Kefir | EAT SMARTER
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Kefir

Das Sauermilchgetränk Kefir gilt als sehr gesund © Volodymyr Shevchuk Das Sauermilchgetränk Kefir gilt als sehr gesund © Volodymyr Shevchuk

Köstlicher Import aus den russischen Steppen: Dort hat Kefir lange Tradition, bei uns trinkt man ihn aber auch schon seit ca. 130 Jahren. Was macht das Sauermilchgetränk so lecker und gesund?

Das sollten Sie über Kefir wissen

Sein leichtes Prickeln hat dem Kefir früher den Zweitnamen „Milchchampagner“ eingebracht. Tatsächlich enthält das schäumende Sauermilchgetränk oft Spuren von Alkohol, allerdings nicht genug, um sich damit einen Schwips anzutrinken: Die Menge liegt bei 0,1-0,6 Vol.-%. Zur Bildung von Alkohol kommt es durch die besondere Herstellung von Kefir: Man setzt dafür der Milch einen Kefirpilz oder sogenannte Kefirknöllchen zu. Sie lassen den Milchzucker vergären, zersetzen das schwer verdauliche Kasein und bewirken die Bildung von Kohlen- und Milchsäure sowie geringen Alkoholmengen.

Die Gärung geht übrigens auch nach dem Abfüllen von Kefir in Becher weiter. Daher kommt es, dass sich die Deckel von geschlossenen Behältern mit Kefir manchmal stark nach außen wölben. Das ist weder schädlich noch ein Zeichen von mangelnder Frische, sondern nur von einem natürlichen Reifeprozess! Mittlerweile gibt es aber hauptsächlich „milde“ Varianten von Kefir, bei denen die Gärung von vorneherein eher gebremst abläuft und die keinen nachweisbaren Alkohol mehr enthalten. Relativ neu ist auch Kefir, der aus fettarmer Milch statt Vollmilch hergestellt wird und daher weniger Kalorien enthält als die ursprüngliche Variante.

Herkunft & Geschichte: Wie lange es Kefir schon gibt, ist schwer zu sagen. Fest steht, dass er ursprünglich aus dem Kaukasus und Sibirien stammt. Dort verwendete man ganz früher allerdings Stutenmilch zur Herstellung. Richtig beliebt wurde Kefir in Russland um 1880 und fand schon etwa 5 Jahre später auch hierzulande Freunde.

Geschmack & Konsistenz: Kefir schmeckt sehr säuerlich, pikant und erfrischend. Seine Konsistenz ist dickflüssig bis flüssig.

Saison: Kefir können Sie das ganze Jahr über bekommen.

Wie gesund ist eigentlich Kefir?

Wer den Geschmack von Kefir mag, darf sich freuen: Kefir gehört zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Da er lebende Milchsäurebakterien enthält, gilt er zu Recht als ausgesprochen günstig für einen empfindlichen oder gestressten Magen und vor allem für den Darm. Die Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass die Darmflora im Gleichgewicht bleibt, was unter anderem für eine gute Verdauung und ein intaktes Immunsystem wichtig ist. Weil die Milchsäurebakterien außerdem einen Teil des Milchzuckers abbauen, kann Kefir bei nur leichter Laktoseunverträglichkeit eine gute Alternative sein. Ganz verschwindet der Milchzucker allerdings nicht – wer an einer starken Laktoseintoleranz leidet, verträgt leider auch Kefir in der Regel nicht.

Nährwerte von Kefir aus Vollmilch pro 100 Gramm  
Kalorien 61
Eiweiß 3,3 g
Fett 3,5 g
Kohlenhydrate 4 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kefir

Einkauf: Beim Kauf von Kefir gibt es neben dem Haltbarkeitsdatum eigentlich nur eins zu beachten: Wenn Sie auf Kalorien achten, kaufen Sie am besten die milde Version aus fettarmer Milch mit 1,5 %.

Lagerung: Wie für alle Milchprodukte gilt auch bei Kefir: Kühle Lagerung verlängert die Haltbarkeit.

Zubereitungstipps für Kefir:

Gut gekühlt, im Sommer eventuell mit Eiswürfeln im Glas, gilt purer Kefir zu Recht als extrem erfrischendes Getränk. Sie können mit Kefir aber auch toll mixen und daraus leckere, kalorienarme Drinks wie zum Beispiel süße oder auch pikante Smoothies zaubern. Außerdem lassen sich mit Kefir raffinierte Desserts wie unsere exotische Kokos-Kefir-Creme, eine geeiste Kefirsuppe oder ein edles Nektarinengelee auf Kefircreme zubereiten. Mancher mag Kefir auch gerne statt Milch oder Joghurt zum Müsli.

Rezepte mit Kefir:

Rezepte mit Kefir finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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