Hähnchen | EAT SMARTER
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Hähnchen

Was man über Hähnchen wissen sollte. Was man über Hähnchen wissen sollte.

Was man über Hähnchen wissen sollte: Tierhaltung, Nährstoffe und Fleischqualität.

Hähnchen ist mit gut 20 Prozent sehr eiweißreich, enthält nur wenig gichtfördernde Purine und im Schnitt knapp 6 Prozent Fett. Die Qualität des Fettes von Hähnchen ist ausgezeichnet; Sie können es an der weichen, fast flüssigen Konsistenz erkennen. Faustregel: Hartes Fett enthält viele, weiches wenige gesättigte Fettsäuren. Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist im Fett von Hähnchen erheblich höher als bei Rind und Lamm und sogar noch etwas höher als beim Schweinefett. Ein weiterer Vorteil: Hormone werden bei der Hähnchenmast garantiert nicht an die Tiere verabreicht. Das ist sowieso verboten, würde aber auch nichts bringen, denn mit Hormonzusätzen könnten die Mäster weder den Fleischansatz fördern noch eine bessere Futterausnutzung erwirken. Der Grund: Hähnchen sind junge Tiere, die vor der Geschlechtsreife geschlachtet werden. Hormone wirken also noch gar nicht.

Hähnchen: gut zu wissen

Das Fleisch von Hähnchen ist im Durchschnitt genauso cholesterinreich wie Schweineschinken, ja es enthält sogar mehr von dem Problemstoff als ein mageres Schweinekotelett. Das weiße Fleisch der Hähnchenbrust hat nur halb so viel Eisen wie dieselbe Menge Rindfleisch, selbst das dunklere Fleisch der Keulen bietet nur wenig mehr von dem wichtigen blutbildenden Mineralstoff. Wie immer bei Tieren aus Massentierhaltung muss man mit Rückständen von Medikamenten im Fleisch rechnen – obwohl der Gesetzgeber durch strenge Vorschriften versucht, diese Fälle auszuschließen. Die Kontrollbehörden fanden deshalb in den letzten Jahren nur wenige Proben mit erhöhten Rückständen. Ein größeres Risiko bilden schädliche Keime. Vor allem Infektionen mit dem Durchfallerreger Campylobacter nehmen zu. In jedem 4. Stück Hühnerfleisch, das in der EU roh verkauft wird, wurden die Keime nachgewiesen. Sie sind nach Angaben der europäischen Lebensmittelbehörde für die meisten Infektionen verantwortlich, bei denen sich Menschen durch Tierprodukte anstecken. In Europa erkrankten im Jahr 2007 über 200.000 Menschen an einer Campylobacter-Infektion. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem in Deutschland geht die Zahl steil bergauf; das staatliche Robert-Koch-Institut macht die warmen Temperaturen dafür verantwortlich. Glücklicherweise waren die Behörden im Kampf gegen Salmonellen erfolgreicher. Zwar sind Salmonelleninfektionen nach wie vor die zweithäufigste Ursache für Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, aber seit einigen Jahren stecken sich weniger Menschen mit diesem Keim an.

EAT SMARTER-Empfehlung:

Heiße, frisch gekochte Brühe vom Suppenhuhn gilt als Hausmittel bei Erkältung; einige Forscher sagen ihr sogar eine antivirale Wirkung nach. Wer zu Gicht neigt, fährt mit Hähnchenfleisch besser als mit Rind, Lamm oder Schwein. Falls der Cholesterinspiegel hoch ist, Sie jedoch insgesamt sehr fettarm essen, kann Hähnchenfleisch ein- bis zweimal die Woche auf den Tisch kommen. Als Eisenlieferanten eignen sich jedoch dunkle Fleischsorten besser als Geflügel. Weil auf Geflügelfleisch reichlich schädliche Keime sitzen können, gilt in der Küche doppelte Vorsicht. Bei gefrorener Ware das Auftauwasser nicht mit anderen Lebensmitteln oder mit Küchengeräten in Kontakt bringen, sonst besteht Ansteckungsgefahr. Auch beim Umgang mit frischem Geflügel waschen Sie besser vorsichtshalber alle benutzten Küchengeräte und die Hände gründlich, bevor Sie andere Lebensmittel berühren. Benutzen Sie bei der Vorbereitung keine Holzbretter oder Geräte, in die sich die Keime einnisten könnten.

Rezepte mit Hähnchen:

Rezepte mit Hähnchen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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