Leberkäse | EAT SMARTER
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Leberkäse

Der Leberkäse ist eine Münchner Spezialität Der Leberkäse ist eine Münchner Spezialität

Der Leberkäse ist ein echtes Münchner Kindl: In der Isarstadt wurde die herzhafte Spezialität erfunden, die zu jeder Brotzeit gehört. Die besonderen Kennzeichen von Leberkäse verraten wir Ihnen hier.

Das sollten Sie über Leberkäse wissen

Nicht immer ist der Name unbedingt Programm – bei Leberkäse zum Beispiel führt er in die Irre, denn die bayerische Brotzeit-Spezialität enthält nur in seltenen Ausnahmefällen Leber. Wenn man weiß, woher der Name stammt, erledigt sich die Verwirrung aber wie von selbst. Leberkäse ist keineswegs nach der Innerei benannt, sondern nach seiner typischen Form: Traditionell bereitet man den Teig aus zu feinem Brät zerkleinertem Rind- und Schweinefleisch sowie Speck, Zwiebeln und Gewürzen als Laib zu.

Wesentlich zutreffender sind darum die Kosenamen, die man dem Leberkäse in und um München gibt: Dort heißt er auch „Laiberkäs“ oder „Loablkas“. Manchmal wird Leberkäse in anderen Regionen Deutschlands auch als „Fleischkäse“ angeboten, aber wirklich durchsetzen konnte sich die Bezeichnung bis heute nicht.

Beliebt ist der bayerische Leberkäse übrigens nicht nur wegen seines herzhaften Geschmacks, sondern auch wegen seiner typischen braunen Kruste. Die bildet sich, wenn der Fleischteig in große Kastenformen wandert und dann im Backofen gart. Die appetitliche rosa Farbe der gebackenen, festen Masse unter der Kruste verdankt der Leberkäse der traditionell üblichen Verwendung von gepökeltem Fleisch.

Allerdings gibt es auch Varianten wie den sogenannten weißen Leberkäse bzw. Kalbskäse: Er besteht aus ungepökeltem Fleisch und hat darum eine sehr helle, fast weiße Farbe. Auch hier muss Nomen keineswegs Omen sein – Kalbskäse kann Kalbfleisch enthalten, muss aber nicht!

Saison: Auch wenn Leberkäse für manchen zum Oktoberfest gehört wie die Maß Bier – man bekommt ihn man zu allen Jahreszeiten.

Herkunft & Geschichte: Leberkäse ist eine ur-bayerische Spezialität, die außerdem in Österreich und Teilen der Schweiz lange Tradition hat. Erfunden haben soll ihn der Hof-Fleischer des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor vor rund 230 Jahren. Von diesem Metzger stammt auch die Idee, den Teig in Kasten- bzw. Brotformen zu backen.

Geschmack: Leberkäse schmeckt sehr herzhaft und würzig.

Wie gesund ist eigentlich Leberkäse?

Wer die Hauptzutaten kennt, ahnt es schon: Leberkäse ist nicht gerade leichte Kost. Der Fleischteig kann je nach Metzger bzw. Rezept reichlich Fett enthalten. Trotzdem ist Leberkäse besser als sein Ruf bei Figurbewussten – verglichen mit Salami oder Fleischwurst beispielsweise liegt er im Fettgehalt deutlich niedriger. Dafür kann Leberkäse mit einem hohen Eiweißgehalt punkten und erfreut Low-Carb-Fans, weil er keine Kohlenhydrate enthält.

Leberkäse – gut zu wissen:

Bei Leberkäse aus gepökeltem Fleisch – zu erkennen an der typischen rosa Farbe – sollten Gesundheitsbewusste aufpassen. Denn sowohl beim Grillen als auch beim Braten bei hohen Temperaturen können sich aus den Pökelsalzen schädliche Nitrosamine bilden.

Nährwerte von Leberkäse pro 100 g (im Durchschnitt)
Kalorien 265
Eiweiß 17 g
Fett 22g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Leberkäse:

Einkauf: In der Regel kauft man Leberkäse schon fertig gegart, sodass man ihn höchstens kurz erhitzen muss. Es gibt ihn lose nach Gewicht an der Wursttheke oder abgepackt im Kühlregal vom Supermarkt. Süddeutsche Metzger bieten aber auch den vorbereiteten rohen Fleischteig in Einweg-Backformen aus Alu zum selber backen an.

Lagerung: Wie alle gepökelten Fleisch- und Wurstwaren ist Leberkäse etwas länger haltbar als rohes Fleisch. Auch das Garen im Backofen sorgt dafür, dass er weniger schnell verdirbt. Trotzdem gehört auch Leberkäse in den Kühlschrank, wo man ihn etwa 4-5 Tage lagern kann. Bei abgepacktem Leberkäse gilt natürlich das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Vorbereitung: Zu den Vorzügen von Leberkäse zählen seine Fans, dass er so unkompliziert ist. Er lässt sich genauso gut in dicke wie in hauchdünne Scheiben schneiden; auch Würfel jeder Größe lassen sich aus Leberkäse wunderbar herstellen. Andere Vorbereitungen als das eventuelle Zerkleinern braucht Leberkäse nicht – im Prinzip können Sie ihn auch einfach so direkt aus der Packung oder aus dem Papier essen.

Zubereitungstipps für Leberkäse

Liebhaber von Leberkäse schätzen nicht zuletzt seine Vielseitigkeit: In dünnen Scheiben schmeckt er als Belag auf Brot oder Brötchen, gerne auch mit süßem Senf. In Streifen geschnitten peppt er herzhafte Sattmachersalate oder macht das Rührei gehaltvoller. Gewürfelt ergibt Leberkäse eine würzige und sättigende Suppeneinlage; in dicke Scheiben geschnitten kann man ihn kurz in etwas Öl braten und mit einem Spiegelei oder mit Kartoffelsalat verspeisen.

(Koe)

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