Marzipan | EAT SMARTER
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Marzipan

Marzipan besteht größtenteils aus Mandeln Marzipan besteht größtenteils aus Mandeln

Bei Marzipan können Naschkatzen selten widerstehen. Aber mit der süßen Masse aus Mandeln und Zucker lässt sich auch wunderbar backen und kochen.

Das sollten Sie über Marzipan wissen

Wer Mandeln mag, liebt meistens auch Marzipan, und das keineswegs zufällig: Echtes Marzipan besteht nämlich zu mindestens zwei Teilen aus süßen gebrühten, geschälten und geriebenen Mandeln sowie zu mindestens 28 % aus Mandelöl. Zucker darf ebenfalls drin sein, doch gelten hier Obergrenzen. Marzipan-Rohmasse beispielsweise darf höchstens 35 % Zucker enthalten; oft wird für das endgültige Marzipan der Zuckeranteil allerdings noch erhöht.

Das beste, weil reinste Marzipan nennt man auch 100-Prozent-Marzipan, weil kein weiterer Zucker zugesetzt wird. Das berühmte Lübecker Marzipan erreicht diese Stufe nicht ganz, kommt ihr aber mit maximal 10 % Zuckerzusatz sehr nahe. Seinem Namen zum Trotz liegt Edelmarzipan nur auf dem dritten Platz der Qualitätsskala, weil es aus 30 % Zucker und höchstens 70 % Rohmasse besteht.

Erlaubt ist auch das Herstellen von Marzipan aus nur 50 % Marzipan-Rohmasse und 50 % Zucker. Für wahre Fans ist dieses Marzipan allerdings nichts, denn statt nach Mandeln schmeckt es hauptsächlich süß. Kein Wunder, denn zusammen mit dem erlaubten Zuckerzusatz aus der Rohmasse ergibt sich bei solchem Marzipan ein Gesamt-Zuckergehalt von bis zu 85 %. Bei Marzipan der niedrigen Qualitätsstufen ist auch der Zusatz von durch Entwässern entbitterten Bittermandeln erlaubt.

Auch bei Marzipan gilt übrigens: Andere Länder, andere Sitten. In Mexiko mischt man unter die Rohmasse z.B. Kürbiskerne, in Italien liebt man Marzipan mit Pistazien und in manchen Ländern verfeinert man die Masse mit Rosenwasser. Die Franzosen mögen am liebsten Marzipan, das mit Zuckersirup bzw. Invertzucker statt Kristallzucker hergestellt ist – eine Variante, die auch manche Hersteller und Konditoren bei uns bevorzugen.

Saison: Marzipan ist zwar vor allem in der Weihnachtszeit gefragt, aber das ganze Jahr über zu haben.

Geschmack: Stimmt die Qualität, schmeckt Marzipan deutlich nach Mandeln und hat eine nur dezente Süße.

Herkunft & Geschichte: Weil aus Lübeck und dem früheren Königsberg das bis heute berühmteste Marzipan stammt, gelten diese Städte als ursprüngliche Heimat der Leckerei. Auch die spanische Stadt Toledo ist weltbekannt für ihr erstklassiges Marzipan.

Eine lange vertretene Theorie besagt, dass Marzipan eine Notlösung gewesen sein soll, die man in Lübeck gegen eine 1497 wütende Hungersnot erfunden hat. Neuere Forschungen sprechen allerdings dafür, dass die Venezianer das Marzipan schon weit früher kannten und es nach einer schon im 12. Jahrhundert genutzten byzantinischen Münze benannt haben.

Wie gesund ist eigentlich Marzipan?

Hochwertiges Marzipan ist zwar zweifellos ein gewichtiger Posten auf der Kalorienrechnung. Allerdings sorgt der sehr hohe Anteil von gemahlenen Mandeln dafür, dass es uns mit B-Vitaminen, Proteinen, wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalzium sowie mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren versorgt. Je niedriger seine Qualitätsstufe und je höher sein Zuckeranteil, desto weniger geht Marzipan als gesund durch. Marzipan, das nur aus 50 % Rohmasse besteht, gilt zu Recht als Kalorienbombe – besonders, wenn es dazu noch mit Schokolade überzogen oder mit Nougat gemischt wurde.

Marzipan – gut zu wissen:

Für längere Haltbarkeit oder dem Geschmack zuliebe enthalten sehr viele Marzipan-Produkte Alkohol. Die Mengen sind zwar gering, können aber für Kinder ebenso problematisch sein wie für alle, die keinen Alkohol zu sich nehmen dürfen bzw. wollen. Natürlich muss auf der Zutatenliste vermerkt werden, ob das Marzipan Alkohol enthält – genaues Checken ist also besonders wichtig.

Nährwerte von Marzipan pro 100 g (im Durchschnitt)
Kalorien 453
Eiweiß 8 g
Fett 25 g
Kohlenhydrate 49 g
Ballaststoffe 1 g

Einkaufs- und Küchentipps für Marzipan:

Einkauf: Marzipan-Rohmasse finden Sie im Supermarkt-Regal für Backzutaten. Lübecker Marzipan bekommt man in der Abteilung für Süßigkeiten rund ums Jahr. In der Weihnachtszeit haben vor allem Marzipanbrote und Marzipankartoffeln Saison – hier sollten Sie besonders kritisch auf die Zutatenliste gucken, bevor Sie zugreifen.

Gutes Marzipan erkennen Sie außerdem an seiner Farbe: Je dunkler das Marzipan, desto höher ist seine Qualität. Umgekehrt können Sie sicher sein, dass schneeweißes Marzipan vor allem aus Zucker besteht.

Lagerung: Gutes Marzipan ist leicht feucht und saftig. Damit es möglichst lange so bleibt, bewahrt man es am besten gut verpackt und vor Luft geschützt an einem kühlen Ort auf.

Vorbereiten: Soll das Marzipan eine Torte umhüllen, muss es ausgerollt werden – das geht am einfachsten, wenn Sie die Rohmasse zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen. Ansonsten gilt: Immer wenn Sie Marzipan formen möchten, sollte es zimmerwarm sein, damit es schön geschmeidig ist.

Zubereitungstipps für Marzipan

Mal abgesehen davon, dass Marzipan pur natürlich perfekt als Nascherei von der Hand in den Mund taugt – man kann mit der feinen Masse auch jede Menge süßer Leckereien zubereiten. Vor allem beim Backen lässt sich mit Marzipan zaubern: Vom Kuchen über Plätzchen bis zur festlich verzierten Hochzeitstorte eignet sich Marzipan perfekt.

Und weil es so gut formbar ist, können Sie mit Marzipan auch wunderbar Pralinen, hausgemachte Marzipankartoffeln, Desserts oder kleine Figuren herstellen.

Rezepte mit Marzipan:

Rezepte mit Marzipan finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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