Mate | EAT SMARTER
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Mate

Einfach lecker: Mate-Tee. © cirquedesprit - Fotolia.com Einfach lecker: Mate-Tee. © cirquedesprit - Fotolia.com

Mate statt Kaffee und Cola? Warum nicht, der herbe Kräutertee aus Südamerika macht auch munter und liefert dabei sogar noch ein paar Nährstoffe! Was man ihm sonst noch alles nachsagt, verrät unsere Warenkunde.

Das sollten Sie über Mate wissen

Bei uns kennen die meisten Mate höchstens aus der Flasche als in Mode gekommenes Erfrischungsgetränk ohne Alkohol. Und wer in Südamerika einfach einen Mate bestellt, den wird man vermutlich etwas komisch finden. 

Dort ist Mate nämlich unter dem Namen Yerba oder Mate-Yerba bekannt, der vom gleichnamigen Busch hergeleitet ist, dessen Blätter für das teeartige Getränk zum Einsatz kommen. 

Mate wiederum heißen bei den Südamerikanern alle heißen Aufgussgetränke. Früher verstand man unter Mate vor allem das Trinkgefäß (ursprünglich und traditionell auch heute ein Kürbis), aus dem man den Aufguss aus Kräutern schlürfte. Und um die Verwirrung komplett zu machen, nennt man Mate bei uns auch manchmal „Paraguay-Tee“.

Aber ruhig Blut: Letzten Endes meinen wir mit Mate ganz einfach die getrockneten Blätter des Yerba-Buschs, aus denen sich ein ebenso leckerer wie anregender Tee kochen lässt. Bis zu knapp 2 % Koffein stecken darin – genug, um munter zu werden, aber nicht zu viel für Nervöse!

Herkunft & Geschichte: Die Heimat des wild wachsenden Yerba-Buschs liegt vorwiegend in Uruguay, Paraguay, Brasilien und Argentinien. 

Dort hat der Traditionsdrink, den die Ureinwohner lange vor der Eroberung durch die Spanier zu trinken pflegten, bis heute nicht an Beliebtheit verloren. Mittlerweile baut man ihn in diesen Ländern auch in großen Kulturen an.

In seiner Heimat hat das Zubereiten und Trinken von Mate Kultstatus und findet nach speziellen Regeln in einer Art Zeremonie statt.

Saison: Mate kann man getrocknet das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack: Mate schmeckt herb-fruchtig und etwas bitter.

Wie gesund ist eigentlich Mate?

Es ist definitiv mehr als ein Gerücht, dass Mate zu den gesünderen Genüssen gehört. Und das nicht nur, weil er mit seinem niedrigen Koffeingehalt Herz und Kreislauf eher schont – sondern auch und besonders, weil in Mate nützliche Nährstoffe wie Eisen, Phosphor, Vitamin C und A sowie B-Vitamine stecken.

Mate kann außerdem auf natürliche und sanfte Art die Verdauung anregen und soll den Stoffwechsel in Schwung bringen und die Nerven stärken. In Südamerika heilt man mit Mate, der reichlich Gerbstoffe enthält, seit Jahrhunderten Ekzeme und andere Hautkrankheiten.

Angeblich soll Mate auch die Fettverbrennung ankurbeln, den Appetit hemmen und schlank machen, wenn man eine Stunde vor dem Essen 1-2 Tassen davon trinkt. Ob´s stimmt? Belege gibt es dafür nicht, aber Ausprobieren kann kaum schaden. Kalorien stecken in Mate jedenfalls ebenso wenig wie Fett!

Mate – gut zu wissen:

Mate steht bei einigen Wissenschaftlern im Verdacht, bestimmte Krebsarten zu fördern. Das gilt vor allem für Mate, der über offenem Feuer geröstet und getrocknet wurde. Einig sind sich die Experten in diesem Punkt aber keineswegs: Andere Forscher stehen ihrerseits auf dem Standpunkt, dass Mate sogar das Wachstum von Krebszellen hemmt. 

Wer kein Risiko eingehen möchte, trinkt Mate also besser nicht täglich literweise.

Einkaufs- und Küchentipps für Mate:

Mate TeeEinkauf: Mate bekommen Sie in Apotheken, Bio-Läden, Tee-Geschäften und im Internet (z.B. hier über Amazon). Zu haben sind fermentierter, unfermentierter und gerösteter Mate, der besonders würzig schmeckt.

Mittlerweile gibt es aber auch viele Mischungen aus Mate und anderen Kräutertees, Gewürzen, Früchten und sogar mit Schokolade.

Lagerung: Wie jeden Kräutertee bewahren Sie auch Mate am besten dunkel, trocken und fest verschlossen auf.

Zubereitungstipps für Mate:

Das Aufbrühen von Mate ist eine simple Sache: Übergießen Sie je nach Geschmack 3-5 Teelöffel Mate mit 1 l kochendheißem, aber nicht kochendem Wasser. Je nachdem, wie stark man ihn möchte, lässt man Mate dann 5-10 Minuten ziehen und gießt ihn durch ein Sieb.

Viele Südamerikaner trinken Mate am liebsten ungesüßt; Europäern ist er so wegen der vielen Gerbstoffe oft zu bitter. Wer das nicht mag, süßt seinen Mate einfach mit Zucker, Honig oder Süßstoff.

Übrigens: Eisgekühlt ist leicht gesüßter Mate das perfekte Sommergetränk, das sich mit Zitrone oder Orange noch zusätzlich aufpeppen lässt.

Rezepte mit Mate

Rezepte mit Mate finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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