamten Mittelmeerraum. Heute gedeihen die zu den Buchengewächsen gehörenden Bäume überall dort, wo ein warmes mildes Klima herrscht. Die meisten Esskastanien und Maronen kommen aus der Türkei, Spanien, Italien und Südfrankreich zu uns.

Saison: Frische Esskastanien bekommt man von Oktober bis Dezember. Außerhalb der Saison kann man aber auch auf Esskastanien aus der Dose, aus dem Glas oder aus dem Vakuumpack zurückgreifen, die bereits gegart sind.

Geschmack: Rohe Esskastanien haben einen leicht nussigen, aber sehr dezenten Geschmack. Erst beim Rösten oder Kochen bildet sich aus der reichlich enthaltenen Stärke Zucker, der den Esskastanien ihr typisches, angenehm süßes Aroma gibt.

Wie gesund sind eigentlich Esskastanien?

Bei manchen sind Esskastanien als „Dickmacher“ in Verruf geraten – dabei gehören sie in Wahrheit zu den Knabbereien, die sogar Figurbewusste ganz ohne Reue genießen dürfen. Denn  es stimmt zwar, dass Esskastanien über 40 % Kohlenhydrate und knapp 200 Kalorien pro 100 g enthalten. Aber dafür bringen sie es auf nur knapp 2 % Fett und fast ein Drittel des täglichen Solls an gesunden Ballaststoffen. Mit an Bord sind außerdem beachtliche Mengen an wichtigen Nährstoffen wie Kalium, Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, C, E und Folsäure.

Nährwerte von Esskastanien pro 100 Gramm  
Kalorien 196
Eiweiß 3,4 g
Fett 1,9 g
Kohlenhydrate 41 g
Ballaststoffe 8,4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Esskastanien

Einkauf: Achten Sie beim Einkauf darauf, dass Esskastanien bzw. Maronen prall und wurmfrei sind. Machen Sie eventuell zu Hause einen Test: Sinken die Früchte in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser auf den Boden, sind sie frisch – schwimmen sie oben, sollte man sie besser nicht mehr essen.

Lagerung: Lassen Sie sich von der robusten Schale nicht täuschen: Esskastanien sehen zwar aus, als könnten sie längere Zeit gelagert werden, ihr leckeres Innenleben verliert  aber schon nach wenigen Tagen erheblich an Geschmack und wird zäh. Esskastanien und Maronen darum bald nach dem Einkauf verbrauchen und maximal 1-2 Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Einfrieren: Wer einen Vorrat an Esskastanien oder Maronen anlegen möchte, kann sie prima einfrieren: Einfach die Schale einritzen, die Kastanien etwa 20 Minuten kochen und dann abkühlen lassen. Zuletzt die Schale entfernen, die Esskastanien in Beutel oder Dosen verpacken und ins Gefrierfach damit – dort halten sie sich ungefähr 6 Monate.

EAT SMARTER Empfehlung für Esskastanien

Mit ihrem hohen Stärkegehalt und ihrem mild-nussigen Geschmack sind Esskastanien auch bei Kindern und sogar Babys oft beliebt. Probieren Sie es zum Beispiel mal mit einem Püree aus Kartoffeln und gekochten Esskastanien!

Zubereitungstipps für Esskastanien

Das höchste der Gefühle ist  für viele Esskastanienfans das Rösten der feinen Früchte. Dazu braucht man nur die Schale kreuzweise einzuschneiden (sie ist weich genug dazu!). Das Einschneiden ist nicht nur fürs gleichmäßige Garen bedeutsam, sondern verhindert vor allem auch, dass die leckeren Früchte explodieren, wenn man sie anschließend auf höchster Stufe im Backofen etwa 20 Minuten röstet. Fertig sind sie, wenn sich die Schalen von den Früchten lösen und es in der Küche anfängt, angenehm zu duften. Extra-Tipp: Stellen Sie während des Röstens ein feuerfestes Gefäß mit Wasser mit in den Ofen, dann bleiben die Esskastanien schön saftig.

Kleinere Mengen lassen sich übrigens auch prima in einer – möglichst schweren, gusseisernen - Pfanne zubereiten. Ist die Schale aufgeplatzt, lässt sie sich leicht entfernen. Nun braucht man nur noch den braunen Flaum von den Früchten abzuziehen und kann sie anschließend noch warm pur oder mit etwas Butter und Salz vernaschen. Oder Sie servieren die heißen Maronen bzw. Esskastanien wie die Schweizer mit Käse und einem Glas Wein.

Sie können Esskastanien natürlich auch kochen, allerdings haben Sie dann nicht den typischen würzigen Röst-Geschmack. Diese Methode eignet sich vor allem, wenn Sie aus den Maronen eine Suppe, ein Püree, eine Creme etc. zubereiten möchten oder sie zusammen mit Rosenkohl oder Rotkohl zur Gans reichen wollen. Zum Kochen die Esskastanien einritzen, in kochendes Wasser geben und etwa 15 Minuten garen. Wenn sich die Schale löst, Kastanien abgießen, schälen und von der Innenhaut befreien.

Glasierte Esskastanien

Dieser Klassiker als herbstliche Beilage zu gebratenem Wild, Geflügel oder Kotelett und Steak ist ganz einfach zubereitet:

500 g frische Esskastanien an den unteren Seiten kreuzweise einritzen und in kochendem Wasser 10 Minuten garen. Abgießen, kalt abschrecken und schälen. 50 g Butter in einer Pfanne zerlassen, 3 EL braunen Zucker darin schmelzen und karamellisieren lassen. Die Kastanien zufügen und gut untermischen. Mit 1/8 l Weißwein oder Fleischbrühe ablöschen und bei großer Hitze kochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist – fertig.

Rezepte mit Esskastanien:

Rezepte mit Esskastanien finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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ich kaufe esskastanien beim türken in berln neuköln dort gibt es sie in frischhaltetüten abgepackt und soooo superfrisch und lecker eine knabberei vor dem fernseher dazu olive und kefir ein traum