Guter Heinrich | EAT SMARTER
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Guter Heinrich

Guter Heinrich – zu Recht von der Naturheilkunde geschätzt Guter Heinrich – zu Recht von der Naturheilkunde geschätzt

Warenkunde Guter Heinrich: Was man über das Gemüse Guter Heinrich wissen muss und warum es so gesund ist. Hier klicken!

Manche mögen's wild – und schätzen daher dieses uralte Gemüse, das in jeder Hinsicht an Spinat erinnert und nichts kostet. Denn wer Lust und Zeit zum Sammeln hat, kann den Guten Heinrich einfach selbst pflücken.

Das sollten Sie über Guter Heinrich wissen

Woher der Gute Heinrich seinen Namen hat, ist umstritten und von Legenden umrankt. Manche meinen, man hätte ihn nach dem französischen König Henri (Heinrich) IV getauft. Dafür könnte sprechen, dass man das hierzulande auch „Bergspinat“ oder „Wilder Mehlspinat“ genannte Gemüse in anderen Sprachen unter dem gleichen Namen kennt. In England heißt es zum Beispiel „Good King Henry“, in Frankreich „Chénopode Bon Herni“ und in den Niederlanden „Brave Hendrik“. Die zweite Theorie lautet: Den Namen Heinrich gab man in alten Zeiten gern guten Elfen und Kobolden, und weil der Gute Heinrich so viel Gutes bewirkt, hat er sich eben einfach einen solchen „Kobold-Titel“ erworben.

Wie dem auch sei, fest steht: Der Gute Heinrich wächst buchstäblich wie wild an Straßenrändern, auf Wiesen, in der Nähe von Viehställen und in den Bergen besonders üppig in der Umgebung von Almhütten. Anbau gibt es nicht, man muss also den Guten Heinrich selbst auf Spaziergängen oder im eigenen Garten ernten. Gartenbesitzer sind übrigens nicht immer wirklich froh, wenn er Gute Heinrich sie beehrt, denn er neigt dazu, nach und nach immer mehr Platz zu beanspruchen. Dafür sieht er aber hübsch aus, schmeckt gut und ist gesund. Wer es also probieren möchte, braucht nur einmal Jungpflanzen aus Saatgut zu ziehen. Nach dem Einpflanzen säen sie sich selbst aus und brauchen wenig Pflege. Man erntet die zarten Blätter der jungen Pflanze und die Blütenstiele und bereitet sie wie Spinat zu, mit dem der Gute Heinrich eng verwandt ist – beide Gemüse gehören zu den Gänsefußgewächsen.

Geschmack: Der Gute Heinrich ähnelt geschmacklich seinem nahen Verwandten, ist aber etwas herber und würziger als Spinat.

Herkunft: Guter Heinrich war in uralten Zeiten einmal eine Kulturpflanze, die von den Menschen in Europa und in Nordamerika angebaut wurde.

Saison: Die ersten Blätter des Guten Heinrich kann man schon ab April ernten; von Mai bis August trägt er dann auch Blüten. Sie sehen eher unscheinbar aus, können aber ebenfalls gegessen werden.

Wie gesund ist eigentlich Guter Heinrich?

Sein Name ist Programm: Der Gute Heinrich hat in der traditionellen Naturheilkunde einen tadellosen Ruf. Kein Wunder, denn er enthält einen Mix aus Saponinen, Mineralstoffen (besonders Eisen) und Vitamin – das macht ihn zum bewährten Mittel vor allem bei Blutarmut, Verstopfung und Entzündungen. Seine Blätter galten, äuerßlich als Umschlag angewendet, schon im Mittelalter als wirksam gegen Hautentzündungen und Abzesse.

Guter Heinrich - gut zu wissen:

Der Gute Heinrich macht seinem Namen zwar Ehre, allerdings gibt es eine Einschränkung: Wer an Gicht oder Nierenbeschwerden leidet, isst ihn besser nicht.

Einkaufs- und Küchentipps für Guter Heinrich

Lagerung: Für lange Aufbewahrung eignet sich Guter Heinrich nicht, verbrauchen Sie ihn also möglichst zügig, sobald Sie ihn gesammelt bzw. geerntet haben.

Guter Heinrich vorbereiten: Das Vorbereiten von Guter Heinrich funktioniert im Prinzip wie bei Spinat: Verlesen Sie die Blätter, zupfen Sie die dickeren Stiele ab und waschen Sie die Blätter dann mehrmals in einer Schüssel mit Wasser. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen und am besten in der Salatschleuder trockenschleudern, wenn Sie das Wildgemüse roh verwenden wollen. Möchten Sie Guter Heinrich hingegen garen, kann er wie Spinat einfach nach dem Waschen tropfnass in den Topf wandern.

Zubereitungstipps für Guter Heinrich:

Im Prinzip lässt sich Guter Heinrich genauso verwenden wie Blattspinat. Er schmeckt jung auch roh sehr gut und passt perfekt zu anderen wilden oder auch nicht wilden grünen Salatgemüsesorten. Wollen Sie Guter Heinrich lieber wie Spinat dünsten und als Beilage zu Eiern, Fisch, Geflügel oder Getreide reichen:  Einfach tropfnass in einen Topf geben, leicht salzen, den Deckel auflegen und die Blätter zusammenfallen lassen – fertig. Übrigens: Auch die jungen Triebspitzen schmecken toll und stecken voller nützlicher Nährstoffe.

Gefährdung für Guter Heinrich:

Guter Heinricht steht mittleweile auf der roten Liste gefährdeter Arten. In machen Bundesländern ist er sogar bereits vom Aussterben bedroht. Dem Guten Heinrich zuliebe, sollten Sie ihn an Ort und Stelle stehen lassen, falls Ihnen die Pflanze in freier Natur begegnet. Sollten Sie dennoch nicht auf Guten Heinrich verzichten können, oder diesen unbedingt probieren wollen, können Sie die Samen dafür im Baumark kaufen und Ihre eigene Pflanze pflegen.

Rezepte mit Guter Heinrich:

Rezepte mit Guter Heinrich finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Guter Heinric im Wallis ch" Heimina" genannt. Spezial für Heiminaminostrone aber auch als Gemüse . Esse es seit 70 Jahren und ist immer noch sehr gut. Nur schon das Sammeln in den Voralpen hält mich Fit .
 
der Gute Heinrich ist in fast allen Teilen Deutschlands stark gefährdet und überall streng geschützt. Die Zeiten, in denen er "wie wild" wuchs, sind seit über 30 Jahren vorbei.