Perlhuhn | EAT SMARTER
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Perlhuhn

Perlhuhn © L.Bouvier - Fotolia.com Perlhuhn © L.Bouvier - Fotolia.com

Wer Perlhuhn noch nicht kennt, hat wirklich was verpasst: Aus gutem Grund gehört das delikate Geflügel zu den kulinarischen Favoriten der Franzosen. Und gesund ist es außerdem!

Das sollten Sie über Perlhuhn wissen

Nichts gegen Hähnchen, aber wenn es mal was Feineres sein darf, hat das Perlhuhn definitiv noch mehr zu bieten als sein Vetter. Das zu den Hühnervögeln zählende feine Perlhuhn zeichnet sich nämlich durch einen ausgesprochen intensiven, aromatischen Geschmack und ein relativ dunkles, besonders zartes Fleisch aus.

Aber auch äußerlich unterscheidet sich das Perlhuhn deutlich vom herkömmlichen Huhn: Sein kleiner und  rundlicher Körper hat ein hübsches glattes und blaugrünes Gefieder, das von zahllosen kleinen weißen Tupfen übersät ist. Als „Kopfschmuck“ trägt das Perlhuhn keinen Kamm, sondern einen helmähnlich geformten Hautlappen. Sowohl sein Kopf als auch der Hals sind beinahe nackt.

Zum Glück für alle Genießer gedeiht das Perlhuhn übrigens keineswegs nur in freier Wildbahn, sondern lässt sich auch sehr gut züchten. Das Fleisch von Perlhühnern aus der Zucht schmeckt zwar etwas weniger typisch als das von wild lebenden, gilt aber zu Recht dennoch als besonders delikat.

Gezüchtet wird das feine Federvieh sowohl bei uns als auch in anderen Ländern. Spezialisten für die Perlhuhnzucht sind die Franzosen, die vor rund 35 Jahren Methoden entwickelten, mit denen man Perlhühner rund ums Jahr züchten kann. Frankreich ist denn auch weltweit mit etwa 50 Millionen Stück jährlich der Hauptlieferant für Perlhuhn.

Herkunft & Geschichte

Seine Zweitnamen „Afrikanisches Huhn“ und „Guinea-Huhn“ verraten, woher das Perlhuhn ursprünglich stammt. In Afrika lebt das Perlhuhn bis heute auf freier Wildbahn; es lässt sich aber auch züchten. Schon in der Antike wussten auch die alten Römer und Griechen diesen Vorzug zu nutzen und hielten sich das feine Federvieh als Zier- und Nutzgeflügel. Der Name „Perlhuhn“ geht übrigens auf eine romantische Legende zurück, nach der die typischen „Perlen“von den Tränen der trauernden Schwestern des toten Meleagros (eine Figur der altgriechischen Sagen) auf das Gefieder getupft wurden.

Saison:

Frisches und tiefgefrorenes Perlhuhn aus der Zucht bekommt man beim Fachhändler das ganze Jahr über. Die Jagdzeit für wilde Perlhühner beginnt im September und dauert bis Mitte Januar.

Geschmack:

Das zarte, rötliche Fleisch vom Perlhuhn schmeckt wie eine gelungene Mischung aus Huhn, Fasan und Rebhuhn.

Wie gesund ist eigentlich Perlhuhn?

Bei Perlhuhn dürfen auch Figurbewusste ohne schlechtes Gewissen zugreifen: Ganz ähnlich wie sein großer Vetter, das Huhn, enthält auch Perlhuhn wenig Kalorien und Fett. Dafür steckt das Fleisch voller hochwertiger Proteine und liefert beachtliche Mengen des Mineralstoffs Magnesium, der für Muskulatur und Nervensystem Bedeutung hat. Ebenfalls reichlich vertreten sind B-Vitamine.

Nährwerte von Perlhuhn pro 100 g  
Kalorien 146
Eiweiß 20 g
Fett 7 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Perlhuhn

Einkauf:

Frisches Perlhuhn bekommen Sie außer beim Wild- und Geflügelfachhändler auch auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Feinkostgeschäften. Dort findet man außerdem Teilstücke vom Perlhuhn bzw. die ausgelösten Brustfilets mit Haut. In der Regel wiegt ein ganzes ausgewachsenes Perlhuhn zwischen 1,2 und 2 kg. Manchmal sind aber auch sogenannte Portionsperlhühner im Angebot, die jeweils nur 500-600 g schwer werden und besonders zart schmecken. Sie können Perlhuhn auch tiefgefroren kaufen.

Lagerung:

Frisches Perlhuhn hält sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Tage, wenn Sie es trocken tupfen und locker in Papier oder Frischhaltefolie wickeln.

Vorbereiten:

Planen Sie bei gefrorenem Perlhuhn genug Zeit zum Auftauen ein: Je nach Größe braucht es im Kühlschrank mindestens 20 Stunden. Schütten Sie die Auftauflüssigkeit weg und reinigen Sie anschließend Schüsseln, Spüle usw. gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel.

Ob aufgetaut oder frisch: Vor dem Zubereiten sollten Sie Perlhuhn immer innen und außen unter fließendem Wasser abspülen und anschließend gut trockentupfen. Sollten noch einzelne Federkiele in der Haut stecken, kann man sie mit einer Pinzette herausziehen.

Zubereitungstipps für Perlhuhn:

Ein ganzes Perlhuhn schmeckt am besten, wenn es im Backofen schmurgeln durfte. Für eine besonders knusprige Kruste

können Sie dabei das Perlhuhn in der letzten halben Stunde der Bratzeit öfter mit einer Salzlösung bepinseln oder öfter mit Bratensaft begießen. Rechnen Sie pro Person etwa 500 g Perlhuhn; nach dem Braten und Tranchieren bleiben davon 250-300 g pures Fleisch übrig.

Die perfekte Lösung für Singles, Paare und alle, die nicht so viel Zeit investieren möchten: Nehmen Sie statt des ganzen Perlhuhns einfach Perlhuhnbrust. Sie braucht nur kurz gebraten oder geschmort zu werden und ist besonders vielseitig zuzubereiten.

Rezepte mit Perlhuhn:

Rezepte mit Perlhuhn finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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