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Karpfen

Karpfen: nicht nur an Weihnachten lecker Karpfen: nicht nur an Weihnachten lecker

Für viele ist Karpfen ein typisches Weihnachtsessen. Der leckere Süßwasserfisch ist aber auch zu anderen Zeiten ein guter Fang, wie unsere Warenkunde zeigt.

Das sollten Sie über Karpfen wissen

Wenn man einem Karpfen ins Maul schaut, könnte man annehmen, er sei ein Raubfisch: Typisch für diesen Süßwasserfisch sind seine sogenannten Schlundzähne, in drei Reihen angeordnet. Aber in Wahrheit benutzt er sie nur, um seine Nahrung gut zu zermahlen und ist von Natur aus harmlos und gutmütig.

Eher wird der Karpfen selbst zum Opfer echter Raubfische, zum Beispiel wenn sich der sprichwörtliche Hecht in den Karpfenteich verirrt. Dort fühlen sich Karpfen übrigens am wohlsten, wenn das Wasser 25-29 Grad warm ist. Im Grunde mögen Karpfen es eben gemütlich, und genau so sehen sie auch aus: Ihr Körper ist kräftig und walzenförmig, rund um sein Maul trägt der Fisch vier fleischige Fäden, die wie ein Bart wirken.

Lässt man sie geruhsam ihre Runden drehen und genüsslich fressen, können Karpfen einen beachtlichen Umfang annehmen: Bis zu 2 kg und 50 cm Länge können sie erreichen. Spätestens dann sind sie reif zum Abfischen: Karpfenzüchter lassen dafür das Wasser aus den Teichen und sammeln die nun auf dem Trockenen sitzenden Karpfen ein.

Damit sie einen wirklich guten und nicht „brackigen“ Geschmack haben, kommen die abgefischten Karpfen vor dem Verkauf noch für einige Tage in klares, frisches Wasser.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Karpfen zwischen mehreren Arten:

Als Spiegelkarpfen bezeichnet man Karpfen, die nur noch drei Schuppenreihen haben. Der Lederkarpfen – auch Nachtkarpfen genannt – fällt durch seine fast schuppenlose Haut auf. Beides sind die typischen Zuchtkarpfen, die in Teichen gehalten werden.

Wild lebende Karpfen nennt man aus gutem Grund Schuppenkarpfen: Anders als ihre Genossen aus der Zucht haben sie eine von schimmernden Schuppen übersäte Haut. Übrigens: Eine Karpfenschuppe im Portemonnaie galt schon immer als Garantie für ein immer gut gefülltes Konto.

Als besondere Delikatesse gilt der chinesische Marmorkarpfen. Er wird inzwischen auch in Europa gezüchtet, ist aber nach wie vor bei uns rar und teuer. Sein Erkennungszeichen sind sehr tief liegende Augen und eine silbern schimmernde glatte Haut.

Mancher verwechselt den Fisch aus China auch mit dem vor allem in Osteuropa bekannten sogenannten Silberkarpfen, der aber – anders als der Marmorkarpfen – viele kleine Schuppen auf seiner silbernen Haut trägt.

Saison: Karpfen kann man zwar das ganze Jahr über frisch bekommen. Am besten schmeckt er aber im Herbst nach dem Abfischen der Teiche.

Herkunft & Geschichte: Die ursprüngliche Heimat von Karpfen liegt in Asien; nach Europa kam der Süßwasserfisch erst relativ spät. Aber immerhin, auch die alten Römer hielten Karpfen in künstlichen Teichen. Hierzulande waren es dann die Mönche sowie die Adeligen, die Karpfenteiche anlegten bzw. anlegen ließen.

Wie gesund ist eigentlich Karpfen?

Viele lassen den Karpfen links liegen, weil er den Ruf hat, besonders fett zu sein. Das stimmt aber keineswegs: Zwar enthält Karpfen tatsächlich etwas mehr Fett als die meisten anderen Fische, aber bei nicht einmal 5 g pro 100 g geht er immer noch als figurfreundlich durch. Darüber hinaus liefert Karpfen nennenswerte Mengen an Mineralstoffen wie Phosphor und Eisen, B-Vitaminen und Vitamin A.

Nährwerte von Karpfen pro 100 g  
Kalorien 115
Eiweiß 18 g
Fett 4,8 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Karpfen

Einkauf: Karpfen bekommen Sie im Ganzen oder filetiert beim Fischhändler. Wie alle Fische ist auch Karpfen leicht verderblich. Achten Sie also schon beim Einkauf auf absolute Frische: Ein natürliches Schimmern der Haut ohne Verfärbungen, klare und helle Augen sowie leuchtend rote Kiemen sind das verlässlichste Signal dafür, dass Sie frischen Karpfen bekommen.

Lagerung: Bereiten Sie frischen Karpfen so bald wie möglich nach dem Einkauf zu. Notfalls können Sie ihn aus Folie oder Papier auswickeln, in eine Glas- oder Porzellanschale legen und für 1 Tag in der kältesten Zone des Kühlschranks aufbewahren.

Vorbereitung: Karpfen bekommen Sie beim Fischhändler bereits küchenfertig ausgenommen und auf Wunsch auch geschuppt. Was Sie noch tun müssen, ist lediglich das Säubern: Einfach den Karpfen innen und außen kurz unter fließendem Wasser abspülen und dann mit Küchenpapier trocken tupfen.

Zubereitungstipps für Karpfen:

Karpfen können Sie im Prinzip wie Forelle zubereiten: Er schmeckt pochiert, gebraten oder gegrillt.

Auch gedünsteter Karpfen ist ein Leckerbissen, und wer mag, kann Karpfen außerdem wie Graved Lachs beizen. Selbst in einen Gemüseeintopf der feinen Art passen Filets vom Karpfen perfekt.

Rezepte mit Karpfen:

Rezepte mit Karpfen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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