Kerbel | EAT SMARTER
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Kerbel

Kerbel leitet den kulinarischen Frühling ein Kerbel leitet den kulinarischen Frühling ein

Warenkunde Kerbel: Was man über Kerbel wissen sollte und warum er so gesund ist. Hier klicken!

Mit seinem hellen Grün gilt Kerbel als Inbegriff des Frühlings. Und tatsächlich gehört er zu den ersten jungen Kräutern, die nach einem langen Winter sprießen – einfach perfekt, um uns kulinarisch in Frühjahrslaune zu bringen!

Das sollten Sie über Kerbel wissen

Traditionell gehört in vielen Regionen Deutschlands Kerbel am dritten Tag vor Ostern in die Gründonnerstagssuppe. Seine zarten und fein gefiederten Blättchen versinnbildlichen das Neu-Erwachen der Natur und machen schon optisch richtig Lust auf Leichtes.

Der einzigartige Geschmack drängt sich nicht auf und gibt vielen Gerichten eine raffinierte frühlingshafte Extra-Note. Doch obwohl Kerbel geschmacklich einen ganz eigenen Charakter hat, harmoniert er wunderbar mit anderen Kräutern, deren Aroma er eher unterstreicht und verstärkt als sie zu dominieren. In der französischen Kräutermischung Fines herbes gehört Kerbel darum ebenso fest zum Repertoire wie auch im hessischen Kräuter-Mix für die berühmte Frankfurter Grüne Sauce.

Am delikatesten schmeckt Kerbel, wenn er rund drei Wochen nach seiner Aussaat gepflückt wird. Dann hat die Pflanze eine Höhe von etwa 10 cm erreicht und enthält die höchste Konzentration an ätherischen Ölen. Lässt man sie länger wachsen, wird sie bis zu 60 cm hoch und trägt Anfang Juni hübsche weiße Blüten. Für kulinarische Zwecke taugt der Kerbel dann allerdings nicht mehr.

Die Ähnlichkeit der Blättchen mit denen von Petersilie und Koriander ist keineswegs zufällig, denn alle gehören botanisch der gleichen Gattung an. Wie bei Petersilie gibt es übrigens auch glatt- und krausblättrigen Kerbel. Wer wild wachsenden Kerbel sammeln möchte, muss hier aufpassen: Die Sorten mit glatten Blättchen können leicht mit dem giftigen Schierlingskraut verwechselt werden!

Geschmack: Kerbel schmeckt angenehm süßlich und erinnert dabei ein bisschen an Anis.

Herkunft: Obwohl Kerbel ursprünglich in Westasien, Südosteuropa und Südrussland zuhause war, wächst er inzwischen wild und kultiviert in ganz Europa. Vor allem in Frankreich und Belgien, wo er zu den wichtigsten Küchenkräutern gehört, baut man Kerbel auch in größeren Mengen an.

Saison: Den ersten ganz jungen Kerbel gibt es ab März zu kaufen. Ausgesät wird aber bis in den Spätsommer, sodass man Kerbel noch bis Oktober bekommt. 

Wie gesund ist eigentlich Kerbel?

Kerbel gehört zu den Klassikern für Entwässerungskuren im Frühjahr und kam schon im Altertum zur Blutreinigung zum Einsatz. Zu seinen wichtigsten Inhaltsstoffen zählen Flavonoide, Bitterstoffe, Apiin und Zink. Gesundheitlich interessant ist aber besonders auch das darin enthaltene ätherische Öl namens Isoanethol. Zusammen mit den übrigen Stoffen ergibt es ein Gesamtpaket, das bei fast allen „Zipperlein“ Linderung verspricht. In der traditionellen Pflanzenheilkunde gilt Kerbel als wirksames Mittel bei Abszessen, Ekzemen, Erkältungen, Fieber, Gicht, Kopfschmerzen, Wasseransammlungen im Körper (Ödeme), Schlaflosigkeit, Nierenproblemen, Kreislaufstörungen und unreiner Haut. Sogar bei Insektenstichen soll Kerbel helfen – wer es probieren will, zerreibt ein paar frische Blättchen und tupft damit die Stelle ab.

Einkaufs- und Küchentipps für Kerbel

Einkauf: Frischen Kerbel bekommt man im Topf oder abgepackt in Kunststoff verpackt; auf dem Wochenmarkt oft auch in Bündeln. Bevorzugen Sie eher kurze Stängel und achten Sie darauf, dass sie schön grün und nicht angewelkt aussehen. Man kann Kerbel natürlich auch getrocknet und gerebelt kaufen, allerdings reicht sein Geschmack in dieser Form längst nicht an das frische Kraut heran.

Lagerung: Kerbel welkt schnell und verliert rasch sein eindrucksvolles Aroma, wenn er zu lange auf seinen Einsatz warten muss. Wer Kerbel bundweise ersteht und ihn nicht gleich verbraucht, wickelt in vorzugsweise locker in Frischhaltefolie oder gibt ihn in einen Gefrierbeutel. Und dann ab damit ins Gemüsefach des Kühlschranks und bis zur Verwendung zwischendurch öfter mal feucht besprühen! Einfacher lässt sich Kerbel natürlich mit regelmäßigem Gießen frisch halten, wenn man ihn in Töpfen kauft. 

Vorbereitung: Weil Kerbel so sensibel ist, wäre es optimal, ihn gar nicht zu waschen. Wer auf diesen Schritt trotzdem nicht verzichten möchte, taucht ihn am besten nur ganz kurz in eine Schüssel mit Wasser und schüttelt ihn sanft trocken. Anschließend die Blättchen von den Stielen zupfen und je nach Rezept gegebenenfalls hacken.

Zubereitungstipps für Kerbel:

Der mancherorts übliche alte Name „Küchenkraut“ weist schon darauf hin, dass das grüne Frühjahrswunder kulinarisch ein Multitalent und ausgesprochen vielseitig einsetzbar ist. Allerdings: Mitkochen ist tabu! Geben Sie die Blättchen grundsätzlich immer erst ganz zum Schluss zum jeweiligen Gericht. Nur die Stängel eignen sich zum Mitgaren; sie geben zum Beispiel einer Suppe noch mehr Aroma und können am Schluss einfach entfernt werden. Roh und eventuell gehackt schmeckt das aromatische Kraut einfach auf Butterbrot, aber auch in Kräuterquark oder -butter, an Salat oder zu Rührei und Omelett. Natürlich kann man es auch als ebenso hübsche wie köstliche Dekoration auf Gemüsegerichte, Aufläufe, an Saucen oder Suppen geben. Der typische Geschmack passt auch perfekt zu feinem Fisch, Geflügel und hellem Fleisch.

Rezepte mit Kerbel:

Rezepte mit Kerbel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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